F 104 - C.G. Funcke Sohn



Laufzeit : (1702)-1990


Inhalt : Firmensitz: Hagen
Branche: Eisen-, Blech- und Metallwarenindustrie (Gabelfabrik)
In der Nähe des Stammsitzes Funckenhausen in (Hagen-) Vorhalle erwarb Georg Funcke 1702 ein Hammerwerk an der Geitebrügge, heute (Hagen-)Eckesey. Die Anlage blieb bis 1990 im Eigentum der Familie. Nachdem das Hammerwerk zwischenzeitlich verpachtet worden war, übernahm es in der vierten Generation Carl Gottfried Funcke. Er betrieb bis 1855 zunächst eine Kompagniehandlung mit Caspar Bröcking aus Gevelsberg. C. G. Funcke wandelte das Hammerwerk in eine Fabrik für Pflugscharen und Schraubstöcke um. Sein Sohn Carl, dem aus dem Erbe das Hammerwerk zugefallen war, begann 1879 unter der Firma C. G. Funcke Sohn mit der Produktion von Gabeln für die Landwirtschaft. Bekannt wurde das Fabrikzeichen "Victoria". C. G. Funcke Sohn war bald führender Gabelhersteller im Raum Hagen/Ennepe-Ruhr. Der Neffe des kinderlos verstorbenen Carl Funcke, Richard, trat 1920 nach Absolvierung der juristischen Ausbildung in das Unternehmen ein. Es firmierte zwischen 1924 und 1937 als Aktiengesellschaft (Stammkapital 460.000 RM). 1970 übernahm das Unternehmen unter der Leitung von Carl Richard Funcke die Wilhelm Abt GmbH, Schorndorf. Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft zwangen 1989 zum Zusammenschluß mit James Neill Tools Ltd., Sheffield und zur Schließung des Werks Eckesey zum 30. April 1990.
1,5 m
Chroniken (angelegt vor allem durch Carl Richard Funcke) 1702-1990 (22, mit Sammelgut zur Firmengeschichte); 250jähriges Jubiläum 1952 (5); Bilanzbücher 1880-1895 (2); Hauptbücher 1871-1935 (3); Betriebsversammlungen 1960-1979; Plakat Victoria-Gabeln; Prospekte; Fotos; Lagepläne; Porträts der Unternehmer (4); Manuskripte von Richard Funcke (Vizepräsident und Ehrenmitglied der Vollversammlung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer Hagen).

Darin:
Eingabe von Dr. Johann Caspar Funcke an das Generaldirektorium zu Berlin wegen Werbefreiheit, Rückzahlung von Kriegskrediten, Tuchscherenfabrik und Eisenschmelze zu Sundwig (1764).
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