Gerster, Otto u. Andries, Carola



Signatur : Best. 1409


Inhalt :
Der vorliegende Nachlass wurde von Herrn Michael Gerster im April 1991 dem Historischen Archiv übergeben. Ein Teil der Unterlagen wurde dem Archiv zu Eigentum überlassen, während ein weiterer Teil nur als Leihgabe übernommen wurde. Letzterer Teil umfasst die Nrn. 28-30 und F 1-30. Der Nachlass ist für die allgemeine wissenschaftliche und publizistische Benutzung nur nach schriftlicher Genehmigung des Nachlassgebers zugänglich.

Die Unterlagen wurden von Frau Marika Hermanns, Aachen, im Rahmen eines Praktikums im Frühjahr 1991 durch Titelverzeichnung geordnet. Die vertiefte inhaltliche Erschließung, die Normalisierung und die Überarbeitung des Manuskripts wurden von mir durchgeführt.

Köln, den 16. Oktober 1991

Bearbeiter: Dr. Kleinertz

Herr Michael Gerster hat am 05.05.2003 drei Kohlezeichnungen übergeben, die unter Nr. 40 bis 42 aufgeführt sind (Inv. 2003/40).

Fey

Lebenslauf

1907 Juli 9 Geboren in Berlin als drittes Kind des kaufmännischen Angestellten August Otto Gerster.

1913-1922 Besuch des Königstädtischen Gymnasiums und Realgymnasiums in Berlin bis zur Mittleren Reife.

1922-1928 Kaufmännische und handwerkliche Lehrzeit und mehrjähriges Berufspraktikum im Textilfach (Berliner Modehäuser Hansen-Bang und Seeler & Cohn).

1928-1936 Studium an den "Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst" (Hochschule für Bildende Künste) in Berlin, bei den Professoren Ludwig Bartning, Ferdinand Spiegel, Kurt Wehlte und Peter Fischer.

1936 Ernennung zum Meisterschüler von Prof. Spiegel.

Seit 1930 freiberufliches Schaffen als Maler und Zeichner. Illustrationsaufträge für Buch-, Zeitschriften- und Zeitungsverlage.

1933 Dürer-Preis der Stadt Nürnberg.

Erste Wandmalerei-Aufträge, graphische und monumentale Gestaltung von Ausstellungen und Messen.

1934 Gerster heiratet seine Studienkollegin aus der Spiegel-Klasse, Modeste zur Nedden.

1939 Berufung an die Kölner Werkschulen.

1940 Leiter der Abteilung für Wandmalerei und figürliche Komposition an den Kölner Werkschulen, in der Nachfolge von Jan Thorn- Prikker.

1942-1946 Militärdienst und Kriegsgefangenschaft.

1947 Jan. 1 Wiederaufnahme des Lehramts an den Kölner Werkschulen.

1956 Gerster heiratet Carola Andries (1911 - 1989).

Gemeinsames künstlerisches Schaffen, zahlreiche gemeinsame Studienreisen.

1965 Professur in Köln.

1970 Vorsitz der Fachgruppe "Malerei - Freie Graphik".

1972-1974 Nach der Pensionierung Fortsetzung der Lehrtätigkeit im Amte eines Fachhochschullehrers a. D.

1982 Okt. 15 Otto H. Gerster stirbt in der Schweiz.

Ausstellungen

1941 "Kulturwerk Köln-Aachen", Kunstverein Köln

1941 "Kölner Künstler", Wallraf-Richartz-Museum Köln

1942 "Der Deutsche Westen", Kunstverein Köln

1947 "Kölner Künstler", Kunstverein Köln

1948 "Kölner Künstler", Kunstverein Bonn

1949 "Deutsche Malerei und Plastik der Gegenwart", Kunstverein im Staatenhaus der Messe Köln

1949-69 Teilnahme an den Ausstellungen der Arbeitsgemeinschaft Kölner Künstler im Kunstverein Köln

1950 Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Kölner Künstler, Kunsthalle Düsseldorf

1950 "Malerei, Plastik, Graphik", Berufsschule Köln-Porz

1951 "Malerei, Plastik, Graphik", Berufsschule Köln-Porz

1951 "Bildnisse und Selbstbildnisse", Kunstverein Köln

1955 "Kunstausstellung Weihnachten 1955 der Bildenden Künstler von Rheinland u. Westfalen", Kunstmuseum Ehrenhof, Düsseldorf

1959 Ausstellung Deutscher Künstlerbund, Museum Wiesbaden

1960 Ausstellung Deutscher Künstlerbund, Kunsthalle Baden-Baden

1961 "Kirchliche Kunst der Gegenwart", Wanderausstellung der Kölner Werkschulen, Palazzo delle Esposizioni Rom, Wallraf-Richartz-Museum Köln, 1962 Städtisches Museum Osnabrück

1961-62 "arte actual alemán", Wanderausstellung des Deutschen Künstlerbundes in Südamerika (Mexico City, Lima, Bogota, Buenos Aires u. a.)

