1.3.1.12. Hueth



Die preußische Archivverwaltung erwarb 1872 von dem Freiherrn v. Wittenhorst-Sonsfeld das sogenannte Alte Archiv und die Nachlässe des Etatsministers Fr. W. v. Borcke und seines Sohnes Adrian Heinrich. Durch Verfügung der Archivdirektion vom 5. Juni 1873 mußten diese umfangreichen und wertvollen Nachlässe sowie Teile der Nachlässe des Amtskammerpräsidenten K. v. d. Recke und des Generalfeldmarschalls v. Wylich-Lottum an das Geheime Staatsarchiv Berlin abgegeben werden. 1889 wurden die Amtsakten des Etatsministers auf die Staatsarchive Düsseldorf, Münster und Marburg aufgeteilt, auch die Deckeschen und Wylichschen Akten an das Staatsarchiv Düsseldorf zurückgegeben. Die Borckeschen Nachlässe blieben in Berlin (Rep. 92; vgl. Mitteildungen der Preußischen Archivverwaltung 24 (1934) S. 102f.). Sie sind heute im Deutschen Zentralarchiv Merseburg bis auf einen 1963 erworbenen Rest, der im Geheimen Staatsarchiv Berlin liegt (Übersicht über die Bestände des GStA Berlin 2, 1967, S. 57). Als 1935 und 1958 der Restbestand angekauft wurde, mußte die Aufteilung von 1889 zugrundegelegt werden. <p/>Dementsprechend sind die zu den Nachlässen den beider Borckes gehörigen Stücke und die Akten über die ostelbischen Besitzungen nach Berlin, die Amtsakten des Etatsministers z.T. an die Staatsarchive Münster und Marburg abgegeben worden. In Düsseldorf blieb der umfangreiche Nachlaß des Grafen Friedrich Heinrich v. Borcke, der vorwiegend in großherzoglich-bergischen Diensten tätig gewesen war.
<p/>Die Amtsakten der Gadert, Christoph und Otto von Wylich als Amtmänner von Genpep (1[4]47-1542) sind zu HStAD, Kleve-Mark XI d Amt Genpep, die Amtsakten des Otto v. Wylich und seiner Nachfolger im Drostamt Hetter-Inselburg (1542-1678) zu HStAD, Kleve-Mark XI d Amt Hetter 1-12, die Amtsakten des Joh. Sig. v. Wylich für das Amt Liemers sind zu HStAD, Kleve-Mark XI d Amt Liemers genommen worden (vgl. F.W. Odiger (Bearb.), Beständeübersicht, Bd. 1, Siegburg 1957, S. 231f.). Die Amtsakten des Kammerpräsidenten Konrad von der Recke (+1713) befinden sich im Bestände HStAD, Kleve-Mark X (ebd., Bd. 1, S. 228); die Akten des Amtskammerpräsidenten Fr. W. v. Borcke sind im Bestand HStAD, Kleve, Kammer (Bd. 1, S. 251f.). Die Jugendbriefe Friedrichs II. (seine Briefe und Briefe seiner erlauchten Brüder Prinzen August Wilhelm und Heinrich v. Preußen aus der Zeit von 1727-1760 an die Gebrüder Friedrich Wilhelm und Friedrich Ludwig Felix von Borcke (Privatdruck) Potsdam, Krämersche Buchdruckerei, 1881), die 1873 vom Verkauf ausgeschlossen waren, befinden sich nach Mitteilung des Frhr. v. Wittenhorst-Sonsfeld im Besitz des verstorbenen Staatssekretärs Grauert, Gestüt Midlinghoven bei Düsseldorf, einer im Besitz des Herrn Stromberg, Haus Elderlingen bei Altena in Westfalen.
<p/>Eine Anzahl Einzelstücke, die 1935 nicht erfaßt worden waren, sind 1963 angekauft worden; einige weitere, die mit Akten der Deichschau Oberhetter zusammengebunden waren, sind 1935/ 36 aus dem Nachlaß Bröring-Bocholt angekauft worden.
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