Schnütgen, Alexander



Signatur : Best. 1839


Inhalt :
Johann Wilhelm Alexander Schnütgen (* 22. Februar 1843 in Steele/Ruhr; † 24. November 1918 in Listernohl) Theologe, Priester und Kunstsammler.

Schnütgen wurde 1843 in Essen-Steele geboren. Nach dem Abitur auf dem Königlichen Gymnasium am Burgplatz zu Essen studierte er ab 1860 Katholische Theologie in Münster, Tübingen und Löwen. Er war an den Priesterseminaren Mainz und Köln und wurde 1866 wurde er in der zum Priester geweiht und wurde wenig später zum Domvikar ernannt. 1887 ernannte ihn die Preußische Regierung zum Domherr in Köln. 1903 wurde er Honorarprofes-sor an der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Universität Bonn. Er starb 1918 in Lis-ternohl.

Schnütgens Interesse an der Kunst erwachte, als der junge Domvikar auf einer Firmungsvisi-tation mit Weihbischof Johann Anton Friedrich Baudri in einer verstaubten Sakristei wertvolle aber vernachlässigte Kunstwerke fand. Er untersuchte in der folgenden Zeit mit der Unter-stützung von Weihbischof Baudri viele Kirchenspeicher und Sakristeien im ganzen Erzstift Köln. So rettete er sehr viele Kunstwerke vor dem Verfall. Nachdem er seine ca. 6.500 Stü-cke umfassende Kunstsammlung zunächst dem Erzbistum Köln unter der Auflage schenken wollte, dass das Erzbistum einen eigenen Museumsbau für diese errichtete, dies aber von Kardinal Fischer abgelehnt wurde, vermachte er 1906 seine Kunstsammlung der Stadt Köln. Heute verwaltet das Museum Schnütgen mehr als 11.000 Werke.

Seit 1875 gehörte Schnütgen dem Vorstand des Kölner Diözesanmuseums an. Schnütgen gründete im April 1888 die Zeitschrift für christliche Kunst, deren Herausgeber er bis 1913 war. 18911896 und 19001906 war er Präsident des Christlichen Kunstvereins für das Erz-bistum Köln. Am 26. Oktober 1910 wurde Schnütgen Ehrenbürger der Stadt Köln. Außerdem ist er Ehrenbürger der Stadt Attendorn. Die Universität Münster und die Katholische Universi-tät Löwen zeichneten ihn wegen seiner Verdienste um die Kunstpflege mit der Würde eines Ehrendoktors aus.

Die einzige Akte dieses Nachlasses wurde 2011 von Verwandten des Domherren übernommen.

Umfang : 1 Akte
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