4.5.1. Manuskripte



Die Sammlung ”Manuskripte“ besteht aus zwei großen, nach ihrer Entstehungsweise zu unterscheidenden Gruppen von Handschriften. Sie sind ohne Rücksicht auf diese genetischen Unterschiede teils nach der Reihenfolge des Zugangs, teils nach einer bestimmten Systematik (s.u. Abt. VII) der Sammlung einverleibt worden.
Bei der einen Gruppe (Provenienzen) handelt es sich um Werke, die für verschiedene Zwecke an ihrem Herkunftsort entstanden oder gesammelt worden, von dort oft zusammen mit Urkunden und Akten ins Archiv gelangt sind und in aller Regel die Geschichte oder die historischen Verhältnisse usw. des Herkunftsortes betreffen bzw. den dortigen Einrichtungen gedient haben: versprengte Aktenbände und Amtsbücher, Kopiare, Briefsammlungen, Chroniken, liturgische Handschriften u.a.
Die andere Gruppe (Pertinenzen) umfaßt im Gegensatz dazu absichtsvoll an beliebigem Ort für die Zwecke der Geschichtsforschung oder des Archivs gesammelte Nachrichten und quellenmäßige Belege zu den allgemeinen Verhältnissen, zur Geschichte, zu Recht und Verfassung von Orten, Territorien, Einrichtungen, Personen, Familien und Bevölkerungsgruppen einschließlich aller Arten von Kontakten zwischen ihnen: Urkundenabschriften und -regesten, Aktenexzerpte, Kompilationen und Ausarbeitungen.
Nach Auflösung der ehemaligen Abteilungen III (”Niesertsche Sammlung“) und V (”Meyersche Sammlung“) ist die Sammlung Manuskripte nun äußerlich in die Abteilungen I (Ältere Sammlung“), II (”Kindlingersche Sammlung“), IV (”Wilkenssche Sammlung“), VI (”Neue archivalische Sammlung“) und VII gegliedert.

Laufzeit: 7.Jh.-20.Jh.
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