5.2.16. Ministerium für Bundesangelegenheiten



Behördengeschichte<p/>
1. Entstehung: 1953, Vorgängerbehörden: Bevollmächtigter des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, ab 1948 Landesminister als Bevollmächtigter, nach der Bildung der Bundesrepublik: Landesvertretung Nordrhein-Westfalens beim Vereinigten Wirtschaftsgebiet aufgelöst und in die Vertretung des Landes beim Bund umgewandelt.<p/>
2. Schließung: 1995, Nachfolgebehörden: Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten<p/>
3. Zuständigkeiten: zum einen der verlängerte Arm der Landesregierung gegenüber der Bundesregierung; zum anderen war die erforderliche Hilfsstelle, um die Mitwirkung des Landes bei der Gesetzgebung des Bundes wirksam zu vertreten<p/>
4. Organisationsstruktur: von 1973 bis zur Bildung der Landesregierung 1975 war der Minister für Bundesangelegenheiten zugleich Chef der Staatskanzlei; es gab einen Staatssekretär. Mit dem Haushalt 1979 beschloss der Landtag für das Ministerium für Bundesangelegenheiten einen gesonderten Einzelplan. Seit 1985 zur Vertretung des Ministers wieder ein Staatssekretär. Stand 1978: Minister, darunter sein Vertreter, darunter 7 Referate und zusätzlich Verwaltung und Registratur, Referat 1: Finanz- und Haushaltsangelegenheiten, Steuern, Besoldungs-, Versorgungs- und Tarifangelegenheiten, Referat 2: Wirtschaft, Wirtsch. Zusammenarbeit, Europ. Angelegenheiten, Verkehr, Post- und Fernmeldewesen, Referat 3: Kultus, Wissenschaft, Forschung und Technologie, ständige Vertragskommission, Referat 4: Inneres, Wiedergutmachung, Vorbereitung für Vermittlungsausschuss, Berichterstattung für und über Plenarsitzungen, Referat 5: Ernährung, Forsten, Land- und Wasserwirtschaft, Umweltschutz, Raumordnung, Landesplanung- und -entwicklung, Wohnungs- und Städtebau, Geschäftsführer der Argebau, Referat 6: Justiz, Auswärtige Angelegenheiten, innerdeutsche Beziehungen, Verteidigung, Referat 7: Arbeit und Soziales, Familie und Jugend, Gesundheitswesen, Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, Umweltschutz, Reinhaltung der Luft und Lärmbekämpfung; Stand 1984: Minister für Bundesangelegenheiten, darunter Leitender Beamter und Vertreter des Bevollmächtigten des Landes beim Bund, darunter 8 Referate, zusätzlich Referat K: Vertreter der leitenden Beamten, Referatskoordination, Vermittlungsausschuss, Plenarsitzungen des Bundesrates, Auswärtiges, Verteidigung, innerdeutsche Beziehungen, Justiz, Justitiariat, Referat V: Organisationsreferent, Personalangelegenheiten, Innerer Dienst, Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen, Beauftragter für den Haushalt; Stand 1995: Ministerium untersteht dem Ministerpräsidenten, wird geführt von der Bevollmächtigten des Landes beim Bund (Staatssekretärin), 10 Referate, zusätzlich Büro Berlin und Referat V (Organisations-, Personal- und Haushaltsangelegenheiten, Innerer Dienst für den Haushalt, Kommunikationstechnologien, Bauangelegenheiten).<p/>
5. Amtssitz: Bonn<p/>
6. Minister: Carl Spiecker (05.04.1948-16.11.1953), Karl Arnold (27.01.1954-27.07.1954), Artur Sträter (27.07.1954-20.02.1956), Karl Siemsen (20.02.1956-25.07.1958), Dr. Franz Meyers (25.07.1958-12.10.1959, in Personalunion mit dem Amt des Ministerpräsidenten), Johannes Ernst (12.10.1959-06.08.1960), Artur Sträter (06.08.1960-23.07.1962), Gerd Lemmer (23.07.1962-08.12.1966), Dr. Fritz Kaßmann (08.12.1966-01.11.1968), Dr. Diether Posser (01.11.1968-13.09.1972), Prof. Dr. Friedrich Halstenberg (13.09.1972-27.05.1975), Inge Donnepp (04.06.1975-09.02.1978), Dr. Christoph Zöpel (09.02.1978-28.05.1980), Johannes Rau (04.06.1980-17.08.1980, in Personalunion mit dem Amt des Ministerpräsidenten), Dr. Dieter Haak (18.08.1980-Dezember 1983), Günther Einert (14.12.1983-13.06.1990), Johannes Rau (1990-1995, in Personalunion mit dem Amt des Ministerpräsidenten).<p/>
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