1.1.3.1. Urkunden



Aufbewahrungsstätte war seit dem 15. Jh. der Spiegelturm der Schwanenburg in Kleve. Das Urkundenarchiv (archivum primum) ist aber im 17. Jh. - 1620 bis nach 1705 - an verschiedenen Orten des Landes bzw. in niederländischen Städten, während des Siebenjährigen Krieges 1756-1763 bei dem preußischen Residenten im Haag. sichergestellt gewesen Die Register befanden sich 1621 in der Registratur, die 1695 als archivum secundum bezeichnet und 1698 in Wesel aufbewahrt wird. Verluste der Registratur: 1628, Fund einer Kiste mit alten Registern bei Duisburg, 1681 Auslieferung der ravensteinschen und Kaiserswerther Archivalien an Pfalz-Neuburg, 1685 Abgabe von Akten betreffend den Erbfolgestreit an das Berliner Archiv, 1721 Abgabe der Moersischen Kammerakten (Lagerbücher usw.) an die Moersische Regierung, wo auf Anordnung des Königs 1756 die ”Akten von geringer Erheblichkeit wie Dispensationen, Conduitenlisten und Reisepermissionen“ zu Patronenpapier verarbeitet wurden; 1767 Auslieferung der bei dem archivo regiminis vorgefundenen älteren Domanialakten an die beiden Kammern Kleve und Hamm (Gewinnbücher von 1393, 1449, 1516/1571, Verpachtungs- und Gewinnbuch von 1431, Register zu den Zinsgütern der Rentei Holten 1553, Meßbücher der Tafelgüter zu Unna, Hörde, Kamen). Die Stücke sind heute nicht mehr nachweisbar. <p/>
1768 waren die geistlichen und Lehenssachen verzeichnet, die übrigen Sachen nicht. 1791 bemühte sich die Regierung erfolglos um eine Beihilfe der Landstände um die ”höchst notwendige Ordnung“ des Landesarchivs. Das Archiv zerfiel in zwei Hauptgruppen ”Ecclesiastica“ und ”Politica“, die nach Sach- und Ortsbetreffen aufgegliedert waren. Verwahrer waren die secretarii bzw. im 18. Jh. einer der Geheimen Sekretäre. <p/>
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