1.3.1.8. Heinsberg



Die Besitzungen des Johann von Loen, gen. ”der alte Herr von Heinsberg" (+1439), waren endgültig 1444 zwischen seinen Enkeln so aufgeteilt worden, daß Johann, Sohn des ältesten Sohnes, Johann (+1443), ”die slosse, stede lande ind lude" Heinsberg, Löwenberg, Dalenbroek und Geilenkirchen, sein Vetter Gerart, Graf Zu Blankenheim, das Heinsbergische Viertel am Lande Jülich und ein Achtel am Lande Löwenberg erhielt (Kremer 1, Nr. 47). Der Anteil der Linie Blankenheim an Jülich ist 1469 an Jülich-Berg gekommen (Lacomblet 4, Nr. 346).

<p/>Herzog Wilhelm von Jülich-Berg, der 1472 durch seine Heirat mit Elisabeth, der ältesten Tochter des Grafen Johann von Nassau-Saarbrücken und der Johanna von Loen, die Herrschaft Heinsberg erhalten hatte (Jülich-Berg, Urkunden Nr. 1209), kaufte 1488 nach dem kinderlosen Tode seiner Frau die Herrschaften Heinsberg, Löwenberg, Diest und Siechem von ihrer Schwester Johanna und deren Gatten, dem Pfalzgrafen Johann von Simmern (ebd. Urk. Nr. 1472 ff.). Seitdem bilden die Länder Heinsberg und Löwenberg Ämter der Herzogtümer Jülich und Berg.

<p/>Über die ”brieffe", die Jungherzog Wilhelm bei seinem Einritt in Heinsberg 1472 auf dem Schloß vorfand, liegt ein Verzeichnis vor (Heinsberg, A 1). Um die Akten, die in Saarbrücken lagen, hat der Herzog sich noch 1500 bemüht (ebd.), anscheinend ohne Erfolg. Sie sind 1874/ 77 vom StA Idstein abgegeben worden (vgl. Hs. 12).
<p/>Bei der Neuordnung des Jülich-Bergischen Urkundenarchivs 1909-12 hat man die Heinsberger Urkunden, d. h. die, die man 1472 erworben hatte, wie die Urkunden der Linie Loen-Blankenheim, die nach dem Tode des Grafen Wilhelm von Blankenheim 1468 mit dem Heinsbergischen Anteil am Herzogtum Jülich angefallen waren, ausgesondert und 1929 mit der Idsteiner Abgabe zu einem Bestand vereinigt.

<p/>Die Urkunden der Herren von Diest (1213-96) 1301-1446, die mit den Heinsberger Urkunden aus Idstein abgegeben worden waren, sind 1941 an Belgien weiteygegeben worden. Die Urkunden des Grafen Johann von Nassau-Saarbrücken betr. Diest befinden sich noch im Bestand.
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