Sammlung Lauterbach



Signatur : Best. 7300


Inhalt :
1. Politik, Wirtschaft, Soziales, Kultur

Ordnung und Verzeichnung

Die vorliegende Plakatsammlung gehört zu der 1966 von der Stadt Köln angekauften, sehr umfangreichen Sammlung des Düsseldorfer Malers Carl Lauterbach zu politischen und kulturellen Themen der Zeitgeschichte. Sie wurde aufgeteilt in die Bestände 7700 (Zeitungen und Zeitschriften), 7701 (Sammlung von Themenmappen) und 7300 (Plakate). Bearbeitung und Gliederung der Sammlung Lauterbach sind im Findbuch Bestand 7701, Band 1, Vorwort, näher erläutert.

Die Plakatsammlung Bestand 7300 ist auf drei Findbücher aufgeteilt. Der Band 1 enthält den Hauptteil der Plakatsammlung. Er umfasst v.a. die Themen Politik, Wirtschaft und Kultur. Entstehungs- und Druckort der meisten Plakate ist Düsseldorf. In Band 2 sind Filmplakate zusammengefasst, in Band 3 Werbung für Zeitungen und Zeitschriften. Auch im vorliegenden Findbuch sind Betreffe zum Thema Film vertreten. Es handelt sich jedoch hauptsächlich um Programme von Kinos, Festivals u.ä.

Signatur:

Der Findbucheintrag beginnt links mit der Signatur. Sie besteht aus der Angabe des Plakatformats und einer laufenden Nummer. Die Formate 0, 1, 2 und 3 entsprechen ungefähr den DIN AFormaten. Wenn das Plakat erhebliche Abweichungen vom DIN A-Format aufweist (in der Regel kleiner), ist unter ”Bemerkungen“ die Größe des Stückes (Breite x Höhe) aufgeführt. Format 0 enthält auch Plakate, die größer sind als DIN A0.

DIN A Größe (in mm)

0 841 x 1189

1 594 x 841

2 420 x 594

3 297 x 420

Stückbeschreibung:

Als nächster Eintrag folgt rechts neben der Signatur die Beschreibung der Plakate. Sie sind meist als Einzelstücke verzeichnet. Nur bei Serien gleichartiger Stücke (z.B. mehrere Kundgebungen einer Partei zu einer Wahl mit verschiedenen Kundgebungsrednern, Kulturveranstaltungen eines Veranstalters mit gleicher Gestaltung) wurden Konvolute mit mehreren Stücken gebildet und diese unter einer Signatur zusammengefaßt.

Zunächst ist bei Einzelstücken der Plakattitel (in Kapitälchen) angegeben. Ein eigenständiger Titel, der über die Angabe des Plakatthemas hinausgeht, ist nicht bei jedem Stück vorhanden.

Beispiel: Bei Messeplakaten erscheint meist der Name der Messe groß am oberen Rand. Er wird unter ”Thema“ erfasst. Einen zusätzlichen, eigenständigen Titel gibt es bei Messeplakaten nur in wenigen Fällen (z.B. bei 1/435).

Bei Konvoluten wird der gemeinsame thematische Betreff oder der Herausgeber als erstes aufgeführt. Die weitere Beschreibung folgt diesem Schema:

The: Thema

Bild: bildliche Darstellung

Hrg: Herausgeber

Gra: Grafiker

D/V: Druckerei/Verlag

Bem: Bemerkungen

alternativ:

Ver: Veranstalter/Veranstaltungsort

Foto: Fotograf

Den Abschluß der Stückbeschreibung bildet die Zeile ”Bemerkungen“ mit Angaben zu Besonderheiten der Plakatgestaltung (Mehrsprachigkeit, Größenabweichungen, Varianten etc.). Auch die Zahl der von einem Plakat vorhandenen Exemplare sowie die Stückzahl in Konvoluten ist hier vermerkt.

Bei Kulturveranstaltungen wird statt des Herausgebers der Veranstalter bzw. der Veranstaltungsort aufgeführt. Unterscheiden sich Herausgeber und Veranstaltungsort voneinander, werden beide erwähnt.

Statt eines Grafikers kann auch ein Fotograf angegeben sein.

Sind einzelne Angaben nicht aus dem Plakat zu entnehmen oder mit vertretbarem Aufwand zu ermitteln, entfällt der Eintrag. Hinweise des Sammlers auf dem Plakat selbst, auf der Verpackung oder auf beigelegten Zetteln erscheinen in eckigen Klammern. Von der Bearbeiterin vorgenommene Ergänzungen sind durch spitze Klammern eingefasst. Neben den gängigen Nachschlagewerken (Brockhaus, Ploetz, Handbuch der Deutschen Geschichte etc.) wurden einige Veröffentlichungen über Plakate und Werbung zu Ermittlungsarbeiten herangezogen:

• Kataloge des Auktionshauses Jörg Weigelt, Hannover.

