5.2.3. Innenministerium



Behördengeschichte<p/>
1. Entstehung: 1946<p/>
2. Schließung: /<p/>
3. Zuständigkeiten: politische und administrative Leitung der inneren Landesangelegenheiten, soweit sie nicht Fachministerien übertragen sind; 1963 bearbeitet das Innenministerium: Verfassungsangelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung zusammen mit dem Ministerpräsidenten und dem Justizminister; Wahlen; allgemeine Angelegenheiten der Verwaltungsorganisation und des Verwaltungsverfahrens, behördliches Vorschlagswesen; allgemeines Ordnungsrecht, Melde-, Pass- und Ausweiswesen, Vereins-, Presse, Versammlungs-, Waffenwesen; Ausländerangelegenheiten; Sammlungs- und Lotteriewesen; Feiertagsschutz; Ordnungsangelegenheiten, die keinem anderen Minister zugewiesen sind; Staatsangehörigkeits- und Personenstandswesen, Staatssymbole, Kriegsgräberfürsorge, Grundsatzfragen der Enteignung, allgemeine Stiftungsangelegenheiten; Angelegenheiten der Gemeinden und Gemeindeverbände, insbesondere kommunales Verfassungsrecht, kommunales Wirtschafts- und Prüfungswesen, Kommunalfinanzen einschließlich kommunaler Finanzausgleich zusammen mit dem Finanzminister; Feuerschutz, Sparkassenwesen zusammen mit dem Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr; Recht des öffentlichen Dienstes mit Ausnahme des Besoldungs-, Versorgungs- und Tarifrechts, kommunales Dienstrecht; Polizei; Verfassungsschutz; Wiedergutmachung; Gesundheitswesen, insbesondere allgemeine und Sozialhygiene, Heilberufe (ausgenommen Tierärzte), Lebensmittelüberwachung (ausgenommen Lebensmittel tierischer Herkunft); Grundsatzfragen der zivilen Verteidigung, ziviler Bevölkerungsschutz; Staatsbürgerliches Bildungswesen.<p/>
4. Organisationsstruktur: seit Gründung fünf Abteilungen: I. Verfassung und Verwaltung; II. Beamten- und Personalangelegenheiten; III. Kommunalaufsicht; IV. Öffentliche Sicherheit (bzw. schon bald Polizei); V. Sonderaufgaben (Wehrmachtguterfassung, Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts, Kriegsgefangenenrückkehr); organisatorischer Aufbau war Schwankungen unterworfen, verhältnismäßig beständig waren Abt. I-III; 1949 wurde die Abteilung III D des Sozialministeriums (d.h. die Betreuung der politisch, rassisch und religiös Verfolgten - ursprünglich ”Fürsorge für die Opfer des Faschismus" -) in die Abteilung V des Innenministeriums eingegliedert (zeitweilige Bezeichnung ”Landesamt für Wiedergutmachung" - Abteilung V/1 -); seit 1951: Personalausgleichsstelle beim Innenministerium; 1952 Sonderbeauftragter für den zivilen Luftschutz, der unmittelbar dem Innenminister unterstand; 1950 ”Landesamt für Verfassungsschutz", seit 1954 mit diesem Namen, bildete aber eine Abteilung des Ministeriums; Abteilungen seit 2005: I (Verfassung, EU-Recht, Wahlen, Staatshoheitsrecht, Datenschutz, Ausländerangelegenheiten), II (Personal, Öffentliches Dienstrecht), III (Kommunale Angelegenheiten, Vermessung), IV (Polizei), V (Organisation, Verwaltungsmodernisierung, IT, Haushalt), VI (Verfassungsschutz), VII (Gefahrenabwehr), VIII (Sport, Sportstätten), zusätzlich Steuerungsgruppe Verwaltungsstrukturreform/ Binnenmodernisierung; unverändert im September 2006.<p/>
5. Amtssitz: bis 1953 das sog. Haus der Landesregierung (Mannesmannufer 1b), Teile der Behörde in der Benzenbergstr. 2 (Abt. II), in der Harkortstraße 2-4 (Abt. III) und im Gebäude der Bezirksregierung in der Cecilienallee untergebracht; 1953 Elisabethstraße 5-11, nach wie vor einzelne Abteilungen anderweitig untergebracht; erst seit 1980 war das Ministerium geschlossen untergebracht (Haroldstraße 5).<p/>
6. Minister: Dr. Walter Menzel (29.08.1946-27.07.1950), Karl Arnold (01.08.1950-14.09.1950, in Personalunion mit dem Amt des Ministerpräsidenten), Dr. Adolf Flecken (15.09.1950-25.05.1952), Dr. Franz Meyers (25.05.1952-28.02.1956), Hubert Biernat (28.02.1956-24.07.1958), Josef Hermann Dufhues (24.07.1958-23.07.1962), Willi Weyer (26.07.1962-27.05.1975), Dr. Burkhard Hirsch (19.11.1975-28.05.1980), Dr. Herbert Schnoor (04.06.1980-17.07.1995), Franz-Josef Kniola (17.07.1995-04.06.1998), Dr. Fritz Behrens (Juni 1998-Juni 2005), Dr. Ingo Wolf (seit Juni 2005).
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