Kölnischer Kunstverein



Signatur : Best. 1386


Inhalt :
Einleitung

1. Geschichte des Vereins

1.1. Gründung und Rechtsgrundlagen

Im Jahre 1838 wenden sich Mitglieder des 1833 in Köln gegründeten "Vereins bildender Künstler", u.a. Ernst Weyden, Simon Meister, Franz Lenhard, an wohlhabende Kölner Bürger mit der Absicht, diese zu der Gründung eines Kölnischen Kunstvereine zu bewegen. Ihr Ziel ist die Durchführung einer großangelegten Verkaufsausstellung in den Räumen des Kölner Gürzenich, zu der sie bereits erste Vorbereitungen getroffen haben. In kurzer Zeit können für diesen Plan zahlreiche Mitglieder der finanzstarken Kölner Familien und der Stadtverwaltung zur Bildung eines Gründungsausschusses gewonnen werden, darunter Joseph de Noel, Eberhard von Groote, Heinrich von Wittgenstein, Jean Marie Farina, Franz Zanoli; gemeinsam mit den Mitgliedern des Künstlervereines wird noch im selben Jahr ein Vereins-Statut entworfen, das am 2.Februar 1839 vom Gründungsausschuß angenommen wird. Am 17. März wird es zusammen mit den Unterlagen zu der geplanten und bereits in die Wege geleiteten Ausstellung dem Regierungspräsidenten als Antrag zur Genehmigung eines Kölnischen Kunstvereines vorgelegt; vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz wird das Statut am 4. April genehmigt. Nachdem schon zwei Tage vorher von der einberufenen Generalversammlung die Mitglieder des Gründungsausschusses fast sämtlich als Ausschußmitglieder bestimmt worden waren, konnten nunmehr auch der erste Präsident -Eberhard von Groote- , Sekretär, Kassenführer -Jean Marie Farina- und die für die Organisation von Ausstellungen zuständigen Mitglieder der "technischen Kommission" gewählt werden. Am 31. Mai 1839 wird in den Räumen des Kölner Gürzenich die erste Ausstellung eröffnet.

König Wilhelm von Preußen verlieh dem KKV 1888 den Status einer juristischen Person.

Im Jahre 1945 waren dem Kölnischen Kunstverein jegliche Vereinstätigkeiten verwehrt; im Frühjahr 1946 findet die Wiedergründungsversammlung statt, das alte Statut wird von Toni Feldenkirchen und Josef Haubrich aktualisiert und kurz darauf vom Regierungspräsidenten genehmigt. Am 9. Juli 1946 gestattet die britische Militärrregierung dem Verein die Wiederaufnahme seiner Tätigkeiten.

1.2. Zweck und Tätigkeit

Zweck des Vereins ist gem. Art. 1 der Satzung die "Förderung der bildenden Kunst und die Belebung und Verbreitung des Kunstsinns auf jede ihm zu Gebote stehende Weise".

Seit Anfang an wurden darunter in erster Linie -wie schon die eigentlichen Initiative zur Vereinsgründung vermuten läßt- regelmäßige Veranstaltung von Ausstellungen verstanden; seit der ersten Satzungsänderung 1875 sollte es sich bei den Exponaten um "moderne" Kunst handeln.

Wichtigste Ausstellung war im 19. Jahrhundert die jährlich stattfindende Verkaufsaustellung; 1853 tritt eine "permanente Kunstausstellung" mit ebenfalls verkäuflichen Objekten hinzu. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts werden vermehrt Kollektiv- und Einzelausstellungen mit nichtverkäuflichen Kunstwerken veranstaltet. Bis heute führt der Verein regelmäßige Ausstellungen durch; daneben werden seit dem 2. Weltkrieg Exkursionen und Vorträge angeboten.

Bereits seit 1875 tritt der KKV mehr und mehr als Kunstvermittler auf, indem er Handel mit Gemälden und Graphiken kommerziell betreibt. Bis in die 1960er Jahre hinein sind noch viele der Veranstaltungen des KKV Verkaufsausstellungen. Dies ändert sich nach dem Wechsel der Geschäftsführung 1973, als sich der Verein vermehrt der reinen Übermittlung der -neuen- Kunstmedien widmet und stärker von der finanziellen Unterstützung städtischer und privater Geldgeber abhängig wird.

(Chronologie der Ausstellungstätigkeit von 1947-1972 in: Feldenkirchen: Über den KKV und anderes, Köln 1978; von 1973-1989 in: Kölnischer Kunstverein. Einhundertfünfzig Jahre Kunstvermittlung, Köln 1989, Band "U": von E bis U.)