• Ursula Zeller: Die Frühzeit des politischen Bildplakats in Deutschland (1848-1918). Ed. co., Ed. Cordeliers, Ed. Cadre, Stuttgart 1987.

• Frank Kämpfer: ”Der rote Keil“. Das politische Plakat, Theorie und Geschichte. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1985.

• Anschläge. Politische Plakate in Deutschland 1900-1980. Hrg. von Friedrich Arnold. Büchergilde Gutenberg, 1985.

• Krieg auf Plakaten. Ausstellungskatalog. Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Band 85. Koblenz 2000.

• Rainer Diederich/ Richard Grübling: Stark für die Freiheit. Die Bundesrepublik im Plakat. Büchergilde Gutenberg, 1989.

• Jürgen Döring: Plakatkunst von Toulouse-Lautrec bis Benetton. Edition Braus und Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Köln, 1995.

• Michael Kriegeskorte: Werbung in Deutschland 1945-1965. Die Nachkriegszeit im Spiegel ihrer Anzeigen. DuMont Buchverlag, Köln 1992.

• 1945 bis 1995. 50 Jahre Werbung in Deutschland. Ausstellungskatalog Deutsches Werbemuseum Frankfurt a.M. im Rahmen des Projektes ’45 ff, Kunstpalast Düsseldorf. Hrg.: Joachim Keller, Ulrich Kurth, Werner Lippert.

• ”Unsummen für Reklame“. Historische Werbung aus Ostwestfalen und Lippe. Veröffentlichungen aus staatlichen Archiven des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe C: Quellen und Forschungen aus den staatlichen Archiven, Nr. 44. Selbstverlag des Nordrhein-Westfälischen Staatsarchivs Detmold. 1998.

Datierung:

Rechts neben der Stückbeschreibung ist die Entstehungszeit des Plakates vermerkt. Bezieht sich das Plakat auf Veranstaltungen, so ist der Veranstaltungstermin angegeben. Oft geht aus dem Inhalt der Plakate nicht hervor, aus welchem Jahr sie stammen. Manchmal hat der Sammler das Entstehungsjahr am Plakatrand oder auf der Rückseite vermerkt. Diese Angaben werden übernommen und sind - aus Gründen der besseren chronologischen Sortierbarkeit nur am Ende - mit einer eckigen Klammer gekennzeichnet. In anderen Fällen konnte die Bearbeiterin das Erscheinungsdatum oder den entsprechenden Zeitraum aufgrund von Hinweisen auf dem Stück oder in der oben aufgeführten Literatur ermitteln. Diese Angaben sind an einer spitzen Klammer hinter dem Datum erkennbar.

Die Datierung von Plakaten, auf denen Name und Datum des Wochentages einer Veranstaltung angegeben sind, erfolgte mit Hilfe des Taschenbuchs der Zeitrechnung (Grotefend).

Gliederung:

Die Plakate sind geordnet in Kapitel (Staat und Staatsgebiet, Wahlen, etc.). Allgemeines steht zu Beginn des Kapitels. Lässt es Menge und Art der vorhandenen Stücke zu, wird das Hauptthema untergliedert. Die Ordnung innerhalb der einzelnen Gliederungsabschnitte richtet sich nach den Besonderheiten des jeweiligen Themas. Abweichungen von einer rein chronologischen Abfolge werden unter der Kapitel- bzw. Abschnittsüberschrift vermerkt.

Beispiele: Messeplakate sind strikt chronologisch geordnet. Werbeplakate für einzelne Produkte dagegen sind zunächst alphabetisch nach Firmen- bzw. Produktnamen geordnet. Stücke, die zu einem Produkt/ einer Firma gehören, sind in chronologischer Folge aufgeführt.

Kulturveranstaltungen sind zunächst nach Städten alphabetisch geordnet. Sind mehr als drei Stücke zu einer Stadt vorhanden, bilden sie einen gesonderten Gliederungsabschnitt. Innerhalb dieses Abschnittes folgen die Stücke chronologisch aufeinander. Gibt es - wie bei Düsseldorf - so viele Veranstaltungsplakate, dass sich eine weitere Untergliederung lohnt (nach Veranstaltern), findet sich erst auf dieser untersten Gliederungsebene die chronologische Ordnung.

Bestellung im Lesesaal:

Die Plakate werden bestellt unter Angabe der Bestandsnummer (Bestand 7300) und der Signatur (Format und laufende Nummer). Meist sind mehrere Plakate mit fortlaufenden Signaturen in einer Mappe zusammengefaßt. Die Lagerungseinheiten sind in der Konkordanzliste (siehe dort) kenntlich gemacht.

