1.3.2.7. Schleiden



Kr. Schleiden. Grafschaft<p/>”Sie liegt in der Eifel, und ist von den Herzogtümern Jülich und Luxemburg, und einigen kleinen Herrschaften umgeben. Ihre ehemaligen Grafen starben im fünfzehnten Jahrhundert aus, woran sie mit einer gräflich-schleidischen Tochter an Grafen Dietrich von Manderscheid kam, den Kaiser Karl V. 1546 anhielt, diese Grafschaft, welche sonst ein Reichlehen gewesen, von den Herzogthum Luxemburg zu Lehn zu nehmen . . . Als des vorhin gedachten Grafen zu Manderscheidt Linie erlosch, kam die Grafschaft 1593 mit des letzten Grafen Schwester an Graf Philipp von der Mark, welches Haus sie noch besitzt, und wegen derselben auf den westphälischen Kreistagen Sitz und Stimme hat (wozu es 1713 von neuem auf genommen worden, auch ein Mitglied des westphälischen Reichsgrafen-Collegiums ist ... Luxemburg hat im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert zu unterschiedlichen malen die Landeshoheit über Schleiden ausgeübet, und die Grafen von der Mark haben dagegen den Schutz des Reichs vergeblich angefleht. Anjetzt muß die Grafschaft wirklich die luxemburgische Landeshoheit erkennen. Mit der einzigen Tochter des Grafen von der Mark hat derselben Gemahl, der Herzog von Arenmberg, das Erbrecht zu der Grafschaft bekommen. Zu derselben gehören Schleiden, ein Flecken, einige kleine Dörfer, an welchen die benachbarte jülichsche Herrschaft Drimborn Anteil hat, und einige einzelne Höfe" (Büsching, Erdbeschreibung 67, 1790, S. 493 f.).
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