Als weitere Aufgabe war ursprünglich der Ankauf von Kunstwerken zwecks Verlosung an die Mitglieder festgeschrieben, daneben verpflichtete sich der Verein zur Reproduktion eines dieser Werke als sog. "Nietengabe" an die bei der Verlosung leer ausgegangenen Mitglieder. Die neue Satzung nach dem 2. Weltkrieg sah keine Verlosungen mehr vor, sie wurden aber noch bis in die 60er Jahre hinein durchgeführt. Die Mitglieder sind stattdessen berechtigt, Jahresgaben zu erwerben. Die heutigen Jahresgaben des KKV sind meist signierte Orignaldruckgraphiken, die die Mitglieder durch Zuzahlung erwerben können.

(Verzeichnis der Jahresgaben des KKV 1839-1989 in: Kölnischer Kunstverein. Einhundertfünfzig Jahre Kunstvermittlung, Köln 1989, Band "N": Nietengabenkunst, S. 124 ff:)

1.3. Organisation des Vereins

Die Einnahmen des Vereins bestehen aus dem Jahresgabenverkauf, den im Kunsthandel erwirtschafteten Erlösen, den Jahresbeiträgen der Mitglieder sowie Spenden. Die heutigen "Stammkarten" der Mitglieder haben die ursprünglichen sog. "Aktien" (eine davon hier 1386/382) abgelöst. Darüberhinaus wird der KKV aus städtischen Mitteln bezuschußt.

Die Organe des Vereines sind die Generalversammlung, der Ausschuß und der Vorstand, der unter sich den Vorsitzenden zu wählen hat. Daneben obliegt dem Vorstand die Wahl eines für die Finanzen zuständigen Geschäftsführers.


Für die künstlerische Leitung des Vereines war zunächst die "technische Kommission", dann der Vorstand und Ausschuß zuständig; ab 1890 stehen die damaligen Direktoren des Wallraf-Richartz-Museums (Aldenhoven und Hagelstange) beratend zur Verfügung. Seit 1913 obliegt einem sog. geschäftsführenden Direktor, dem seit 1916 eine Sekretärin mit Prokura zur Seite steht, die künstlerische Leitung des KKV.

1.4. Standorte des Vereines

1839: Ausstellungen finden statt im Saal des Gürzenich,

Spanischer Bau am Rathausplatz.

1852: Ausstellungen in der ehemaligen Posthalterei in der

Glockengasse.

1861: Bezug der Räume im 1. Stock des Neuen Museum an der

Rechtsschule (späteres Wallraf- Richartz-Museum).

1892: Wegen baulicher Veränderungen im 1. Stock werden die

Ausstellungsräume und das Sekretariat in das separat

zugängliche Erdgeschoß verlagert.

1913: Umzug ins Schaebensche Haus, Domkloster 3, 1. Stock.

1919: Die Commerzbank bezieht die 1. Etage und verdrängt

den KKV in den 2. Stock.

1920: Die Commerzbank bezieht auch den 2. Stock, bietet dem

KKV aber eine Stiftung zum Bau eines neuen Hauses:

Bauanfang des Hauses am Friesenplatz;

Ausweichquartier für Ausstellungen ist die

"Domgalerie" am Wallrafplatz.

1922: Bezug der Ausstellunghalle am Friesenplatz.

1943, 29/30. Juli : Ausbombung des Gebäudes.

1943: Sekretariat in den Räumen des Stadtarchivs am

Gereonswall 12; Ausstellungen teils ebendort im

Lesesaal und im Treppenhaus der Universität in

Lindenthal.


1946: Der Wiederaufbau des Hauses am Friesenplatz

scheitert; im Frühjahr werden die Räume in der

Hahnentorburg bezogen.

1953: Der Wiederaufbau des zerstörten Nordturmes der

Hahnentorburg schafft drei zusätzliche

Ausstellungsräume; Einbau einer Gasheizung.

1967: Bezug der Ausstellungshalle an der Cäcilien-

straße/Josef-Haubrich-Hof.

1.5. Vorsitzende und Direktoren des KKV

Vorsitzende:

1839-1849Eberhard von Groote

1849-1868Heinrich von Wittgenstein

1869-1873Friedrich von Ammon

1874-1888Dagobert von Oppenheim

1889-1901Jean Marie Heimann

1902-1908Robert Esser

1909-1932Richard von Schnitzler

1932-1945Hans Carl Scheibler

1946-1961Josef Haubrich

1961-1971Andreas Becker

1972-1974Günther Peill

seit 1974Erwin H. Zander

Direktoren:

1890-1907Carl Aldenhoven

1908-1913Alfred Hagelstange

1913-1914Paul Cassirer

1914-1938Walter Klug

1939-1942Hans Peters

1943-1972Toni Feldenkirchen

1973-1989Wulf Herzogenrath


2. Aktenübernahme, Verzeichnung

2.1. Übernahme

Der Kölnische Kunstverein übergab im Mai 1989 den hier verzeichneten Bestand dem Historischen Archiv der Stadt Köln zur dauernden Verwahrung unter Wahrung seines Eigentumsrechtes daran (acc. 1815/89). Zuvor waren die Dokumente im Keller des heutigen Gebäudes des KKV, Josef-Haubrich-Hof 1, gelagert worden. Bis 1993 wurden mehrfach dort vereinzelt noch auftauchende Unterlagen nachgeliefert.

