Universität



Signatur : Best. 150


Inhalt :
Vor dem 28. April 1798, dem Datum der Aufhebung der Universität, war sie - und in Maßen auch ihre Fakultäten - ebenso wie die drei Gymnasien und die Stiftungen eigenständige Registraturbildner, Schriftgutverwalter und Vermögensträger. Die französische Gesetzgebung hat sie alle zum Zwecke einer einheitlichen Unterrichtsorganisation zusammengeführt und zunächst durch die Professoren selbst, seit September 1800 durch eine eigene Commission administrative verwalten lassen. Auch das Jesuitenvermögen wurde ihr unterstellt (siehe Bestand 223). Aus dieser Commission entwickelte sich der Gymnasial- und Stiftungsfonds, der im ausgehenden 19. Jahrhundert über fast das gesamte Schriftgut der alten Universität, der Gymnasien, der Jesuiten und der Studienstiftungen verfügte. Das wenige, was sich damals als unmittelbarer städtischer Besitz im Archiv befand, ist verzeichnet in den Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln 7 (1885) S. 105-107. 1900 gab der Gymnasial- und Stiftungsfonds seine älteren Archivalien an das Stadtarchiv ab. Daraus wurden nur die zwei Bestände Universität und Jesuiten gebildet, vermutlich weil eine genauere Provenienzscheidung nur mit großem Zeitaufwand zu erreichen gewesen wäre. Das 1911 in Mitteilungen 33 erschienene Verzeichnis wurde aber bald überholt durch ein neues Verzeichnis, das Keussen seiner 1934 erschienenen Universitätsgeschichte auf S. 585-623 anfügte. Hier waren die ursprünglich 201 Einheiten für das Schrifttum der Universität nun auf 553 gewachsen, teils durch eingehendere Verzeichnung und Aufteilung größerer Bände, teils durch Zuführung städtischen Schriftgutes mit Universitätsbetreffen. Die Archivalien der Gymnasien hatte Keussen seiner Neuordnung nicht unterzogen. Sie mussten aber in ihrer Nummerierung der neuen angeglichen werden, was ohne wesentliche Änderungen und mit nur geringen Zusätzen geschah und 1938 in der Universitäts-Festschrift veröffentlicht wurde. Leider ist dieses, das zur Zeit gültige Verzeichnis, durch viele Flüchtigkeitsfehler entstellt.

Die Urkunden sind chronologisch gereiht und umfassen sowohl die der Universität wie die der Jesuiten (Bestand 223). Die Provenienz ist kenntlich gemacht durch beigefügtes U oder J, konnte aber nicht in jedem Fall ermittelt werden, so daß es bei dem einen Urkundenbestand für zwei Aktenbestände blieb. Akten und Amtsbücher sind nach Provenienz und Betreff in die Gruppen Allgemeines, (vier) Fakultäten und (drei) Gymnasien geordnet. Der Nachlass Broelman ist aufgeteilt (vgl. Mitt. 47 S. 140f.): A 76, 87, 137, 316-321, 496.

Provenienz : (Alte) Universität | 1388-1798
Rektor der Universität
Dekan der theologischen Fakultät
Dekan der juristischen Fakultät
Dekan der medizinischen Fakultät
Dekan der artistischen Fakultät
Gymnasium Montanum
Gymnasium Laurentianum
Gymnasium Tricoronatum
Stephan Broelmann | 1551 - 1622
Umfang : 47 m und 287 Urkunden

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