2.14.6. Wasserstraßenverwaltung



1815 Mit dem Oktroi-Vertrag wird unter dem Druck Napoleons ein einheitlicher Zoll zur Unterhaltung des Stromes eingeführt.<p/>
1816 Der Wiener Kongress verpflichtet die Rheinuferstaaten, alles die Rheinschifffahrt betreffende in gemeinsamer Übereinkunft zu regeln.<p/>
1831 Die "Zentralkommission für die Rheinschifffahrt" wird gegründet und tritt erstmals in Mainz zusammen. Gründung der Wasserbauinspektionen Köln, Düsseldorf, Xanten und Rees.<p/>
Die zwischen den Rheinuferstaaten vereinbarte Rheinschifffahrtsakte (Mainzer Akte) garantiert die Freiheit der Schifffahrt hebt die Stapelrechte der Städte auf und verpflichtet die Uferstaaten Schifffahrtshindernisse zu beteiligen. Die Zölle und Abgaben bleiben aber bestehen.<p/>
1851 Auf Grund eines "allerhösten königlichen Erlasses" vom 11.09.1850 erfolgt mit Wirkung vom 1. Januar 1851 die Schaffung der Rheinstromverwaltung beim Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Koblenz. Hierin werden die Wasserbauabteilungen der einzelnen Regierungen der Preußischen Rheinprovinz vereinigt und deren Aufgaben übernommen. An der Spitze steht der erste Rheinstrombaudirektor Nobiling.<p/>
1853 Der neue Organisationsplan der Rheinstromverwaltung weist 4 Wasserbauinspektionen aus: Koblenz, Düsseldorf und Rees, die 1872 nach Wesel verlegt wird.<p/>
1868 Die Rheinschifffahrtsakte wird revidiert (Mannheimer Akte). Schifffahrtsabgaben und Durchgangszölle werden aufgehoben. Einheitliche Rheinschiffer-Patente und Schiffsatteste werden eingeführt. Die Rheinuferstaaten verpflichten sich, die Fahrrinne in ihren Hoheitsgebieten zu erhalten. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wurden die Wasserbauinspektionen am Niederrhein mit Sitz in Köln, Düsseldorf, Xanten (1852 zu Düsseldorf) und Rees (1872 zu Wesel) nunmehr der Rheinstromverwaltung in Koblenz unterstellt.<p/>
1910 Die Wasserbauinspektionen werden in "Wasserbauämter" umbenannt. Die Wasserbauämter waren zur Erfüllung ihrer Aufgaben des Strombaues und der Unterhaltung der Wasserstraße in Aufsichtsbezirke unterteilt, denen jeweils ein Wasserbauwart vorstand; die Streckenlänge der Aufsichtsbezirke betrug zu dieser Zeit i.d.R. jeweils 14 km.<p/>
1921 Die Wasserstraßen werden in staatliches Eigentum übernommen und unter staatliche Verwaltung gestellt. Die alten preußischen Behörden bleiben bestehen, werden aber den neuen Verhältnissen entsprechend umgebildet.<p/>
1927 Das bisherige Wasserbauamt Düsseldorf wird nach Duisburg verlegt.<p/>
1939 Die Behördenbezeichnung wird geändert, die Rheinstrombauverwaltung heißt fortan Wasserstraßendirektion Koblenz, das Wasserbauamt Duisburg nunmehr Wasserstraßenamt Duisburg.<p/>
1945 Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde die Rheinprovinz und damit auch die Rheinstrombauverwaltung aufgelöst. Für den Bereich der neugeschaffenen Nord-Rheinpovinz (seit dem 20.06.1945 im Bereich der Britischen Zone) wurde die Wasserstraßendirektion Bonn geschaffen<p/>.
1946 Die Wasserstraßendirektion Bonn wird nach Duisburg verlegt, sie bezieht das Tausendfensterhaus in Ruhrort. Ihr unterstehen die Wasserstraßenämter Köln, Duisburg-Rhein (in der Moselstraße in Duisburg-Stadtmitte) und Wesel.<p/>
1949 Mit Gründung der Bundesrepublik Deutschland ist gemäß Art. 89 Abs. 1 GG der Bund Eigentümer der Bund Eigentümer der Bundeswasserstraßen, der früheren Reichswasserstraßen, und verwaltet diese gem. Art. 89 2 GG durch eigene Behörden, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Nunmehr sind die bisherigen Wasserstraßenämter (WSÄ) bzw. -direktionen (WSD-en), die dem Bundesverkehrsminister unmittelbar nachgeordnet sind, umgewandelt worden.<p/>
1974 Die WSD Duisburg bezieht das Rhenania-Gebäude in der Königstraße in Homberg.<p/>
1976 Im Rahmen einer Verwaltungsreform im Bereich der WSV wird die Anzahl der WSD-en von 12 auf 6 verringert. Die WSD Duisburg und die WSD Münster werden zusammengelegt und erhalten den neuen Namen WSD West im Sitz in Münster. Am Niederrhein wird das WSA Wesel aufgelöst und sein Bezirk dem WSA Duisburg-Rhein zugeschlagen. Das WSA übernimmt das Dienstgebäude der WSD Homberg.<p/>
1990 Nach Artikel 13 Abs. 2 des Einigungsvertrages vom 31.08.1990 unterstehen die Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen und die zugehörigen Behörden der ehemaligen DDR mit Wirkung vom 03.10.1990 dem Bundesminister für Verkehr.
(http://www.wsa-duisburg-rhein.wsv.de/wir_ueber_uns/historie/index.html).


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