Der Bestand ließ sich sowohl inhaltlich als auch der äußeren Erscheinung nach in drei Gruppen gliedern:

1.) Akten:

Der weitaus größte Teil besteht aus Original-Unterlagen, die meist in DIN A-4-Aktenordnern abgeheftet waren. Die Ordner waren ungeordnet und teilweise demoliert; aufgrund der Menge und Unübersichtlichkeit war leider nur eine äußerst grobe thematische und chronologische Vorsortierung möglich, so daß die Numerierung innerhalb der Sachgruppen nicht einheitlich ist.

Der oft umfangreiche Inhalt wurde in der Regel nicht aufgeteilt, um mögliche Zusammenhänge nicht zu zerstören. Gleichwohl war bei einigen Ordnern eine inhaltliche Differenzierung nach mehreren Sachgebieten erkennbar.

Einige einzelne Schriftstücke wurden offenbar in früherer Zeit aus den Aktenordnern entfernt; sie wurden -soweit inhaltlich die Bestimmung eines Zusammenhanges möglich war- einzeln verzeichnet. Der Bestand der Akten ist im Teil I (A und B) verzeichnet.

2.) Kataloge:

Daneben beinhaltet der Bestand eine recht umfangreiche Sammlung an Ausstellungskatalogen des KKV und anderen Museen und Galerien sowie einige weitere Veröffentlichungen zum Thema "Kunst". Diese Veröffentlichungen sind im Teil II. A. verzeichnet.

3.) Materialsammlung:

Die Abteilung II. B. verzeichnet -mit wenigen Ausnahmen- die Unterlagen, die für die Abfassung der Jubiläumsschrift im Jahre 1989 angefertigt wurden. Sie waren thematisch geordnet in Aktenordnern der Größe DIN A-4 und DIN A-3 (Zeitungsauschnittsammlung) abgeheftet.

Der Bestand umfaßt insgesamt 696 Verzeichnungseinheiten, davon etwa 300 Aktenordnern und etwa 100 Buchveröffentlichungen.


2.2. Zeitraum

Der Bestand umfaßt im wesentlichen die Jahre 1957-1989. Es sind vereinzelte Dokumente aus dem 19. Jahrhundert (z.B. Aktie 1841, 1386/382; Jahresbericht 1866, 1386/383) sowie einige Unterlagen aus den Jahren vor dem 2. Weltkrieg (z.B. 1386/18; 1386/373; 1386 17), aus den Kriegsjahren und der unmittelbaren Nachkriegszeit (z.B. 1386/26; 1386/14; 1386/22) vorhanden.

Die Gründe für diesem Überlieferungsverlust sind mehrere:

Einerseits sind bis auf wenige Splitter die Unterlagen des KKV aus der Zeit bis 1942/43 im 2. Weltkrieg in der Geschäftsstelle Friesenplatz verbrannt.

Das weitgehende Fehlen von Unterlagen aus den Jahren 1946 bis 1957 andererseits war zumindest teilweise nach Durchsicht der hier vorhandenen Akten aus der Zeit bis etwa 1965 zu klären: offenbar aus Papiermangel wurden die weißen Rückseiten von Dokumenten (Briefe, Verträge, Plakate, Rundschrieben) aus den früheren Jahren als Unterlagen für die Durchschriften verwendet.

Darüberhinaus befinden sich noch einige wichtige Dokumente -insgesamt 9 Ordner, 1 gebundene Mitgliederliste und eine Fotomappe- aus der Provenienz KKV heute im Nachlaß Toni Feldenkirchen, der in der Zentralbibliothek verwahrt wird; darunter auch die Ausfertigung des Vereinsstatutes vom 23. März 1946. Feldenkirchen hatte diese Dokumente aus der Registratur des KKV entnommen, um seine Erinnerungen niederzuschreiben. Danach sind diese für die Vereinsgeschichte zentralen Stücke nicht wieder in die Obhut des KKV zurückgelangt.

2.3. Registraturabschnitte

Den größten Raum nehmen die Korrespondenz-Akten mit Originalunterlagen zur Mitgliederverwaltung und Ausstellugsorganisation ein. Hier ist ein deutlicher Registraturschnitt erkennbar, und zwar im Jahre 1973 mit dem Wechsel des geschäftsführenden Direktors.

