Berglar, Peter



Signatur : Best. 1614


Inhalt :
Der Nachlass des Arztes, Schriftstellers und Historikers Professor Peter Berglar (1919-1989) wurde dem Historischen Archiv der Stadt Köln von seiner Witwe Frau Vera Berglar im Januar 2000 als Schenkung angeboten (Acc.- Nr. 2828/2000). Der Nachlass erhielt die Best.- Nr. 1614 und wurde im Februar 2000 von Herrn Frank Engel im Rahmen eines Praktikums geordnet und verzeichnet. Er kann für wissenschaftliche Zwecke frei benutzt werden. Der Bestand umfaßt 6 Archivkartons.

Lebenslauf Peter Berglars

Am 08.02.1919 wurde Peter Berglar in Kassel als Sohn des Journalisten Paul Berglar-Schröer geboren. 1937 bestand er das Abitur am humanistischen Gymnasium in Darmstadt. 1939 begann er in Berlin, Medizin zu studieren. 1942 konvertierte er zur römisch-katholischen Kirche. 1944 wurde er in Frankfurt zum Dr. med. promoviert. Während des Zweiten Weltkrieges war er auch in Lazaretten an der Front tätig. Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft, in der er zu schreiben begann, war er drei Jahre Redakteur bei den von Walter Dirks und Eugen Kogon geleiteten “Frankfurter Heften”. Dann wandte er sich wieder dem Arztberuf zu und ließ sich schließlich als Internist in Köln nieder. Neben seiner medizinischen Tätigkeit veröffentlichte er Romane, Aufsätze und viele Pressebeiträge.1966 begann er mit dem Studium der Geschichte und Germanistik. Einer seiner Lehrer war Theodor Schieder. Schon 1969 wurde er mit einer Dissertation über Walther Rathenau zum Dr. phil. promoviert. Nach der Habilitation (1970) lehrte er als Professor an der Universität Köln Neuere Geschichte und trat mit zahlreichen Publikationen hervor. Er war verheiratet und hatte vier Kinder. Peter Berglar starb 1989 in Köln.

Werk

Berglars Werk (siehe Nr. 72 der Verzeichnung) umfaßt Lyrik, Romane, Essays und - besonders charakteristisch für ihn - historische Biographien. Auch zahlreiche Rezensionen und andere Beiträge in Zeitschriften und Zeitungen sind zu nennen. Die publizistische Tätigkeit des Katholiken und Konservativen Berglar war ebenso historischen Themen wie der Tagespolitik und den gesellschaftlichen Problemen der Bundesrepublik gewidmet. Eine wichtige Rolle spielte dabei sein Engagement in der katholischen Organisation “Opus Dei”. Berglar führte Korrespondenz mit den Historikern Carl Jacob Burckhardt und Golo Mann.

Auswahl- Bibliographie:

“Annette von Droste- Hülshoff”, 1967.

“Wilhelm von Humboldt”, 1970.

“Walther Rathenau”, 1970 (erweiterte Auflage 1987).

“Matthias Claudius”, 1972.

“Metternich”, 1973.

“Konrad Adenauer”, 1975.

“Die Stunde des Thomas Morus”, 1978.

“Fortschritt zum Ursprung”, 1978 (Essayband).

“Maria Theresia”, 1980.

“Opus Dei. Leben und Werk des Gründers Josemaría Escrivá”, 1983.

“Geschichte als Tradition - Geschichte als Fortschritt”, 1984.

“Petrus. Vom Fischer zum Stellvertreter”, 1991.

Verzeichnung

Die zum Bestand gehörigen Briefe von C. J. Burckhardt und Golo Mann bzw. von Berglar an die Adresse Manns wurden jeweils chronologisch geordnet. Die Manuskripte der Bücher und der kleinen Schriften Berglars liegen in gebundenen Büchern und Heften vor. Diejenigen Bände, die ausschließlich Buchmanuskripte enthielten, wurden zu einer eigenen Untergruppe in chronologischer Ordnung zusammengefaßt (Nr. 3-36). Die übrigen Bände umfassen vermischte Schriften, worunter sich allerdings auch Teilstücke von Buchmanuskripten befinden. In das Verzeichnis wurden entsprechende Querverweise aufgenommen. Auch diese Untergruppe “Vermischte Schriften” wurde chronologisch geordnet. Die Laufzeit der Bände beider Klassifikationsgruppen konnte allerdings oft nur annäherungsweise bestimmt werden. Die von Berglar vergebenen Titel der einzelnen Bände wurden - z. T. leicht gekürzt - in Anführungsstrichen in das Verzeichnis übernommen.

Berglars Bücher und Hefte enthalten an zahlreichen Stellen detaillierte autobibliographische Verzeichnisse, die die Übersicht über seine Veröffentlichungen für jeweils einen bestimmten Zeitraum aktualisieren.

Umfang : 1,00 m; 72 Akten
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