2.4. Polizei



Nach der Kapitulation im Jahr 1945 wurde die bis dahin bestehende Reichspolizei von der Militärregierung aufgelöst; Träger der Polizeigewalt wurde der Alliierte Kontrollrat. Die Polizeiverwaltung wurde dezentralisiert, d. h. es bestanden Regierungsbezirks- und Stadtkreispolizeien nebeneinander. 1953 trat das Gesetz über die Organisation und die Zuständigkeit der Polizei im Land Nordrhein-Westfalen in Kraft. Danach wurden Polizeibezirke gebildet und darin die Lande- und Kreispolizeibehörden geschaffen. Aus Anlass der kommunalen Neugliederung wurde 1975 die Organisation der Kreispolizeibehörden an die neuen Gemeindegrenzen angepasst. Im Jahr 1982 wurde ein neues Polizeiorganisationsgesetz erlassen, das 1983 in Kraft trat. Dabei wurden die 1953 in der Polizeiverwaltung eingeführten Strukturen belassen; man gab jedoch allen Polizeiverwaltungen der kreisfreien Städte unabhängig von der Einwohnerzahl die Bezeichnung ”Polizeipräsident“. Die nächste Umstrukturierung der Polizei wurde 1994 mit einem weiteren neuen Polizeiorganisationsgesetz beschlossen, das v. a. die innere Organisation der Kreispolizeibehörden in eine Abteilung Gefahrenabwehr/Strafverfolgung und eine Abteilung Verwaltung neu ordnete. Diese Ordnung wurde mit der letzten Änderung des Polizeiorganisationsgesetzes im Jahr 2005 wiederum aufgehoben; die meisten Kreispolizeibehörden sind seitdem in einem Direktionsmodell organisiert; die Dezernate 25 und 26 der Bezirksregierungen als Mittelinstanz wurden aufgelöst und die Autobahnpolizeien verschiedenen Polizeipräsidien angegliedert.


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