F 37 - Dortmunder Brückenbau C.H. Jucho



Laufzeit : 1890-1973


Inhalt : Firmensitz: Dortmund
Branche: Bauindustrie (Brücken- und Hochbau)
Das Unternehmen wurde 1877 durch den Techniker und Konstrukteur Caspar Heinrich Jucho gegründet. Es spezialisierte sich zunächst auf den Bau eiserner Brücken für Eisenbahn und Straßen, von Drehscheiben und Fördertürmen. Die Blüte des Unternehmens setzte in den 1890er Jahren ein. 1906 wurden bereits 9.000 t Stahlkonstruktionen hergestellt. Das erste weltweit bekannte Projekt, das mit Beteiligung von Jucho entstand, war die Hochbrücke über den Nord-Ostseekanal 1911, bis heute die längste Eisenbahnbrücke Europas. Noch vor 1914 traten der Behälterbau und der Maschinenbau zum Standardprogramm hinzu, das in den 1920er Jahren mit Konstruktionen von Hoch- und Fertighäusern erweitert wurde. Aus den dreißiger Jahren ist der Bau stählerner Autobahnbrücken zu nennen; ferner lieferte Jucho zwischen 1938 und 1942 45.000 t Stahlkonstruktionen für die Reichswerke Salzgitter. Die Jahre nach 1945 prägten der Wiederaufbau zerstörter Brücken (u.a. mehrere große Rheinbrücken) und Hochbauten (u.a. führend beteiligt am Wiederaufbau der Westfalenhalle bis 1952). Innovativ war die Abteilung Mastenbau; erste Funkmasten wurden schon 1921 errichtet, in den 1950er Jahren entstanden der Sender Mühlacker und der Fernsehturm Dortmund. Öltanks in Griechenland und Ägypten in jenen Jahren stehen für das traditionsreiche Auslandsgeschäft, das schon vor 1900 einsetzte. Bedeutende Aufträge waren Eisenbahnbrücken in Südamerika und Vietnam, Teile des Völkerbundpalastes in Genf und der Bahnhof in Bagdad. Zu den letzten Großprojekten zählten Beteiligungen an der Fehmarnsundbrücke und an der Autobahn Sauerlandlinie; 1974 Konkurs.
30 m
Den Schwerpunkt des Bestandes bilden das technische Schriftgut und die dazu ab etwa 1900 gebildeten Ersatzaufschreibungen, vor allem die Kommissions- und Sammelkarten, die Schlüssel zu etwa 70.000 Konstruktionszeichnungen im Negativ. Auf den Kommissionskarten wurden Aufträgefestgehalten, die Sammelkarten verzeichnen die Besteller und die mit ihnen abgewickelten Aufträge. Konstruktionszeichnungen im Original konnten aus Raumgründen nur in Auswahl übernommen werden. Technische Zeichnungen und statische Berechnungen sind in Auswahl vorhanden (fünf Großprojekte, u.a. Fehmarnsundbrücke, 1 m). Die Musteralben und Fotosammlungen des Unternehmens präsentieren die wichtigsten Aufträge.
Darin:
Nachlaß von Dr.-Ing. Erich Kesper, Leitender Ingenieur, (1902-1977) (4)
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