1.1.4.7. Gerichte



Nach dem Visitationsbericht von 1768 bestand das Stadtgericht (Geldern) aus einem vom König ernannten Schultheißen und aus sieben Schöffen, die vom Magistrat dem Hochdrossard Marquis von Hoensbroech präsentiert und von diesem bestellt wurden. <p/>Alle anderen Untergerichte besetzte man mit einem Schultheißen, auch Vogt genannt, und mit sieben Schöffen und einem Sekretär. Alle unbeweglichen Güter außer den vom König herrührenden unterstehen den Untergerichten. Dagegen gehören alle Streitigkeiten über weltliche Güter vor das Justizkollegium. An die Stelle der Obligationsbücher (Verbintenisprotokolle) sollten seit 1780 die Hypothekenbücher treten.<p/> Das neue Reglement von 1786 Juni 21 brachte neben der Einführung der Justizkommissarien an Stelle der Prokuratoren eine Zusammenlegung einzelner Gerichte und die Beschränkung der Schöffen von sieben auf drei. Das Verzeichnis der Untergerichte von 1768 liegt im Landesarchiv nicht vor.<p/> Laut Liste von 1787 gab es nur noch drei Stadtgerichte, das königliche Hauptgericht zu Geldern, das Hauptgericht der Stadt und Lande von Straelen, das herrschaftliche Gericht der Stadt und Lande Wachtendonk, die vier königlichen Jurisdiktionsgerichte zu Broekhuizen, Brée, Heelden, Middelaer sowie 25 Jurisdiktionsgerichte. Die Gerichtsprotokolle der heute zu den Niederlanden gehörigen Herrschaften befinden sich im Rijksarchief Maastricht.<p/>
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