F 62 - Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG vormals Westfälisches Nickelwalzwerk Fleitmann, Witte & Co.



Laufzeit : (1851) 1880-1969


Inhalt : Firmensitz: Schwerte
Branche: NE-Metallindustrie
Die Vereinigten Deutschen Nickelwerke erwarben sich auf dem Gebiete der Nickelverarbeitung Weltgeltung vor allem durch die Patente des Firmengründers Dr. Theodor Fleitmann (1828-1904), einem Chemiker und Schüler von Justus Liebig. Als größtes Unternehmen in Schwerte haben die VDN bzw. ihre Vorgängerfirmen die Industrialisierung der Stadt an der Ruhr nach 1868 maßgeblich beeinflußt.

Um 1840 Gründung der Plattierfabrik und Neusilberprägerei Herbers, Witte & Co.
1851 Anlage einer Nickelhütte auf der Iserlohnerheide und Eintritt von Dr. Theodor Fleitmann als Betriebsleiter
1861 Kauf der Nickelhütte durch Dr. Theodor Fleitmann und Gründung der Nickel- u. Kobaltfabrik Fleitmann & Witte
1869 Anlage des Werkes Schwerte an der Bahnlinie Hagen-Kassel
1884 Verkauf der Nickelhütte auf der Iserlohnerheide an die Société Le Nickel, Paris; das Schwerter Werk wird in die Gesellschaft französischen Rechts Société de Laminage du Nickel überführt.
1888 Gründung der AG "Westfälisches Nickelwalzwerk"
1892 Überführung der AG in eine oHG
1902 Umgründung der oHG in die Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG vormals Westfälisches Nickelwalzwerk Fleitmann, Witte & Co.; Übernahme von Werken in Laband und Paruschowitz (Oberschlesien)
1909 Übernahme des Messingwalzwerks R.W. Basse in Letmathe
1922 Übernahme der Fa. H.D. Eichelberg & Co. G.m.b.H, Iserlohn
1929 Beteiligung an den Handelsgesellschaften Erdeha (Kattowitz) und Alnik (Olkusz)
1937 Gründung der Edelstahl-Industrie Möller & Co., Schwerte; Gründung der Metallwerk Wandhofen GmbH
1945 Verlust der oberschlesischen Werke
25 m
Der Bestand setzt sich aus Geschäftsbüchern ausgewählter Jahrgänge, Akten, Sammlungsgut, Karten der technischen Abteilungen, dem Nachlaß von Dr. Theodor Fleitmann sowie Teilnachlässen der Direktoren Emmerich und Terbrüggen zusammen. Er enthält vereinzeltes Schriftgut aus der Zeit bis 1884, als die Firmenleitung noch auf der Iserlohnerheide beheimatet war.

Seit 1884 wird die Überlieferung dichter. Insbesondere zentrale Überlieferungen (Bilanzen sowie Geschäftsbücher) liegen in relativer Geschlossenheit vor. Neben dem Schriftgut der Geschäftsleitung, das z.T. in Form von "Nachlässen" der Direktoren abgelegt war, nehmen die Überlieferung zur betrieblichen Organisation und zur Produktion sowie der Bereich Arbeit und Sozialwesen einen breiten Raum ein. Als Empfängerüberlieferung ist reiches Material zu Verbänden und Kartellen, vor allem in der Zeit 1900 bis 1930, anzutreffen. Hervorzuheben sind insbesondere die Kooperation mit der Wieland-Werke AG, Ulm, der Selve AG, Altena, und der C. Heckmann AG, Duisburg (1921-1923) sowie die Empfängerüberlieferung zur Norddeutschen Metall-Berufsgenossenschaft (1913-1944).

A Stammunternehmen

1. Fleitmann & Witte, Iserlohn (1851)-1881 (3)
2. Societé de Laminage du Nickel / Westfälisches Nickelwalzwerk AG / Westfälisches Nickelwalzwerk (oHG) 1884-1902 (1905) (124)
3. Vereinigte Deutsche Nickelwerke 1902-1969 (481)

B Betriebsstätten außerhalb Schwertes

1. Metallwarenfabrik Paruschowitz 1913-1942 (5)
2. Werk Laband 1905-1944 (1950) (18)

C Rechtlich selbständige Tochterunternehmungen, Beteiligungen

1. Messingwerk Schwerte / Edelstahl-Industrie Möller & Co., GmbH 1928-1950 (11)
2. Metallwarenfabrik H.D. Eichelberg & Co. GmbH 1921-1948 (5)
3. Messingwerke Letmathe (1884)1909-1966 (25)
4. Metallwerk Wandhofen GmbH 1936-1945 (9)
5. "Erdeha" Kattowitz, "Alnik" GmbH, Olkusz/Polen, Handelsgesellschaften 1929-1937 (21)

D Korrespondenz von Dr. Theodor Fleitmann 1890-1898 (22)

Darin:
Letmather Messingwalzwerk R.W. Basse, Letmathe 1898-1900 (1)
Aluminium- und Metallfabrik Olkusz 1912-1925 (1)
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