1962 "arte actual alemán", Galerie Carlos Buchholz, Bogota

1963 "Kölner Künstler in Maastricht", Dominicanerkerk Maastricht

1964 Ausstellung Westdeutscher Künstlerbund, Karl-Ernst-Osthaus-Museum Hagen

1966 Ausstellung Westdeutscher Künstlerbund, Karl-Ernst-Osthaus-Museum Hagen

1966 Ausstellung Galerie Trapez, Krefeld

1978 Ausstellung Galerie "Der Kleine Bilderladen", Köln

1978 "Vor 30 Jahren. Deutsche Malerei und Plastik der Gegenwart 1949", Kunstverein Köln

1979 "Bonner Politiker Porträts", Kunstverein Kassel

1979 Ausstellung Galerie in C, Köln

1985 "Kunst und Kultur im Rheinland und Westfalen 1945-1952", Landesmuseum Bonn

1990 Werke aus dem Nachlaß (dreiteiliger Ausstellungszyklus), Galerie Bayenthalgürtel, Köln

1991 Retrospektive, Kölnisches Stadtmuseum

1995 Wandarbeiten 1948-1972, Universitäts- und Stadtbibliothek Köln

Wichtige Monumentalaufträge

1948 Fassade der Kammerspiele der Städt. Bühnen Köln: Dreifarben-Sgraffitos

1950 Hauptbahnhof Duisburg: Fresco Secco in der Halle

1951 Landeszentralbank Köln: Sgraffiti im Innenhof

1951 Postamt Bonner Straße Köln: Sgraffito in der Schalterhalle

1953 Universität Köln: Mosaiksäulen im Mensagebäude

1954 Pfarrkirche St. Elisabeth in Castrop-Rauxel: Heilige Elisabeth, geschnittenes Putzmosaik

1954 Landgerichtsgebäude Bonn: Chronogramm in der Eingangshalle

1955 Pfarrkirche St. Josef in Köln-Ehrenfeld: Marmormosaik "Josefs Traum" an der Turmfassade und Kaseinmalerei auf dem Deckengebälk

1955 Postamt Bad Godesberg: Sgraffito an der Außenfassade

1956 Allianzversicherung Köln: Glasmosaik-Brunnen

1957 Städt. Berufsschule Mauritiuswall in Köln: Mosaikgestaltung der Fassaden mit Industrieplatten (Maclit und Keramik)

1957 Rhein-Gymnasium Köln-Mülheim: Großes Marmormosaik

1957 Landhaus Friedrich Grohe in Hemer/Westf.: Glasmosaik

1958 Orthopädische Klinik Köln: Putzmosaik (Glas)

1959 Pfarrkirche St. Barbara in Castrop- Rauxel: Heilige Barbara, Marmor-Putz-Mosaik

1959 Volksschule am Bilderstöckchen in Köln: Glasmosaik auf schwarzem und weißem Putz

1960 Gymnasium in Dormagen: Sgraffito "Sport und frohes Spiel"

1961 Pfarrkirche St. Bonifatius in Düsseldorf: Marmormosaik-Boden für das Taufbecken (Ludwig Gies)

1961 Haus Dr. Franz Meyers in Vico Morcote/Tessin: Sonnenuhr (Sgraffito) und Fresco Secco "Pan"

1962 Deutscher Akademischer Austauschdienst in Bad Godesberg: Marmormosaik in der Eingangshalle

1963 Kapelle der Evang. Studentengemeinde der Universität Köln: 15 Farbfenster in Dickglas (Ostseite: Das kirchl. Jahr; Westseite: Genesis)

1964 Sparkasse Olpe, Schalterhalle: Wandmosaik

Sperrvermerk : Gesperrt bis: 2050
Umfang : 5 Kartons

>> zum Findbuch Best. 1409 Gerster, Otto, u. Andries, Carola
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