F 10 - Johann Heinrich Schmidt [Söhne] / Wilhelm Schmidt



Laufzeit : 1770-1953, 1977-1980


Inhalt : Firmensitz: Iserlohn / Werdohl-Elverlingsen
Branche: Handelshaus, Metallwarenindstrie (Bronzefabrik), Eisen- und Stahlindustrie (Puddel- und Walzwerk), Drahtindustrie
Johann Heinrich Schmidt (I.) (1733-1795) gründete ca. 1765 eine Handlungskompagnie mit Johann Caspar Woeste (1744-1814) aus Lüdenscheid. Die Firma Schmidt & Woeste wurde nach dem Tode des Vaters von J.H. Schmidt (II.) fortgesetzt und ca. 1820 nach dem Tode von Woeste aufgelöst. Nachfolgefirma wurde J.H. Schmidt Söhne, die in Iserlohn bis nach dem Zweiten Weltkrieg bestand und vor allem Bronzewaren herstellte.
Schon Schmidt & Woeste hatten die Produktion von Metallwaren begonnen, zuerst um 1780 die Herstellung von Schnallen in Lüdenscheid, dann ab 1805 die Bronzewarenfabrikation in Iserlohn. Mit dem Erwerb und Umbau eines Nadelschleifwerks in Nachrodt 1817 begann unter Eduard Schmidt die Fabrikation von Halbzeug. Das Werk in Nachrodt ging 1872/73 in den Besitz der Westfälischen Union über.
Aus der Konkursmasse von Aldehoff & Goecke erwarben J.H. Schmidt Söhne 1821/22 Hammerwerk und Gut Elverlingsen bei Werdohl. Die Drahtfabrik Elverlingsen bestand bis 1930. Gutshaus und Grundbesitz wurden 1938 von dem Unternehmer Franz H. Stromberg (Altena) erworben (s. F 58).
Nach dem Tode von J.H. Schmidt (II.) 1830 blieb der enge Verbund der drei Produktionsstätten und des Handelshauses zunächst erhalten, auch wenn Nachrodt rechtlich selbständig war. Nach dem frühen Tod von J.H. Schmidt (III.) (1798-1833) und Eduard Schmidt (1802-1842) erwarb der letzte verbliebene Sohn Wilhelm (1806-1864) die Fa. J.H. Schmidt Söhne, trennte jedoch das Werk Elverlingsen ab. 1847 schied Wilhelm Schmidt aus der Iserlohner Firma aus, die fortan sein Schwager Alexander Löbbecke leitete, und widmete sich künftig der Fabrik und dem Gut in Elverlingsen.
13 Kartons
Der als Auslesearchiv übernommene Bestand enthält neben Schriftgut der Familie vor allem Material zu einer der bedeutendsten Firmen Südwestfalens in der frühen Industrialisierung. Beispielhaft wird an den Unternehmungen der Familie Schmidt der Übergang vom Handelsgeschäft zum Fabrikbetrieb deutlich.

Lager- und Kapitalbuch der Witwe von J.H. Schmidt (I) geb. Bergfeld 1796-1832; Bilanzen und Bilanzbücher 1796-1832 (4); Kapitalbuch und -konten 1829-1848 (3); Kassabücher 1815-1822 (1); Haushalts- und Oeconomiebücher für Iserlohn und Elverlingsen 1830-1899 (8); Grundstücks-, Pacht- und Kaufverträge 1817-1868 (6)

Briefe an J.H. Schmidt (II.) während seines Aufenthalts in Leipzig 1780-1783 sowie privates Schriftgut von ihm (3)

familiengeschichtliche Sammlungen, Korrespondenzen, Erinnerungsstücke, Porträt von Catharina Elisabeth Schmidt (+ 1815) 1797-1937 (25)

Bronzefabrik Iserlohn 1809-1849: Einzelschriftgut (11)

Elverlingsen: Schule 1773-1849 (1); Jagd- und Fischereirechte 1821-1858 (2); Grundstücke 1814-1948 (6); Bewirtschaftung des Guts 1830-1912 (8); Fabrikbetrieb 1822-1859 (2).

Darin:
Deutsch-Amerikanischer Bergwerksverein, Elberfeld 1816-1843 (1, Aktien)
Manuskript von Diedrich Schmidt, Elverlingsen zu Unternehmern des Kreises Altena, 1953
Familie Ravené, Berlin 1794-1825 (2)
Sammelgut zur politischen Geschichte von Neuss und Grevenbroich 1871-1895 (1)
Aldehoff & Goecke, Altena/Elverlingsen (1)
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