Fahne, Anton



Signatur : Best. 1031


Inhalt :
Anton Fahne (* 28. 2. 1805 Münster i. W., * 12. 1. 1883 Düsseldorf), Jurist und u. a. 1833-1842 als Friedensrichter zu Bensberg tätig, widmete sich in seiner zweiten Lebenshälfte ganz historischen und vor allem genealogischen Studien. Er begann mit Studien über Köln für seine Geschichte der Kölnischen, Jülichschen und Bergischen Geschlechter (1848) und arbeitete später u. a. über westfälische Geschlechter allgemein, über die Freiherren von Hövel, die Grafen von Bocholtz, die Fürsten zu Salm-Reifferscheidt und das Geschlecht Momm. Der Bestand enthält vor allem Sammlungen zur Geschichte des Rheinlandes und Westfalens, besonders auch Genealogien von Familien dieses Raumes.

Sie besteht aus einer chronologisch geordneten Urkunden- und zweier "Akten-"Reihen, letztere als Bände verschiedenen Formats formiert. Die Sammlung diente Fahne als Quelle zu seinen an Zahl unübersehbaren Veröffentlichungen. Der Bestand umfasst heute 366 Urkunden, ferner einen großen Teil der ursprünglich 208 Folio- und 54 Quartbände Akten. Bei den Urkunden handelt es sich um Originale, die Fahne wohl von gleichgültigen Archivbesitzern überlassen wurden; sie befinden sich häufig in schlechtem Erhaltungszustand. Die Aktenbände stellen ein zwangloses Gemisch von Originalen, Auszügen anderer Sammler u. a. Alfter und eigenen Notizen Fahnes dar.

Die Sammlung Fahne ist nach und nach an das Historische Archiv gelangt. Bereits in der Sitzung am 28. 7. 1855 beschloss der Gemeinderat von Köln die Annahme von Archivaliengeschenken Fahnes, der die Quellen nach Auswertung dem sachlich und örtlich zuständigen Archiv übereignen wollte. Nach Fahnes Tod scheiterten zunächst die Verhandlungen wegen einer geschlossenen Übernahme der Sammlung, doch nahm Leonard Korth im Jahre 1891 auf der Fahnenburg bei Düsseldorf für Heft 20 der Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln eine Verzeichnung der Coloniensia vor. Im Februar 1900 konnte dann die Sammlung angekauft werden (acc. 8/1900). Damals wurden die Schreinssachen herausgenommen und von Hermann Keussen den übrigen Schreinsbüchern eingefügt. Desgleichen wurden die Testamente der entsprechenden Abteilung des Archivs eingereiht, auch ein Teil der Urkunden im Haupturkundenarchiv untergebracht. Alle diese Stücke sind dort belassen, aber in die vorliegende Verzeichnung miteinbezogen worden. Lediglich die Schreinssachen konnten nicht berücksichtigt werden, da sich über ihren Verbleib im Einzelfall keine Hinweise erhalten haben; es kann hier nur auf die Verzeichnung von Korth verwiesen werden.

Es sind in der Sammlung Fahne einige Provenienzen zu vermuten, u. a. Bruchstücke aus den Archiven der v. Reifferscheidt, v. Enschringen, Rave und des Gerichtes Kreuzberg.

Über die äußere Anlage der Regesten ist zu bemerken, dass Personennamen in der Schreibweise der Vorlagen wiedergegeben sind mit Ausnahme der im 16. Jh. üblichen Konsonantendoppelungen. Bei den Ortsnamen sind bei erheblichen Abweichungen von den heutigen Namensformen diese in eckigen Klammern hinzugefügt worden, sofern der Ort eindeutig zu ermitteln war. Bis 1500 ist die Sprache der Archivalien vermerkt, nach 1500 nur, wenn es sich nicht um deutsche Texte handelt.

Provenienz : Fahne, Anton | 1805-1883
Umfang : 278 Urkunden, 9 m

>> zum Findbuch Best. 1031 Fahne, Anton
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