1.3.1.9. Helpenstein



Zwischen Hülchrath und Neuss gelegene Herrschaft. <p/>
Der Kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden zog vor 1378 die Herrschaften Helpenstein, und Grimlinghausen ein ”van der brache ind missdait wegen, dat die wilne Friderich (van Helpenstein) synen broider Philips doit sloic ind ermordde" (Lacomblet, 3, Nr. 819, S. 719 Anm. 1) und zwang sowohl Gumprecht von Alpen, Vogt zu Köln, und seine Söhne, der 1369 den Anteil des Arnold Herrn von Blankenheim erworben hatte (ebd. 3, Nr. 694), zum Verzicht und ebenso 1387 den Schwager der beiden letzten Helpensteiner, Johan, Herrn zu Linnep (vgl. Fr. K. van Lennep, Verzameling van oorkonden betrekking hebbende op het geslacht van Lennep 2, 1927, Nr. 9049), der die Gerichtshoheit gehabt hatte, während der Herr von Blankenheim nur schweigender Beisitzer war (Kundschaft der Scheffen zu Grimlinghausen, 20. Febr. 1380, Kurköln, Lehen, Generalia 8, Bl. 329 b ff., Nr. 449). <p/>
Erzbischof Dietrich von Moers hat vor 1417 an Johan, Herrn zu Linnep und zu Helpenstein, Propst an St. Gereon, die Herrschaft zurückgegeben, während die Blankenheimer Ansprüche zusammen mit dem Dorf Hoisten 1415 an den Herzog von Jülich verkauft wurden (vgl. Jülich, Urkunden Nr.648). Durch die Heirat der Eva von Linnep mit dem Grafen Friedrich von Neumahr (+1505) kam Helpenstein als kurkölnisches Lehen wieder in die Hand der Erbvögte von Köln und durch diese in den Besitz der Grafen von Bentheim-Tecklenburg (vgl. Kurköln, Lehen, Spezialia 99 ; Oranien-Moers 60).
Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken