Kisch, Bruno



Signatur : Best. 1144


Inhalt :
Kisch, Bruno, 1890-1966, Kardiologe, Prof. Dr. med., Professor an der Universität Köln.

Enthält u.a.:

Studium, beruflicher Werdegang, Militärarzt im Ersten Weltkrieg, Lehrtätigkeit an den Universitäten Frankfurt/Main und Köln, Berufsverbot, Emigration;

Angelegenheiten der Universität Köln, Unterlagen zu Forschung und Forschungsförderung, u. a. Rockefeller-Foundation, William-Kerckhoff-Stiftung, Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft;

Teilnahme an Kongressen, Veröffentlichungen;

Synagogengemeinde Köln und ihrer Schul- und Bildungseinrichtungen, jüdische Erwachsenenbildung, Fortbildung jüdischer Ärzte, Konservatio - jüdischer Verein;

Verein Schlaraffia Colonia Agrippina, Kölner Kunst- und Museumsvereine, ärztliche und jüdische Vereine

1) Übernahme und Benutzung:

Eine erste Ablieferung (Nr. 7) übergab Prof. Kisch im Mai 1960 dem Historischen Archiv der Stadt Köln. Im September und Dezember 1968 vermittelte das Kulturdezernat Abgaben von Frau Ruth Kisch-Arndt. Eine Liste von Stücken aus dem Nachlaß Kisch, die in fremden Besitz gelangt sind, enthält Nr. 33 (Köln, Januar 1969). Bei der Zitation ist auf die Form "HAStK, Best. 1630, Nr. (...) zu achten. Ein Teilnachlaß von Bruno Kisch ist bei den Central Archives for the History of the Jewish People (http://cahjp.huji.ac.il/ bzw. http://cahjp.huji.ac.il/webfm_send/720) zu finden.

4) Ordnung und Verzeichnung:

Bei den Archivalien handelt es sich vorwiegend um Akten, die sowohl die medizinische und öffentliche Tätigkeit in Köln, als auch sein Engagement in kulturellen und vor allem in jüdischen Angelegenheiten wiederspiegeln.

3) Biografie:

Dr. Bruno Zacharias Kisch wurde am 28. August 1890 in eine traditionsreiche Prager Akademiker- und Offiziersfamilie hineingeboren. Er studierte Medizin an der Prager Universität und arbeitete ab 1913 in der städtischen Kranken-Anstalt Lindenburg in Köln. Im Ersten Weltkrieg diente er in der österreichisch-ungarischen Armee. Nach dem Krieg arbeitete er seit 1925 als Direktor der Physiologie und physiologischen Chemie an der Universität Köln. 1927 gründete er die Deutsche Gesellschaft für Herz- und Kreislaufforschung als auch die "Zeitschrift für Kreislaufforschung". 1927 wurde er von den Nationalsozialisten abgesetzt und emigrierte 1938 in die USA. Dort arbeitete er als Kardiologe und bekam ein Forschungsstipendium an der Yeshiva University in New York City. An der Yale University war er u.a. an der Entwicklung des ersten Elektronenmikroskops beteiligt. 1952 kam er wieder zurück nach Deutschland, wo er am 12. August 1966 in Bad Nauheim starb.

4) Abkürzungen:

Dr.= Doktor

Fa. = Firma

Geh.-R. = Geheimer Rat

Priv.-Doz. = Privat-Dozent

Prof. = Professor

u.a.= unter anderem

WHW= Winterhilfswerk

Umfang : 4 Kartons
Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken