Rechnungen (R)



Signatur : Best. 70


Inhalt :
Der Bestand ist zeitlich wie sachlich gegliedert:

IStädtische Rechnungen

Mittwochs-, Freitags- und Samstagsrentkammer

Registraturbücher und Verwandtes

Mittwochs-Rentkammer

Freitags-Rentkammer

Der Mittwochs- und Freitagsrentkammer angehörig

IIPrivate Rechnungs- und Geschäftsbücher

III Verweise auf andere Bestände

Die 1988 formierten Nachträge zum Bestand 70 sind im Nachtragsbestand 70N A 1527 ff. formiert worden und diesem Schema entsprechend geordnet.

Der Klassifikationspunkt "Registraturbücher und Verwandtes" enthält als namengebenden Teil die Bücher, in denen die Rentkammern (=RK) die sie betreffenden Ratsbeschlüsse, zeitgenössisch Registraturen, eintrugen. Aber auch in den übrigen Klassifikationsgruppen sind ähnliche Aufzeichnungen zu finden.

Die Klassifikationspunkte "Mittwochs- und Freitagsrentkammer" sind noch weiter unterteilt, jedoch ist die Zuordnung nicht immer gesichert, vor allem die jeweils letzte Untergruppe "Verschiedenes" muß kritisch genutzt werden.

Die Bücher der Mittwochs-Rentkammer sind von 1370 bis 1511 nur mit großen Lücken, bis 1608 überhaupt nicht überliefert und liegen wieder vor von 1609 und 1633 und ab 1675. Dagegen ist die Überlieferung der Kreditaufnahme und ihrer Verzinsung und Tilgung lückenlos: Rentenregister ab 1351 (ab 1477 für jedes Jahre ein eigenes), Bücher der Freitags-RK ab 1422, der Samstags-RK von 1432 bis 1515 (wird danach von der Freitags-RK übernommen).

Im Klassifikationspunkt "Verschiedenes" der Freitags-Rentkammer (A 1294-97) finden sich die Protokolle und Abrechnungen der Münzerhausgenossen (Näheres siehe unter Bestand 90 (Handel)).

Im Klassifikationspunkt "Der Mittwochs- und Freitagsrentkammer angehörig" liegt das Rechnungsschriftgut der Mühlenerben vor (A 1363 ff.), einer Genossenschaft ähnlich den erwähnten Münzerhausgenossen und Fährgenossen, die die Rheinmühlen betrieben; der Umfang und die Selbständigkeit der Schriftgutführung sind im einzelnen noch abzuklären.

Es ist zu beachten, daß der Bestand entgegen dem Augenschein der Gliederung nicht nach Provenienz, sondern nach formalen Kriterien gebildet worden ist: alles, was als Rechnungsbuch oder Abrechnung gelten konnte, wurde aufgenommen, nicht aber die Neubürgerlisten der Rentkammern (V+V C 655-659). Aus den privaten Rechnungsbüchern entfernt wurden die Einheiten A 1400 und 1404 bis 1426, die jetzt zusammen mit Korrespondenzen den Best. 1065 (Bernhard Lohn) bilden.

Im Fuchsschen Generalrepertorium sind unter IV. Freitags-RK 900 Archivalientitel aufgeführt, kaum Rechnungen, sondern fast alles Akten. Unter V. Mittwochs-RK finden sich dann deren Rechnungsbücher (schon mit den genannten Lücken) und solche der Freitags-Rentkammer. Da Fuchs aber mit seinen "Archiven" eher Örtlichkeiten unter ihrem tradierten Namen als ein Archiv oder eine Alt-Registratur der namengebenden Stelle meinte, ist auch im vorliegenden Fall davon auszugehen, daß damals keine reinen Provenienzbestände beschrieben wurden. Andererseits muß hier darauf hingewiesen werden, daß innerhalb der Stadtverwaltung die Rentkammern auf Dauer die neben Rat bzw. Syndicat größten Registraturbildner gewesen sind.

Die erwähnte formale Charakteristik des heutigen Bestandes ist sicher auch vorgegeben worden durch Ennens Gruppe A V seiner "Manuskripte" unter der Aufschrift "Städtischer Haushalt". So hat man denn nach Ennen bald, d.h. 1890, begonnnen, die "Kassenbücher und Rechnungen" zu ordnen, und konnte 1892 das Ergebnis in den Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln veröffentlichen. Schon 1893 druckte man ein neues Verzeichnis der ältesten Bestandsteile, in die nun auch die Unterlagen des Kölner Rheinzolls eingeordnet waren. 1898 hat man sich nochmal mit Nachträgen befasst und weitere Stücke eingeschoben, wodurch der Wert der in den Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln veröffentlichten Verzeichnisse gemindert wird. Die in den Übersichten 1894 und 1905 nach den Stadtrechnungen als Teil B genannten "Akten, Korrespondenzen" der Finanzverwaltung dürften weitgehend aufgegangen sein in die Bestände 33 (Militaria), 90 (Handel), wohl auch 30 (Verfassung und Verwaltung) und 95 (Zunft).

Provenienz : Rentkammern
private Provenienzen
Stadt Köln (Reichsstadt)
Mühlenerben
Münzerhausgenossen
Umfang : 89 m

>> zum Findbuch Best. 70 Rechnungen (R)
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