1.) Registratur Feldenkirchen (bis 1973):

Grundsätzlich fällt hier auf, daß die Schriftwechsel in den Korrespondenzakten nicht sorgfältig dokumentiert sind, oft liegen gar keine Antwortschreiben des KKV vor; dafür aber befinden sich auf vielen Briefeingängen von Feldenkirchen handschriftlich verfaßte Antwortkonzepte.

Darüberhinaus war auch ein weiterer Registraturschnitt festzustellen: bis etwa in die Mitte der 60er Jahre finden sich die Unterlagen zu praktisch allen Bereichen der Verwaltung und Organisation -Personal, Mitglieder, Ausstellungen- des Vereines in einer einheitlichen Reihe von Aktenordnern, die rückseitig lediglich mit den sie umfassenden Buchstaben und dem Zeitraum bezeichnet waren. Diese sind hier unter "Mitgliederverwaltung", A.3.2.1., verzeichnet. Nur für einzelne Ausstellungen wurden separate Ordner angelegt, so etwa für die Verkaufsausstellungen Kölner Künstler (z.B. 1386/125), wohl wegen des größeren organisatorischen Umfanges.

Die anfallenden Unterlagen bis 1973 wurden dann etwas sorgfältiger abgelegt, so existieren meist eigene Ordner zu der Organisation von Ausstellungen und zum Verkauf von Jahresgaben; die allgemeine Korrespondenz mit Mitgliedern und Künstlern sowie die Unterlagen über kleinere Ausstellungen, die Mitgliederverwaltung und alle anderen anfallenden Gebiete bleiben weiterhin in einer Aktenreihe zusammengefaßt.

2.) Registratur Herzogenrath:

Die Aktenführung innerhalb dem Registraturabschnitt Herzogenrath (1973-1989) erscheint deutlich gestraffter und organisierter. Die Zuordnung zu einzelnen Sachgebieten war daher wesentlich einfacher. Darüberhinaus schienen die finanziellen Mittel auch einen großzügigeren Umgang mit Durchschlagpapier zuzulassen.

3. Ordnung, Hinweise für die Benutzung

Die Ordnung erfolgte entsprechend der Organisation und dem Zweck des Vereines, soweit möglich wurde innerhalb der Abteilungen einer chronologische Anordnung gefolgt.

So befinden sich in der Abteilung I die gesamten Originalunterlagen zur Organisation und Tätigkeit des Vereines, die sich größtenteils in Aktenordnern befanden. Wegen der Unordnung besonders innerhalb der Akten der Registratur Feldenkirchen war die inhaltliche Zuordnung zu einem Sachgebiet oft schwierig.

Insbesondere die Korrespondenzakten (I.A.3.2.) beinhalten Unterlagen zu allen Bereichen der Tätigkeit des Vereines. Themenüberschneidungen zu anderen Abteilung waren daher nicht zu vermeiden. Im Verzeichnis finden sich aus diesem Grunde Verweise.

Bei der Suche nach Unterlagen zu einer bestimmten Ausstellung etwa empfiehlt es sich daher immer, auch die jeweiligen Korrespondenzakten dieses Zeitraumes durchzusehen, selbst wenn eine separate Akte zur Ausstellung existiert. Schriftwechsel mit Künstlern in den Korrespondenzakten konnten wegen ihrer Fülle nicht immer erwähnt werden. Es ist daher empfehlenswert die gesamte Akte des Jahres unter dem jeweiligen Buchstaben zu sichten. So finden sich in fast jeder Aktenserie im Teil I.A.3.2. zumindest Schreiben von den mit Feldenkirchen befreundeten oder bekannten Künstlern wie Hann Trier, Friedrich Vordemberge, Kurt Schwippert u.a.

Darüberhinaus geben die Akten der Registratur Feldenkirchen auch Aufschluß über die Zeit vor dem Jahre 1957, da einige Antwortschreiben auf den weißen Rückseiten älterer Unterlagen verfaßt wurden. In den Akten (der Korrespondenz und Ausstellungstätigkeit) bis etwa 1965 finden sich vereinzelte Dokumente zu früheren Tätigkeiten, die bei der


Verzeichnung der Akten nur zufällig entdeckt wurden. So wäre es denkbar, die Tätigkeit des KKV nach dem Kriege bis zum hier vorhandenen Zeitraum durch das Rückwärtslesen der Akten zumindest teilweise zu rekonstruieren. In einer Korrespondenzakte 1959/60 etwa befindet sich das Teilnahmeformular von Ewald Mataré zur Ausstellung Deutsche Malerei und Plastik der Gegenwart von 1949.