Abkürzungen

Bl - Blatt

Ex - Exemplare

hs - handschriftlich

oD - ohne Datum

oJ - ohne Jahr

MdB - Mitglied des Bundestages

St - Stück

u.a. - unter anderem

Enthält:

Plakate zu Politik, Wirtschaft, Soziales, Kultur betr. u.a. Erster Weltkrieg: Kriegspropaganda, auch französische Kriegsanleihen, Spenden- und Sammelaktionen 1914- 1918;

Zweiter Weltkrieg: Kriegspropaganda, Besetzung verschiedener Länder 1940-1943;

Nachkriegsereignisse, u.a. Kriegsgefangene;

Nationalversammlung 1919, Reichstagswahlen 1920-1933, Bundestagswahlen 1953-1972: Wahlplakate der Parteien;

Landtagswahlen NRW 1954-1966: Wahlplakate der CDU und SPD;

Kommunalwahlen, meist Düsseldorf, 1946-1961;

sonstige Plakate der Parteien, bes. CDU (1951-1972), Deutsche Volkspartei, Deutschnationale Volkspartei (1919-1925), KPD (1952-1953), SPD (1951-1959);

Plakate der politischen Organisationen;

Plakate zur Innenpolitik, u.a. zur Revolution 1918/1919, der Vereinigung zur Bekämpfung des Bolschewismus 1918/1919, zur Wiedervereinigung (1950-1955, zum Deutschlandvertrag (1951-1953), zum Kalten Krieg (1950-1960), Propaganda gegen die DDR (1950-1966), zu Berlin, zum Ungarn-Aufstand 1956, zur Europäischen Einigung, zur Wiederbewaffnung, betr. Atomwaffen, Kriegsdienstverweigerung, Nato, Bundeswehr (1949-1960);

Plakate betr. Verkehr (Straße, Schiene, Schiffahrt, Luftverkehr und Raumfahrt), Messen und wirtschaftliche Ausstellungen, Tagungen, Kongresse (1950-1965), Werbung für Mode (Ober-, Unterbekleidung), Lebensmittel, Getränke, Spirituosen, Tabakwaren, Kosmetik, Seifen- und Waschmittel, Haushalt und Büroausstattung, Elektrogeräte und Fotografie, Blumen, Banken, Sparkassen, Lotto, Toto, Restaurants und Gaststätten, besonders in Düsseldorf, Presse und Rundfunk, Gewerkschaften, Ernährung und Versorgung, Kriegsentschädigung, Lastenausgleich, Sozialversicherung, Wohltätigkeit, Jugend und Familie, Muttertag, Gesundheit, Sport und Sportarten, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kultur, hier besonders Festwochen und Festspiele wie z.B. in Berlin, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Gesellschaften und Organisationen in Düsseldorf (Arbeitsgemeinschaft kultureller Organisationen Düsseldorf, Die Brücke - Deutsch- Englische Gesellschaft Düsseldorf, Gesellschaft für christliche Kultur, Künstlerverein Malkasten), Lesungen, Konzerte (Klassik wie Jazz), u.a. Düsseldorf, Theater und Tanz (Städtische Bühnen Düsseldorf, Opernhaus, Deutsche Oper am Rhein, Kammerspiele, Schauspielhaus, Apollo-Thetaer, Theater am Worringer Platz), Kino, Filmfestspiele, Kabarett, Revue (Apollo-Theater, Kom(m)ödchen), Zirkus, Karneval, Volks- und Schützenfeste, Museen und Bildende Kunst (von Aachen und Amsterdam bis Zürich), Museen, Galerien einzelner Städte, bes. Düsseldorf, Köln, Stuttgart, Wuppertal), Architektur, Bildung (Schule, Hochschule, Weiterbildung), Vorträge und Diskussionen (bes. Düsseldorf);

Plakate betr. Reise und Touristik, bes. einzelne deutsche Städte, Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien.

2. Filmplakate

a) Ordnung und Findbucheintrag

Die in der Sammlung Lauterbach enthaltenen Filmplakate wurden aufgrund ihrer Charakteristik getrennt von den übrigen Plakaten in einem eigenen Findbuch zusammengefasst.

Die Plakate sind als Einzelstücke verzeichnet. Der Findbucheintrag beginnt jeweils links mit der Signatur (Formatangabe und laufende Nummer). Formatangaben entsprechen den DIN A-Formaten. Bei erheblichen Abweichungen von der Norm werden die Maße angegeben. Rechts neben der Signatur folgt die Beschreibung des Plakats (siehe unter b), daneben die Datierung (siehe unter c).

Die Plakate sind nach Genres geordnet. Die Genrezuweisung folgt dem Lexikon des Inter-nationalen Films. Innerhalb der Genres sind die Plakate zunächst nach dem Jahr der Filmentstehung chronologisch geordnet (siehe auch Ausführungen zur Datierung unter c), dann alphabetisch nach Filmtiteln.

b) Beschreibung der Stücke

Prinzipiell wird das Plakat beschrieben, nicht der Film. Sind Angaben, die für den Film wichtig sind, auf dem Plakat nicht enthalten, werden sie nur in Ausnahmefällen ergänzt und durch spitze Klammern herausgehoben. Insbesondere werden dann Ergänzungen eingefügt, wenn das Plakat hierdurch besser beschrieben werden kann.

Ein Beispiel: Die Verfilmung von Shakespeares ”Julius Caesar“ wird auf einem Plakat ohne Angaben zu Schauspielern und Regisseur angekündigt. Groß dargestellt auf dem Plakat ist Marlon Brando; sein Name wird daher in spitzen Klammern ergänzt.

Ansonsten wird die bildliche Darstellung der Plakate nicht behandelt. Es handelt sich jeweils um Szenen aus dem beworbenen Film.

Nicht aus dem Plakat hervorgehende Angaben zu den Filmen wurden ermittelt aus dem Lexikon des internationalen Films. In erster Linie wurde die CD-ROM-Fassung des Lexikons verwendet, die Buchfassung diente nur zur Klärung von Zweifelsfällen.

•Lexikon des internationalen Films (CD-ROM und Buchfassung). Hrg. vom Katholischen Institut für Medieninformation e.V. und der Katholischen Filmkommission für Deutschland. Rowohlt, Hamburg 1987.

•Krusche, Dieter: Reclams Filmführer. Philipp Reclam jun, Stuttgart 1993.

Einige Filme waren nicht ermittelbar und wurden den Genres anhand der Plakatdarstellung zugeordnet:

1/1338 - Stürme über Morreale: Abenteuerfilm

1/1479 - Es rauscht der Rhein.. es strömt das Leben: Dokumentarfilm

1/1557 - Ewakuacja: Drama

Die Stücke sind nach folgendem Schema beschrieben.

- Titel: Die erste Zeile enthält den deutschen Filmtitel, so wie er auf dem Plakat erscheint. In runden Klammern folgt der Originaltitel, wenn er auf dem Plakat vermerkt ist. Viele Filme liefen unter verschiedenen Alternativtiteln in den Kinos. Wenn der Film unter dem Titel, der auf dem Plakat erscheint, im Lexikon ermittelbar ist, erfolgt kein Verweis auf den Haupttitel bzw. Originaltitel. Nur wenn der Film unter dem auf dem Plakat angegebenen Titel nicht im Lexikon verzeichnet ist, erscheint der im Lexikon aufgeführte Titel - falls über andere Angaben (Schauspieler, Regisseur etc.) ermittelbar - in spitzen Klammern.

Beispiel: Der Film ”Der Mahdi von Tantrapur“ ist unter diesem Titel nicht im Lexikon zu ermitteln. Gleichen Schauspieler, gleichen Regisseur und Filmverleih weist ”Aufstand in Sidi Hakim“ auf. Es handelt sich also wahrscheinlich bei dem Plakattitel um einen Alternativtitel dieses Films, der im Lexikon nicht aufgeführt ist.

Die Schreibweise des Titels richtet sich nach dem Plakat (z.B. ”Lucrezia Borgia“ - ”Lukrezia Borgia“).

- Vor: Autor/in der literarischen bzw. musikalischen Vorlage. Falls bei Verfilmungen von Romanen, Operetten usw. Autoren bzw. Komponisten auf dem Plakat angegeben sind, werden sie aufgenommen.

- Reg: Regie. In einigen Fällen fehlt die Angabe des Regisseurs auf dem Plakat. Dann wird der Name aus den verwendeten Nachschlagewerken ermittelt und in spitzen Klammern eingefügt.

- Sch: Schauspieler/innen. Meist sind auf dem Plakat mehr Schauspieler/innen erwähnt als im Findbuch aufgeführt sind. Generell werden nur die besonders hervorgehobenen Namen aufgenommen. Sind mehrere Schauspieler/innen in Form einer Namensliste ohne Hervorhebungen auf dem Plakat genannt, werden in der Regel die ersten zwei bis drei Namen dieser Liste im Findbuch erwähnt.

- Dre: Drehbuch

- Mus: Musik. Diese Angabe erfolgt nur, wenn bekannte Schriftsteller oder Komponisten für Drehbuch bzw. Filmmusik verantwortlich sind.

- The: Thema. Das Thema des Films wird nur bei Dokumentarfilmen, Biografien oder Spielfilmen mit explizit zeitgeschichtlichen oder politischen Bezügen aufgeführt, falls es nicht aus dem Filmtitel hervorgeht.

- Prod: Produzent. In Einzelfällen ist statt des Regisseurs der Produzent angegeben (z.B. bei Zeichentrickfilmen von Walt Disney).

- Ver: Filmverleih

- Gra: Grafiker/in. Viele Grafiker verwenden Namenskürzel oder unterzeichnen ihre Werke so stark stilisiert, dass der Name nur noch schwer oder gar nicht mehr zu entziffern ist. Zweifel der Bearbeiterin, ob der Name richtig entziffert wurde, sind mit ”<?>“ ausgedrückt. Mittels der Kataloge des Auktionshauses Jörg Weigelt (Hannover) konnten einige Grafiker oder auch die Entstehungszeit des Plakates ermittelt werden. Diese Ergänzungen sind durch spitze Klammern eingefasst.

- D/V: Druckerei/Verlag. Hier ist die Druckerei, in der das Filmplakat hergestellt wurde, angeführt.

- Bem: Bemerkungen. Hier werden Ergänzungen zum Plakat (meist Überkleber mit Angaben zu Aufführungsterminen in Düsseldorfer Kinos), Anzahl der Exemplare oder Motivvarianten vermerkt, ebenso, ob es sich nicht um das eigentliche Filmplakat, sondern um eine Vorankündigung handelt. Auch Abweichungen von der Normgröße werden erfasst (in Millimetern).

c) Datierung

Im Findbuch folgt rechts neben der Plakatbeschreibung zunächst das Entstehungsjahr des Films, ermittelt aus dem Lexikon des Internationalen Films. Das Entstehungsjahr des Films muss nicht identisch sein mit dem Entstehungsdatum des Plakats (z.B. 1/1119 Im Westen nichts Neues, Entstehungsdatum Film: 1929/30, Plakat aus den 50er Jahren). Rechts daneben folgen Angaben zur Entstehungszeit des Plakats.

Meist stehen die Jahresangaben in eckigen Klammern. Sie sind handschriftlichen Angaben des Sammlers auf den Stücken entnommen. In diesem Jahr lief der Film in deutschen Kinos. Es handelt sich also um das Datum, zu dem das Plakat zum Aushang kam. Normalerweise liefen Filme unmittelbar nach ihrer Fertigstellung (im selben oder darauffolgenden Jahr) in den deutschen Kinos. Daher wurde in den Fällen, in denen Vermerke des Sammlers auf den Plakaten fehlen, keine weiteren Angaben zur Entstehungszeit des Plakats aufge¬nommen. Es gibt jedoch Ausnahmen, wenn zu vermuten ist, dass das Plakat nicht im selben Zeitraum wie der Film entstanden ist.

In diesen Fällen wird die vermutete Entstehungszeit des Plakats in spitzen Klammern eingefügt. Es handelt sich entweder um Zeitangaben aus Auktionskatalogen (Weigelt) oder um Schätzungen der Bearbeiterin. Ein Beispiel: US-amerikanische Filme aus der Zeit des 2. Weltkriegs werden kaum zeitnah in Deutschland gelaufen sein (z.B. 1/1417 ”Auf Ehrenwort“). Das entsprechende Plakat stammt daher wahrscheinlich aus den Jahren um 1950.

In einzelnen Fällen erscheint die Jahresangabe ohne Klammer, dann konnte das Entstehungsdatum dem Plakat selbst entnommen werden, in den meisten Fällen als Vermerk des Grafikers, manchmal auch aus dem Filmtitel.


d) Abkürzungen, Zeichenerklärung

Ex - Exemplare

nL - nicht im Lexikon aufgeführt

oD - ohne Datum

St - Stücke

[...] - Angaben des Sammlers

<...> - Angaben der Bearbeiterin

Köln, den 07.06.00

Enthält:

Filmplakate, u.a. zu Filmen dramatischen Inhalts nach literarischen Vorlagen, Historienfilmen und Filmen über historische Persönlichkeiten, zu Melodramen, Komödien, Tragikomödien, zu Kinder-, Märchen- und Trickfilmen, zu Liebes-, Heimatfilmen, Musikfilmen und Musicals, Abenteuer-, Sport- und Zirkusfilmen, zu Horror-, Fantasy- und Science Fiction-Filmen, Kriminal-, Spionagefilmen, Thrillern, Western, Kriegsfilmen, zu Dokumentarfilmen und Wochenschauen.

3. Zeitungs- und Zeitschriftenwerbung

a) Ordnung und Verzeichnung

Dieser dritte Findbuchband zu den Plakaten der Sammlung Lauterbach enthält an Zeitschriftenkiosken ausgehängte Werbung für periodisch erscheinende Druckerzeugnisse wie Tageszeitungen, Wochen- und Monatszeitschriften, Comic- und Romanhefte, auch jährlich oder halbjährlich erscheinende Publikationen wie Fahrpläne, Liederhefte etc. Wie die Filmplakate aus den kulturellen Veranstaltungsankündigungen aufgrund der Vielzahl der Stücke ausgegliedert wurden, so wurden auch diese Werbeplakate von der übrigen Wirtschaftswerbung (siehe Findbuch Band 1) getrennt. Das Findbuch enthält ca. 6850 Stücke (Doppelstücke nicht mitgezählt), hiervon etwa 800 aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg und 6050 aus der Zeit danach (bis Anfang der 70er Jahre).

Die Werbeplakate weisen oft gleiche Gestaltung auf, sodass sie aufgrund dieses Kriteriums zu Konvoluten zusammengefasst werden konnten. Wenn es aufgrund des Themas und/oder besonderer Gestaltung geboten erschien, wurden Stücke auch einzeln verzeichnet. Gleiches gilt natürlich, wenn mangels Masse eine Konvolutbildung gar nicht möglich war.

Die Plakate wurden anhand der Themenstellung bzw. des Erscheinungsbildes der Zeitschrift bzw. Zeitung zu Abteilungen zusammengefasst, z.B. Sportzeitschriften, Frauen- und Modezeitschriften, Tageszeitungen etc.. Innerhalb der einzelnen Abteilung folgen die Titel der Periodika alphabetisch aufeinander. Bei gemeinsamer Werbung mehrerer Presseerzeugnisse (kenntlich gemacht durch +-Zeichen) wird das Plakat unter dem Namen der erstgenannten Zeitschrift eingeordnet. Alle Zeitschriftennamen erscheinen im Zeitschriftenindex.

Die Konvolute und Einzelstücke folgen innerhalb der Unterabteilung chronologisch aufeinander; bei gleichen Zeitangaben richtet sich die Abfolge nach Themen und Formatgrößen.

Einen Sonderfall bilden die Comics der Walt Disney Productions, die in der Abteilung ”Comics“ gesammelt unter dem Verlagsnamen erscheinen. Grund hierfür ist die Vielzahl von Sonderheften und Einzeltiteln, die es sinnvoll erscheinen ließ, alle Publikationen dieses Verlages als Gruppe zusammenzuführen. Innerhalb der Gruppe erscheint die jeweilige Publikation unter ihrem Namen in alphabetischer Reihenfolge.

Findbucheintrag

Links steht die Signatur. Sie besteht aus der Angabe des Plakatformats und einer laufenden Nummer. Die Formate 0, 1, 2 und 3 entsprechen ungefähr den DIN A-Formaten. Wenn das Plakat erhebliche Abweichungen vom DIN A-Format aufweist (in der Regel kleiner), ist unter ”Bemerkungen“ die Größe des Stückes (Breite x Höhe) aufgeführt.

Rechts neben der Signatur folgt die Stückbeschreibung. Sie ist nach folgendem Schema aufgebaut:

- Titel. Bei Einzelstückverzeichnung steht zuoberst - falls vorhanden - der Titel des Plakats, vom übrigen Text durch Kapitälchen abgesetzt. Ein eigenständiger Titel des Plakats ist jedoch bei Werbung für Periodika selten. Meist erscheint nur der Name der Zeitschrift oder eine Schlagzeile aus dem Inhalt des beworbenen Stücks. Diese wird in der Stückbeschreibung unter ”Thema“ aufgeführt.

- Zus: Zusätze zum Zeitschriftennamen. Sie beschreiben oft die Art der Zeitschrift (”Das Fernseh-Magazin“, ”Die Sport-Illustrierte“ o.ä.).

- The: Thema/Themen. Das auf dem Plakat dargestellte Thema wird erwähnt, wenn es aussagekräftig genug ist. Bei Konvoluten wird eine Auswahl (”u.a.“) mehrerer Themen aufgelistet. Entspricht das Thema dem Gliederungsbegriff (z.B. Darstellung modischer Kleidung bei Modezeitschriften) wird es nicht nochmals in der Stückbeschreibung erwähnt.

- Bild: bildliche Darstellung. Nur wenn es aufgrund der Darstellung sinnvoll erscheint, ist die bildliche Gestaltung erwähnt. Bei Konvoluten steht hier meist nur eine Auswahl (”u.a.“).

- Hrg: Herausgeber. Nur bei besonderer Erwähnung eines einzelnen Herausgebers.

- Gra: Grafiker/in

- Foto: Fotograf/in. Die Gestalter/innen sind relativ selten auf den Plakaten erwähnt.

- D/V: Druckerei und Verlag. Wird nur erwähnt, wenn auf dem Plakat vermerkt (dann meist nicht identisch mit dem Verlag des Presseorgans).

- Bem: Bemerkungen. Hierunter finden sich hauptsächlich Größenangaben bei von der Mappengröße abweichenden Plakatformaten (Breite mal Höhe in Millimetern). Ist keine Größenangabe vorhanden, entsprechen die Stücke den Mappengrößen im Hochformat (Querformat ist vermerkt). Bei Konvoluten können die Maße der einzelnen Stücke geringfügig voneinander abweichen. In diesen Fällen wird die größte Breite und Höhe im Konvolut aufgenommen, die Möglichkeit von Abweichungen wird durch ”bis“ kenntlich gemacht. Bei größeren Differenzen werden normalerweise getrennte Konvolute gebildet. Lohnt sich dies aufgrund geringer Stückzahl nicht, werden die einzelnen Maße gesondert angegeben.

Außerdem wird die Anzahl der Doppelstücke vermerkt sowie weitere Besonderheiten wie beidseitiger Druck, senkrechte oder waagerechte Unterteilung (”Doppelplakat“) z. B. zur Darstellung von zwei Titelblättern etc.

- Rechts neben neben der Stückbeschreibung folgt die Anzahl der unter einer Signatur zusammengefassten Stücke (ohne Doppelstücke).

Den Abschluss des Findbucheintrags bilden Angaben zur Datierung. Nur selten geht aus den Plakaten selbst hervor, aus welchem Jahr sie stammen. Manchmal hat der Sammler das Entstehungsjahr am Plakatrand, auf der Rückseite oder auch auf der ursprünglichen Verpackung der Plakate vermerkt. Diese Angaben werden übernommen und sind - aus Gründen der besseren chronologischen Sortierbarkeit nur am Ende - mit einer eckigen Klammer gekennzeichnet.

In anderen Fällen konnte die Bearbeiterin das Erscheinungsjahr oder zumindest den entsprechenden Zeitraum aufgrund des Plakatinhalts (z.B. politische Ereignisse, Katastrophen) ermitteln. Um die Bearbeitungszeit in vertretbaren Grenzen zu halten, mussten entsprechende Recherchen jedoch möglichst knapp gehalten werden. Hierfür wurden die in der Bibliothek des Historischen Archivs der Stadt Köln vorhandene Literatur, außerdem die unten angegebenen Nachschlagewerke, die CD-ROM-Fassungen von Propyläen Weltgeschichte und Brockhaus multimedial 2001 sowie das Internet verwendet.

Die von der Bearbeiterin ermittelten Zeitangaben sind an einer spitzen Klammer hinter dem Datum erkennbar. Werden Zeitangaben mit ”um“ eingeleitet, sind jeweils bis zu fünf Jahre vor und nach dem erwähnten Datum einbezogen (z.B. ”um 1955“ umfasst die 50er Jahre). In diesem Fall sind die Plakate aufgrund ihrer Gestaltung einem Zeitabschnitt zugeordnet worden.

Wechsel in der Gestaltung des Namensschriftzuges einer Zeitschrift oder bei den Namenszusätzen boten durch Vergleiche mit den in Bestand 7700 vorhandenen Zeitschriften ebenfalls Hinweise auf den Entstehungszeitraum des Plakates. Nicht immer war dies allerdings möglich, da in vielen Fällen Plakatdarstellung und Titelblattgestaltung der Zeitschrift voneinander abweichen.

Abgebildete Szenen aus neuen Filmen oder Werbung mit dem Abdruck von Romanen konnten ebenfalls zur Datierung verwendet werden, soweit das Erscheinungsjahr des Films bzw. Romans mit folgenden Nachschlagewerken ermittelbar war:

• Lexikon des internationalen Films (CD-ROM-Fassung). Hrsg. vom Katholischen Institut für Medieninformation e.V. und der Katholischen Filmkommission für Deutschland. Rowohlt, Hamburg 1987.

• Deutsches Literatur-Lexikon. Begründet von Wilhelm Kosch. Francke Verlag Bern und München.

• Kindlers Literatur Lexikon. DTV München 1986.

Da zumindest in den 50er Jahren bei der Plakatherstellung Abweichungen von der DIN-Norm vorherrschen, bot sich bei einigen Zeitschriften eine Orientierung an den von Zeit zu Zeit variierenden Plakatformaten an. Ob diese Methode allerdings immer zum richtigen Ergebnis geführt hat, ist nicht sicher. Ergebnisse von Datierungsversuchen anhand von Formatvergleichen sind daher nicht nur mit spitzen Klammern, sondern zusätzlich mit einem Fragezeichen gekennzeichnet.

In seltenen Fällen hat der Grafiker neben seinem Namen auch das Entstehungsjahr des Plakatentwurfs vermerkt. Das Plakat selbst ist dann allerdings teilweise erst im Folgejahr erschienen. Die von Grafikern stammende Jahreszahl wird kursiv wiedergegeben.

b) Abkürzungen

Bl - Blatt

oA - ohne Angabe

oD - ohne Datum

u.a. - unter anderem

v.a. - vor allem

z.T. - zum Teil

Beatrix Klein

Enthält:

Plakate, auch Händlerschürzen, betr. Zeitungen und Zeitschriften, u.a. politische Tageszeitungen (u.a. Abendpost, Bild (Zeitung), Bild am Sonntag, Düsseldorfer Zeitung, Frankfurter Allgemeine, auch Nachtausgabe, Der Mittag (verschiedene Ausgaben), Neue Rhein Zeitung, Rheinische Post, Die Welt, Welt am Sonntag), Karnevalsausgaben (u.a. Frankfurter Faschings-Rundschau, Kölner Stadt-Anzünder, Kölnische Bundtschau, Münchner Mucker), Zeitschriften für Politik und Wirtschaft (u.a. Der Adler, der Arbeitsmann, Die Brennessel, Capital, Christ und Welt, DM, Der Fortschritt, Deutsche Zeitung und Wirtschaftszeitung, Illustrierter Beobachter, Kritik der Zeit, Ludendorffs Halbmonatsschrift, Publik, Der SA-Mann, Das Schwarze Korps, Der Spiegel, Der Stürmer, Die Weltwoche, Die Zeit), Illustrierte und Familienzeitschriften (u.a. abz/Illustrierte Woche, Berliner Illustrierte, Die Braune Post, Bunte Illustrierte, Deutsche Illustrierte, Frankfurter Illustrierte, Das grüne Blatt, Die grüne Post, Hamburger Illustrierte, Heim und Welt, Illustrierte Berliner Zeitschrift -IBZ, Illus, Das Illustrierte Blatt, Illustrierte Post, Illustrierte Woche, Kölnische Illustrierte, Koralle, Kristall, Lies mit, Life, Münchner Illustrierte, Das Neue Blatt, Neue Gartenlaube, Neue Illustrierte, Die neue Münchner Illustrierte, Neue Post, Neue Welt, Neue Welt am Sonnabend, Pinguin, Praline, Quick, Revue, Rheinische Illustrierte, Schwäbische Illustrierte, 7 Tage, Sonntagspost, Stern, Stuttgarter Illustrierte, das ufer, Welt am Sonntag, Weltbild, Die Woche, Wochenend), betr. Rundfunk- und Fernsehzeitschriften (u.a. Bild und Funk, Funkuhr, Gong, Hör zu, Hören und Sehen, N.S. Funk), betr. Satire- und Witzblätter (Der neue Michel, Simplicissimus, Tünnes und Schäl), betr. Zeitschriften für Wissenschaft, Technik, Hobby und Ratgeber (Auto Motor und Sport, hobby, Motor Rundschau, Populäre Mechanik, Schöner Wohnen, Sei praktisch, Das Tier, vital, zuhause), betr. Zeitschriften für Freizeit, Reise und Unterhaltung (u.a. Das Beste aus Reader’s Digest, Jasmin, Mach mit, Tip Kurier), Sport (Deutsche Sport-Illustrierte, Der Fußballsport, Kicker, Sport Illustrierte), betr. Zeitschriften für Frauen, Männer und Mode (u.a. Annabelle, Beyers Mode für alle, Brigitte, burda, Constanze, Dame, Elle, Film und Frau, Freundin, Freundin/Film Revue, Für Sie, Hella, Herzdame, Lady, Libelle, Madame, Marie Luise, Mode und Heim, Moderne Frau, Neue Modenwelt, petra, Silberspiegel), Jugendzeitschriften (u.a. Bravo, Kurier, ok, twen), Comics (Supermann, Tarzan), Walt Disney Productions (Micky Maus, Mickyvision), Zeitschriften betr. Kultur, besonders Film (Bella, Filmrevue, Filmwelt, Die großen Musiker, die neue Linie, Das Schönste, Star Revue, westermanns monatshefte), Zeitschriften betr. Astrologie und Esoterik (Der gute Menschenkenner, Neue Weltschau, Das neue Zeitalter, Neues Deutschland, Der Runenforscher, Der Seher), betr. Romane und Bücher (u.a. Jede Woche ein Roman!, Der neue spannende Roman, Roman der Zeit, Wahre Geschichte).

Provenienz : Sammlung Lauterbach
Umfang : ca. 9000 Plakate
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