Warnach, Walter



Signatur : Best. 1688


Inhalt :
Warnach, Walter, 1910-2000, Schriftsteller, Lektor, Dozent, Professor für Philosophie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.

Lebenslauf [im Wesentlichen nach Warnachs eigenhändig verfaßten Lebensläufen zusammengestellt]

14.09.1910 in Metz geboren als Sohn des pommerschen Telegrafeninspektors Paul W. und seiner lothringischen Frau Elise, geb. Schoppmann

1916-18 Schulausbildung in Metz und

1918-22 in Stettin

1922 Übersiedlung nach Köln, Gymnasialausbildung

1929-30 Studium der Philosophie, Germanistik, Romanistik in Bonn/Köln, WS 1930/31 in München

1931-35 Wiederaufnahme der Studien an den Universitäten Köln/Bonn

1934 Wiedereinbürgerung

Jan. 1935 Studienabschluß mit Prüfung für das Höhere Lehramt

1935 Antritt der Referendarausbildung in Köln

1935/36 Lektor für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Montpellier/Frankreich

1937 Ausscheiden aus dem Schuldienst auf eigenen Antrag - Eintritt in die NSDAP (berufliche, familiäre Gründe)

Nov. 1938 Promotion in Köln, Dissertation: "Die Idee einer realen Norm in der Seinslehre Maurice Blondels, Zum Problem von Sein und Freiheit" (gedruckt 1939)

1939 Heirat mit Elisabeth Hahn (bis Kriegsende 2 Kinder, später insges. 4) - bis Kriegsausbruch Hauslehrertätigkeit

Nov. 1939 - Aug. 1940 Militärdienst als Sprachmittler für Französisch in Gefangenenlagern

seit 1940 Wohnsitz Scheiderhöhe über Siegburg

1940-42 Freistellung als Lektor der Deutschen Akademie München in Paris und Lüttich

ab Apr. 1942 Kriegsdienst

1942-44 Ostfront (u.a. Leningrad)

1944 Westfront - Geburt Sohn Michael

Apr. 1945 Ostfront: Kopfverwundung bei Berlin und dreimonatiger Lazarettaufenthalt in Neumünster

1946-60 freier Schriftsteller, Übersetzer, freie Mitarbeit als Lektor im Schwann- und Patmos-Verlag in Düsseldorf

seit 1958 erneut Wohnsitz Köln

1960-62 Herausgabe der Vierteljahreszeitschrift "Labyrinth" im Henry-Goverts-Verlag mit Werner von Trott zu Solz, Heinrich Böll und HAP Grieshaber (insges. 6 Nummern)

1960-75 Dozent und Professor (ab 1964) für Philosophie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf

07.06.2000 nach langer Krankheit gestorben in Köln

Enthält u.a.:

Korrespondenz mit Heinrich Böll (1955-1984), HAP Grieshaber (1956-1981), Werner von Trott zu Solz (1957-1965), Joseph Beuys (1965-1982), auch mit deren Familienangehörigen;

Zeitungsausschnitte, Exzerpte, Dokumentationen zu Böll, Grieshaber, von Trott zu Solz und dessen Gesellschaft Imshausen, zu Beuys und dem "Fall Beuys", zu dessen Organisationen (Organisation für direkte Demokratie, Aktion Dritter Weg), auch zum Tod von Beuys;

Korrespondenz mit Jugendfreunden (1927-1939), mit Paula Schlier (1948-1960);

politische Korrespondenz, u.a. über Volksfront (Wahlinitiative gegen Franz Joseph Strauß), Hamburger Antifaschistenprozeß, Volkszählung 1987, Friedensinitiativen (1978-1987);

Unterlagen aus seiner Tätigkeit an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, u. a. Vorlesungsmanuskripte zur Philosophie und Pädagogik, Prüfungsunterlagen, Referate;

persönliche, dienstliche Unterlagen (1960-1977);

Verwaltung der Akademie: Senat, Verfassung, Prüfungsordnung, Satzungen, Studienreform;

Personalia;

Korrespondenz, Protokolle zu Vereinen: Philosophische Vereinigung Hedwig Conrad-Martius (1957-1963), Forschungskreis für Symbolik e.V. - Institut für Grundfragen der Anthropologie und Kulturverständigung -Institut für interkulturelle Forschung (1965-1980);

Tagungen und Konferenzen;

Vorträge, Aufsätze, Materialien zur Kunsttheorie (1960-1983), zur Sakralen und zur Modernen Kunst (1950-1965);

Ausstellungseinladungen, -kataloge, Korrespondenz betr. befreundete zeitgenössische Künstler (1957-1984);

Unterlagen zur Studentenbewegung bes. an der Kunstakademie, den Universitäten in Köln und Düsseldorf (1967-1972) sowie Materialien betr. Herausgeberschaft der Zeitschrift "Labyrinth" (1958-1980) und Paulus-Gesellschaft, München (1956-1965).

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