Innerhalb der Akten der Registratur Herzogenrath dagegen kam es kaum zu Überschneidungen von Sachgebieten. Die Informationen zu Ausstellungen und die Korrespondenz mit Künstlern findet sich ausschließlich in den Akten der Abteilungen unter I.B.1., insbesondere in den jeweiligen Ausstellungakten (I.B.1.1.1), die in der Regel einem klaren Aufbauschema folgen.

Für die Benutzung des Bestandes gelten analog die Bestimmungen für die Benutzung städtischen Schriftgutes.

Der KKV (Tel.: 217021) wird über die Benutzung informiert. Benutzer haben Ergebnisse ihrer Auswertungen in Form eines Belegexemplares dem KKV zu übermitteln.

Der Bestand des Kölnischen Kunstvereines im Historischen Archiv der Stadt Köln trägt die Nummer 1386, das Findbuch umfaßt 696 Nummern.

Zitierweise: HAStK 1386 und Aktennummer.

Der Bestand wurde im Januar und Februar 1992 von Dorothea Venator verzeichnet. Nachfolgende Aktenablieferungen wurden von Eberhard Illner aufgenommen.

4. Literatur über den KKV

Die hier aufgeführte Schriften über den KKV befinden sich im Bestand an unterschiedlichen Stellen, daher ist die Signatur in Klammern hinzugefügt.

Feldenkirchen, Toni: Über den Kölnischen Kunstverein uns anderes. Köln: Kopp 1979. 282 S. m. Abb. - Die Listen der Ausstellungen von 1947-1972 befinden sich auf den Seiten 82ff, 133ff, 172ff, 186ff; die Kataloge der Ausstellungen 1913-1942 sind auf S. 252/253 verzeichnet (1386/399).

Hundertfünfzug Jahre Kölnischer Kunstverein. Kölner Künstler. Kölner Galerien. Vorworte: Kurt Rossa, Erwin H. Zander. Köln: KKV 1989. 124 S. mit Abb. (1386/551).

Kölnischer KUNSTverein. Einhundertfünfzig Jahre Kunstvermittlung. 5 Bände m. Rückentit. "K", "U", "N", "S", "T". Köln: KKV (1989). (1386/429).

- Band (1), "K": Katalog.Vom Maler Bock zur schönen

Gärtnerein.

Hrsg. von Stephn Andreae und Wilfried Dörstel.

- Band (2), "U": Von E bis U. Eine Dokumentations-Collage

der Ausstellungen und Aktivitäten von 1973-1989.

Hrsg. von Erwin H. Zander und Stefan Kraus -

Liste der Ausstellungen 1973-1989 S. 297-309.

- Band (3), "N": NietenGabenKunst.

Zweihundertzwanzigtausendguter Abdrücke

Nietenblätter, Vereinsgaben und Jahresgaben 1839-

1988. Hrsg. von Wilfried Dörstel und Peter

Gerlach. - Liste der Vereinsgaben S. 124 ff.

- Band (4), "S": Statistik. Kunstvereins-Menue. Zahlen,

Listen, Dokumente zu Personen, Ausstellungen,

Künstlern, Jahresgaben. Hrsg. von Peter Gerlach.

- Diskette.

- Band (5), "T": Texte. Texte zu Bürgern, Bürgerverein und

Kunstvermittlung. Hrsg. von Peter Gerlach,

Wilfried Dörstel, Wulf Herzogenrath.

Enthält:

Aktie (1841);

Satzungen und Statuten (1863, 1888-1906, 1959-1964);

Bau und Einrichtung des Gebäudes am Friesenplatz (1921-1922), Nutzung des Grundstücks (1946-1954), Projekt eines Neubaues (1954);

Jahresberichte (1866, 1921, 1930);

Protokolle und Jahresberichte (1931-1952);

Akten betr. Vorstandstätigkeit, u.a. Wahl des Vorstandes, Vorstandssitzungen, Korrespondenz, Tätigkeitsberichte (1960-1981);

Bilanzen (1934-1984);

städtische und staatliche Zuschüsse (1919-1955);

Mitglieder: An- und Abmeldungen (1949-1960, 1973- 1983);

korporative Mitglieder (1978-1982);

Korrespondenzakten der Registratur des Direktors Toni Feldenkirchen, Serienakten A-Z betr. Mitgliederverwaltung, Anschaffungen und Verkäufe von Graphiken, Dokumentation der Ausstellungen mit Schriftwechsel mit Künstlern, Bewerbungen von Künstlern für Ausstellungen, Korrespondenz mit anderen Kunstvereinen, Museen, Galerien, Verkauf der Jahresgaben, Landesbeihilfen, u.a. Schriftwechsel mit Gerhard Marcks, Will Sohl, Verenz Varga, Fritz Baumgartner Buja Bingemer, Otto Dix, Xaver Fuhr, Ludwig Gies, Werner Gilles, Volkmar Haabe, Jo von Kalkreuth, Elmar Hillebrand, C. H. Kliemann, Kurt Lehmann, Walter Lindgens, Alfred Lörcher, Thomas Niederreuther, Anton Räderscheid, O. A. Schreiber, Kurt Schwippert, Antony Thwaites, Hann Trier, Hans Wimmer (1957-1970);

Personalangelegenheiten, Büroorganisation (1950, 1971-1980);

Pressemitteilungen des Vereins, Öffentlichkeitsarbeit (1946-1948, 1974-1981);

Korrespondenzen mit Künstlern, Registratur Wulf Herzogenrath (1976-1987);

Gästebücher, Meinungs- und Kritikerbücher (1951-1986);

Vorträge: Organisation, Schriftwechsel, Programme, Anfragen (1957-1973);

Organisation von Reisen (1951-1971);

Ausstellungsprojekte, Bewerbungen von Künstlern, Anfragen, Werkproben, Prospekte, Bildmaterial von Künstlern, u.a. Ausstellungsprojekte, Pläne Bele Bachem, Adolf Fleischmann, Sammlung Hack, Carl Honnecker, Gerhard Richter, Karlheinz Stockhausen, Bernhard Schultze, Gerd Arntz, Tom Mosley, Vincent Trasov, Michael Morris, Heinz Breloh (1964-1982);

Projekt Anton Räderscheidt (1983), Ausstellungsprojekt Braunkohlerevier der Fa. Rheinbraun (1986);

Vermittlung von Jahresgaben und Kunstwerken: Verträge mit Künstlern und Verlagen über die Lieferung von Vereinsgaben (1899-1910), Beschaffung, Verkauf von Jahresgaben (1963-1968);

Organisation, Planung der Jahresgaben (1971-1978);

Verkauf: Buchführungsjournal (1940-1950), Katalogverkäufe (1950-1961), Graphik-, Jahresgabenverkäufe (1954-1981);

Statistiken über Besucher, Katalogverkäufe (1975-1980);

Sammlungen: Mitteilungen an die Mitglieder, Einladungen zu Vorträgen und Ausstellungen, Prospekte, Handzettel (1946-1954, 1960-1987);

einzelne Kataloge zu den Ausstellungen (1925, 1934, 1947, 1957, 1965-1971 (lückenhaft), 1973-1989);

Sammlung von Katalogen von Kölner Galerien, Museen, Künstlern (1967-1987), Materialsammlung zur Geschichte des Kunstvereins, bes. aus Kölnische Zeitung und Kölner Stadt-Anzeiger (1837-1932, 1958-1972), Sammlung von Photographien zur Geschichte des Vereins, zur Ausstellungsdokumentation (1945, 1958-1972, 1980);

statistische Unterlagen über Mitglieder, Listen der Mitglieder, Direktoren, Vorsitzenden;

Statuten;

Jahresberichte (1839- 1942), Sammlung zu Persönlichkeiten des Vereins;

Berichte, Zeitungsartikel über Ausstellungen in Köln, Galerien, Museen (1912, 1928, 1960-1970);

Deutscher Kulturrat/Kunstrat (1981-1988), Arbeitsgemeinschaft Kunstvereine in NRW (1979-1980);

Internationale Kunstausstellungsleitertagung e.V. - IKT (1975-1992);

Goethe-Institut (1981-1989);

Kölner Gesellschaft für Neue Musik e.V.: Mitgliederversammlungen, Kassenberichte (1982-1986);

Internationales Künstlergremium e.V. (1981-1986), Institut für Auslandsbeziehungen (1985-1987);

MediaPark Köln (1987);

Ausstellungsprojekt Austausch zeitgenössischer Kunstausstellungen Barcelona - Köln (1985-1987);

Wettbewerb Kunst am Bau: Sitzungsprotokolle (1985-1986);

Zusammenarbeit mit anderen Kunstvereinen, besonders Berlin (1966);

Gemeinsames Jahresgabenverzeichnis der Kunstvereine (1974, 1981, 1983);

Tätigkeiten des Vereins: Organisation und Durchführung von Ausstellungen, u.a. Korrespondenzen mit Künstlern, Versicherungen, Presse, Katalogdruck, Dokumentation, u.a. Deutsche Malerei und Plastik der Gegenwart (1949-1950), Leibl-Courbet (1950), K. O. Götz (1957);

Malerei des 20. Jahrhunderts aus Kölner Privatbesitz (1957), Jean Paul Riopelle (1958), Hubert Berke (1958), Hann Trier (1958), Hans Jügen Kallmann (1958), Malerei des jungen Italien (1958-1959), Leopold Survage (1960), Natalia Dumitresco/Alexander Israti (1960);

Louis Marcoussis (1960), Ossip Zadkine (1960), Fünf zeitgenössische französische Maler (1962), Jimmy Ernst (1963), Ernst van Leyden (1964), Werner Gilles (1964), Gerhard Wendland (1964, Carl Barth (1964), Kunst des 20. Jahrhunderts in Kölner Privatbesitz (1964), Jean de Botton (1964), Jahresausstellungen Kölner Künstler (1964), Autour du Cubisme, Dokumentation (1964), Lettrisme et Hypergraphie (1965), Rhein-Tiber-Preis, Ausstellung in Rom, Dokumentation (1965), Jaki (Joze Horvat) (1965), K. R. H. Sonderborg-Kurt Hoffmann (1965), Wolf Vostell (1966), Ewald Mataré (1965), Gruppe Gutai (1966), Georges Brassais (1966), Jahresausstellung Kölner Künstler (1966);

Frank Kupka (1967), Verein progressiver deutscher Kunsthändler - Kölner Kunstmarkt (1967), Jahresausstellung Kölner Künstler (1967), Antour Camioth/Brigitte Meier-Denninghoff (1967), Georges Mathieu (1967), Bernard Schulze (1968), 5. Rhein-Tiber-Preis - Junge Maler aus Köln in Rom (1968), Kölner Architekturpreise 1968/1971;

Robert Rauschenberg (1968), Joseph Fassbender (1968), Antoni Tàpies (1968), ars porcellana (1968), Jahresausstellung Kölner Künstler (1968, 1969), Kölner Kunstmarkt (1968), Gerhard Marcks (1969), Arnaldo Pomodoro (1969), 6. Rhein-Tiber-Preis (1969-1971), Pablo Picasso (1969), Belgische Kunst (1970), Sammlung Etzoldt (1970), Kölner Kunstkaleidoskop, Dokumentation (1970), Dreimal aktuelle Kunst aus Frankreich (1970), Neue Figuration USA, Dokumentation (1970), Happening und Fluxus (1970-1971), Internationale Graphik aus Deutschen Editionen (1971);

Testimonio 1970, 18 spanische Künstler der Gegenwart (1971), Picasso, Plakate (1971), Chargesheimer, Meditationsmühlen (1971), geplante Ausstellung Jaap Wagemaker (1971), Martin Matschinski/Brigitte Meyer-Denninghoff (1971-1972), Peter Herkenrath (1972), Horst Egon Kalinowski (1971-1972), USA-West Coast (1972), geplante Ausstellung Heinz Mack (1972), Ernst Wilhelm Nay (1972-1973), Sammlung L. Fritz Gruber (1972), Friedrich Vordemberge (1972), 8. Rhein-Tiber Preis (1972, mit Bewerbungen Kölner Künstler, u.a. Jürgen Klauke, Hartmut Linke), Bodo Baumgarten (1973), Laszlo Peri (1973), Walter Lindgens (1973), Avalanche, Avantgarde-Zeitschrift (1973), Pavlos (1973), Ulrich Erben (1973), Ivor Abrahams (1973), Duane Michals (1973), Ludwig Wilding, Otto Piene, (1974), Saul Steinberg (1974), Günther Uecker (1974), Pravoslav Sovak (1974), Flash-Art (1974) Kunst/Überkunst (1974), Projekt ’74 (1974), Vom Dadamax zum Grüngürtel (1975), Will Thonet (1974), Claus Böhmler (1974), Laszlo Moholy-Nagy (1975), Mauricio Kagel (1975), Panamarenko (1975), Richard Kriesche (1975), Kölner Architekturpreis 1975 (1975), Uhlmann - Pfahler - Lenk, Dokumentation (1976);

Nam June Paik (1976-1977), Mein Adenauer-Porträt (1976), Dieter Reik (1976), Photographie in der Schweiz (1976), Sechs in Köln (1976), Malewitsch-Mondrian und ihr Kreis, Sammlung Hack (1976), Sol LeWitt (1976), August Sander (1976), Adolf Wölfli (1977);

Rebecca Horn (1977), Paula Modersohn-Becker (1977), Künstlerateliers in Köln (1977);

Gerd Arntz (1977), Georg Meistermann (1977), Film als Film (1977-1978), John Cage (1977), 22 polnische Künstler (1977), Neue Wohnformen in den Niederlanden (1977), Kunst im Stadtbild (1977), Vor 30 Jahren (1978), Franz Wilhelm Seiwert (1978), Thomas Schmit (1978), Karl Junker (1978), Helmut Schweizer (1978), Fünf in Köln (1979), Peter Campus (1979);

Die Kinder des fliegenden Robert (1979), Hans Otte (1979), Le Museée Sentimentale de Cologne (1979), Hann Trier (1979), Eduardo Paolozzi (1979), Kölner Künstler - persönlich vorgestellt (1979-1980), Mein Kölner Dom (1979-1980), Förderpreis Glockengasse (4711) von 1980- 1987, Dokumentation;

Max Ernst in Köln (1980);

Monumenta-Denkmal (1980);

Mit Natur zu tun (1980), Gerry Schum (1980), Maggie Bauer-Michael Sauer (1980), Performance Michael Galasso (1980), Kölner Architekturpreis 1981 (1980-1981), photokina (1981), Marcel Jean (1981), Performance La Gaia Scienza (1981), Vito Acconci (1981), Stühle aus Stahl (1981), Wojtek Bruszewski (1981), Michael Morris/Vincent Trasov (1981), Zehn in Köln (1981), Centervideo (1981), Tag der offenen Ateliers (1982-1985), 5 x Fotografie in Deutschland (1982), Videokunst in Deutschland (1982), Eine andere Malerei (1982);

Isa Genzken - Wolfgang Nestler - Horst Schuler (1982), Photokina-Bilderschau (1982), Musikfest Liége-Köln (1982), Manfred Leve (1982), Schnäppchenfest (1982), ”Capital“- Preisverleihung (1983);

Szene Schweiz (1983), Acht in Köln (1983), John Cage (1983), Kunst mit Photographie (1983), Peter Skubic (1983), Deutsche Werkbund-Ausstellung 1914 (1984);

Eine Kunst-Geschichte in Turin 1963-1983 (1983), Christopher Newman (1984), Der surrealistische Film (1984), Kölner Gesellschaft für Neue Musik e.V. - KGNM - (1983);

John Hilliard (1983-1984), Alice Aycock (1984), Robert Wilson (1984);

WDRHörspiele (1983-1985);

zwei britische Bildhauer: Tony Cragg/Julian Opie (1984);

Ars viva 84/85 - farbige Plastik (1984-1985), Stefan Wewerka (1985);

Manfred Hecker/Wolfgang Niedecken (1985);

Oswald Matthias Ungers (1985);

Raum-Zeit-Stille - Ausstellung zum Jahr der Romanischen Kirchen in Köln: Korrespondenz, Leihverträge u.a. mit Jannis Kounellis, La Monte Yong, Marian Zazeela, Barnett Newman, Mark Rothko, Arnulf Rainer (1985);

Peter Fischli/David Weiss (1985), Rheingold, Ausstellung in Turin (1985);

Video ottanta - Fünf Jahre Videokunst in Italien (1985), Acustica International - Komponisten als Hörspielmacher (1985), 1. Marler Videokunstpreis (1985), Ulay und Martina Abramovic - Modus vivendi (1985), Performance-Wochen in NRW (1982-1988);

Von Maurice Chevallier bis zum Nierentisch: Sammlung Götting (1985-1986), Acht in Köln (1986), Willy Flick (1986), Infernental 1980/86 (1986), Sieben Skulpturen (1986), ”Unausgewogen“ (1986), Willi Flick (1986);

Materialsammlungen (Typoskripte Interviews, Fotos, Galerieeinladungen - Kopien -, Zeitungsartikel, Fernseh- und Rundfunkunterlagen) zu Ausstellung und Katalog ”Die 60-er Jahre. Kölns Weg zur Kunstmetropole. Vom Happening zum Kunstmarkt“ (1986);

Ewald Mataré Retrospektive, Das Plastische Werk (1987), Bauhausfotografie (1987), Ulrich Rückriem (1987), Annamaria und Marzio Sala (1987), Weltmusiktage der Internationalen Gesellschaft Neue Musik (1987), The Graham Nash Collection (1987-1988), Lissy Winterhoff (1987-1988), Giulio Paolini (1988), Anna und Bernhard Johannes Blume, Ausstellung ”Trautes Heim“ (1988), Arbeiten mit Photographie aus Köln in der Sammlung F. L. Grundlach, Hamburg (1988), Arthur Segal-Retrospektive (1987-1988), Photos für Millionen (1988), Künstler gegen den Hunger (1988), Vom Himmel durch die Welt zur Hölle (1988), bauhaus-utopien (1988), Joseph Fassbender-Retrospektive (1988-1989);

Video-Skulptur (1989), Vom Maler Bock zur schönen Gärtnerin (1989), Konzert Mauricio Kagel (1989), Jubiläumsveranstaltung 1989.

Umfang : 54 m
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