GUTSARCHIV HAUS GEIST



Laufzeit : 1590-1847


Inhalt : Das Gut Haus Geist, gelegen in der ehemaligen Bauerschaft Geist im Süden der Stadt, gehörte ursprünglich dem münsterischen Domkapitel, dessen jeweiliger Domdechant das Gut als Lehen erhielt. 1534/35, während der Belagerung der Stadt, war im Haus Geist ein Reiterlager eingerichtet. Später befand sich das Haus bis 1624 im Besitz der Familie Bischoping; zu diesem Zeitpunkt hatte das Domkapitel das Gut Haus Geist zurückgekauft. Die Fürstbischöfe haben Haus Geist häufig zu repräsentativen Zwecken genutzt. So fuhr das Domkapitel dem jeweiligen Bischof bei seinem Amtsantritt und Einzug in die Stadt bis Haus Geist entgegen. Zweimal, 1657 und 1661, wurde dort der Frieden zwischen der Stadt Münster und dem Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen vermittelt. Der münsterische Generalvikar und Minister Franz Freiherr von Fürstenberg ließ im 18. Jahrhundert das Wohnhaus neu errichten. Mit der Säkularisation ging Haus Geist an die Familie des Oberpräsidenten von Duesberg über, die es 1895 an die Familie Schenking aus Hiltrup verkaufte. Anschließend wurde die Westfalia Brauerei für einige Jahre Besitzer, bis sie die Anlage 1918 an die Stadt Münster verkaufte. 1952 fiel Haus Geist durch Tausch an das Bistum Münster zurück.
Beschreibung des Besitzes des Hauses Geist (1590-1816); Eigenhörige der Domdechanei (1590-1801); Beschreibung des Besitzes der Familie Bischoping (1630-1632); Beschreibung des domkapitularischen Besitzes (1630-1744); Zubehörigkeiten und Grundbesitz (1632-1639); Gerechtsame und Intraden (1618-1816); Gerechtigkeit in der Galgheide (1610-1816); Senticationsrecht (1640-1714); Verpachtung des Hauses Geist (1629-1804); Inventar der Urkunden und Akten des Hauses Geist und des Hofes Althoff (1813); Abhandlungen "Landwirtschaftliche Taxationslehre" (1846) und "Ertrags-Anschlag des Meiereiguts Hohenheim|zt| (1847).


Umfang : (1 Karton), Findmittel nicht vorhanden, Zitierung: StdAMs, Haus Geist
Literatur : Hörst, Paul, Aus der Geschichte von Haus Geist bei Münster, in: Westfälischer Heimatkalender 10, 1956, Ausgabe Münster-Stadt und -Land, Münster 1955, S. 202-203.

>> zum Findbuch Gutsarchiv Haus Geist
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