1.3.1.16. Herzogtum Limburg



(= Land Herzogenrath und Herrschaft Hürth).<p/>
Von dem mit dem Herzogtum Brabant verbundenen Herzogtum Limburg waren 1814 die Hochbank (Gericht) Walborn und Teile der Bänke Baelen und Montzen an Preußen gekommen und zum Kr. Eupen zusammengeschlossen worden, von den Ländern Overmaas ein Teil des Landes Herzogenrath mit Afden, Alsdorf, Herzogenrath, Merkstein, Rimburg, Kurdorf, Uebach und Weiz (Kr. Aachen Land und Jülich) und die Valkenburgische Lehnsrherrlichkeit Hürth (Kr. Köln Land). Durch den Versailler Vertrag von 1919 kam der Kr. Eupen an Belgien. Die Appellation der Untergerichte des Landes Herzogenrath ging an das Hoofdgerecht (Haute Cour) zu Herzogenrath, das aber zur Urteilsfällung zwei Schöffen des Hoofdgerechts Limburg hinzuziehen mußte, das auch eine konkurrierende Gerichtsbarkeit ausübte. Oberinstanz war der Rat von Brabant in Brüssel, seit 1789 der Conseil souverain du Limbourg, von dem keine Appellation, nur die ”grote revisie" an den Rat in Mecheln möglich war. Doch bestritt der Rat von Brabant die Zuständigkeit des Rates von Limburg (Daris 422 ff.; über die kurzlebigen Obergerichte, de Raidcamer van Tricht (1473-77) und Het Souverain Tribunaal der Provincie Limburg (1703-17) vgl. die unten gen. Arbeiten von Gorissen und Janssen de Limpens). Von den limburgischen Akten und Gerichtsprotokollen, die seit 1873/ 85 meist aus Abgaben des Landgerichts Aachen ins Staatsarchiv gekommen waren, wurden 1941 die Stücke, die aus der niederländischen Provinz Limburg stammten, an das Rijkschief Maastricht abgegeben (Verslagen 1941, S. 101 ff.).
<p/>Die Materialien aus dem Kr. Eupen und das 1942 hinterlegte Archiv der Gerichtsbank Valhorn kamen 1947 an das Staatsarchiv Lüttich (Im Depositum des Düsseldorfer Geschichtsvereins, Nr. 15: Protokolle der Bank bzw. des Vogtgedinges Walhorn (?), 1603-71.
Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken