Lauer, Amalie



Signatur : Best. 1539


Inhalt :
Lauer, Amalie, 1882-1950, Direktorin der sozialen Frauenschule Köln, Abgeordnete des Preußischen Landtages (Zentrumspartei).

1) Aktenübernahme, Ordnungsverfahren, Benutzungsbestimmungen:

Im Jahre 1996 übergab die Nichte Amalie Lauers, Dr. Rosemarie Jansen, den Nachlass dem Historischen Archiv (Acc. 2426).

Die Archivalien - etwa 1 Meter Schriftwechsel, Manuskripte, Ausweise, Bücher und Fotos aus der Zeit von 1901-1950 - wurden verzeichnet, neu formiert, in säurefreie Mappen bzw. Aktendeckel umgebettet und anschließend mit laufenden Nummern von 1-51 versehen.

Die Archivalien sind zur Benutzung freigegeben; die Schenkerin bittet jedoch um Mitteilung, ob der Nachlass benutzt wird bzw. ob Veröffentlichungen aus dem Nachlass erarbeitet wurden. Die Archivalien sind zu zitieren: Bestand 1539, laufende Nummer.

2) Lebenslauf Amalie Lauers:

1882 März 29 Amalie Lauer in Frankfurt geboren

1901 Lehrerinnenexamen (Volksschullehrerin)

1901- 1917 berufl. Tätigkeit in Frankfurt, gleichzeitig Studien in Frankfurt, Gießen und Tübingen

1909 Diplom-Handelslehrerin

1913 Promotion (Thema: Landwirtschaft und Heimarbeit in Deutschland)

1917 April - 1932 Juni Leiterin der Wohlfahrtsschule der Stadt Köln, außerdem Unterricht an anderen Schulen, so z. B. an der Frauenschule (Königin-Luise-Schule)

1930-1931 Professur für Sozialpädagogik am Kölner Berufspädagogischen Institut

1932 Juli Frühpensionierung auf eigenen Antrag

1919-1933 Mitglied der Verfassunggebenden preußischen Landesversammlung bzw. Abgeordnete des preußischen Landtags (Zentrumsfraktion), mit einer Unterbrechung von 1925-1928

1932 Publikation: Die Frau in der Auffassung des Nationalsozialismus, Köln 1932

1950 Okt. 15 Amalie Lauer in Fulda verstorben; Beerdigung in Frankfurt

Köln, im Juni 1999

Ulrike Fäuster

Enthält u.a.:

Persönliche (Zeugnisse, Urkunden) und berufliche Unterlagen (Gehalt, Ruhegehalt);

biographische Artikel, Nachrufe in Zeitungen;

Schriftwechsel mit Behörden, der Zentrumspartei, dem Staatlichen Berufspädagogischen Institut, Preußischem Landtag, der Stadt Köln;

Schreiben von Helene Weber in Parteiangelegenheiten, Reichsfrauenbeirat der Zentrumspartei (1924-1932);

Gründung, Mitgliedschaft in "Werkland" (Verband kath. Studentinnen) und "Wegwacht", Köln (1931-1935);

Beschlüsse, Briefe, Rundschreiben betreffend Nationalsozialismus (1933-1944, 1984-1996);

Vorlesungs- und Vortragsmanuskripte;

Vorträge, Veröffentlichungen betreffend Sozialpolitik und Sozialarbeit, Wohlfahrtspflege, Wohnungspflege, Wohnungsaufsicht (1908-1928);

zu Frauenfragen, u.a. Lebensziele, Lebensaufgaben, Familienrecht (1917, 1930), Frau im Nationalsozialismus (1932-1933), zur Frauenbildung (1918-1926), zur gewerblichen Frauenarbeit, Frauenerwerbsarbeit, Fabrikarbeit, Landarbeit (1911-1931), betreffend politische Arbeit der Frau;

Sammlung von Biographien und Würdigungen von Frauen (1913-1947);

Wohlfahrtsschule und Frauenschule der Stadt Köln (1917-1920);

Fotografien betreffend Lauer, Schülerinnen (1908-1932), Persönlichkeiten der Zentrumspartei, Landtagsabgeordnete (vor 1933).
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