2.14.2. Eisenbahnverwaltung



<p/>Als erste Eisenbahnstrecke im rheinisch-westfälischen Raum wurde die Verbindung Düsseldorf - Elberfeld, die 1838-1841 streckenweise dem Verkehr übergeben wurde, eröffnet. Es folgten die Strecken Köln - Aachen 1841 (initiiert durch die 1837 gegründete Rheinische Eisenbahngesellschaft), im Jahre 1844 die Strecke Köln-Bonn (Köln-Bonner Eisenbahngesellschaft), in den Jahren 1845 bis 1847 die Strecke Köln-Düsseldorf-Duisburg-Minden (Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft) und 1847/1848 die Bergisch-Märkische Eisenbahn.<p/>
Die Rheinische und die Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft sowie die Bergisch-Märkische Eisenbahn waren die damaligen größten Unternehmungen. Zur Verwaltung der Strecken wurden Eisenbahndirektionen eingerichtet. Zunächst am 4.3.1850 die Königliche Direktion der Aachen-Düsseldorf-Ruhrorter Eisenbahn in Aachen, die bis 1866 bestand, es folgte am 15.10.1850 die Einrichtung der Königlichen Direktion der Bergisch-Märkischen Eisenbahn in Elberfeld.<p/>
Nachdem bereits 1850 die Bergisch-Märkische Eisenbahn verstaatlicht worden war, setzte im Jahre 1879 leitete die preußische Regierung in ihren beiden Westprovinzen die Verstaatlichung der bis dahin privat organisierten Eisenbahngesellschaften fort.
Aus der Köln-Mindener (in Köln)und der Rheinischen (ebenfalls in Köln) wurde ab dem 1.4.1881 zunächst die Königliche Eisenbahndirektion zu Köln (rechtsrheinische) und die Königliche Eisenbahndirektion zu Köln (linksrheinische) eingerichtet. Aus der Königlichen Direktion der Bergisch-Märkischen Eisenbahn wurde nun die Eisenbahndirektion Elberfeld.
Die Verwaltung des gesamten Eisenbahnwesens in der Rheinprovinz unterstand fortan dem preußischen Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.<p/>
Am 1.4.1895 wurden Königliche Eisenbahndirektion zu Köln (rechtsrheinische) und die Königliche Eisenbahndirektion zu Köln (linksrheinische) zu einer Königlichen Eisenbahndirektion Köln zusammengefasst. Wegen des durch diese Zusammenlegung unverhältnismäßig großen Zuständigkeitsgebiets der Kölner Eisenbahndirektion gab diese Teile an die im gleichen Jahr neugegründete Eisenbahndirektion Essen ab.<p/>
Durch Staatsvertrag vom 30. April 1920 zwischen der Reichsregierung und den Regierungen der deutschen Länder wurde die Eisenbahnverwaltung auf das Reich übertragen; dadurch wurden die Eisenbahndirektionen Essen, Elberfeld (ab 1929 Wuppertal), Köln und Münster zu Reichsbahndirektionen.<p/>
1949 wurden die ehemaligen Reichsbahndirektion als Bundesbahndirektionen (Namensgebung Bundesbahndirektion offiziell erst 1952) fortgeführt und 1975 im Rahmen einer Neugliederung der Direktionsbezirke in ihren Kompetenzen gestärkt: die Direktion Münster wurde aufgelöst und übertrug ihre Zuständigkeit auf die beiden Direktionen in Essen und Hannover. Ebenso wurde die Direktion Wuppertal aufgelöst, die ihre Befugnisse an die Direktionen in Essen und Köln abtreten musste.<p/>
Mit der am 1.1.1994 umgesetzten Bahnstrukturreform wurde die Bundesbahndirektionen Köln und Essen aufgelöst. Die Zuständigkeiten gingen nunmehr über auf die Deutsche Bahn AG mit ihren unterschiedlichen Geschäftsbereichen sowie auf die Außenstellen des Eisenbahnbundesamts und Bundeseisenbahnvermögens in Köln und Essen über.



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