F 156 - Isselguß GmbH Gießereierzeugnisse



Laufzeit : 1794-1998


Inhalt : Firmensitz: Isselburg
Branche: Gießerei
1794 Gründung durch den Kaufmann Leopold Wilhelm Schmölder (1767-1843) als "Minervahütte": Verhüttung von Eisenerz aus der näheren Umgebung, Produktion von Gießereiwaren und Munition
1804 Verkauf an den ehemaligen holländischen Rittmeister Johann Friedrich Nering Bögel (1755-1817)
1816 Übernahme der St. Michaelis-Hütte (Liedern), 1858 wieder abgegeben
1830 Johann Nering Bögel (1799-1865) schließt der Hütte eine Maschinenfabrik an (Vertrag mit Johann Heinrich Dinnendahl: Maschinenbauanstalt Nering Bögel & Dinnendahl), Produktion von Förder- und Wasserhaltungsmaschinen für den Bergbau aufgenommen
1847 182 Beschäftigte in Hütte und Maschinenbauanstalt
1856 Gründung der Prinz-Leopold-Hütte (Empel) als Zweigbetrieb
1863 Actien-Commandit-Gesellschaft Joh. Nering Bögel & Co.
1865 Gustav Nering Bögel (1837-1901) übernimmt nach dem Tod des Vaters die Leitung des Unternehmens
1874 endgültige Stillegung des Hochofens, ein Drittel der etwa 300 Arbeiter ist in der Maschinenbauanstalt beschäftigt; Produkte: Maschinen, Poterieguß (u.a. gußeiserne Fensterrahmen, Töpfe, Briefkästen), seit den 1880er Jahren auch Leuchttürme
1874 Umwandlung in "Aktiengesellschaft Isselburger Hütte vormals Johann Nering Bögel & Cie."
1901-1904 Bau der Arbeiterkolonie "Wilhelmstadt"
1905 Eintritt von Peter Klöckner in den Aufsichtsrat, Klöckner wird Großaktionär und kontrolliert die Hütte
1908 Aufnahme der Herstellung von Radiatoren
1934 Klöckner übernimmt die Aktienmehrheit
1938 Aktienmehrheit geht auf die zur Klöckner-Gruppe gehörende Humboldt-Deutzmotoren AG (Köln) über, die Fabrikation wird auf die Bedürfnisse von Humboldt-Deutz zugeschnitten (1938 Aufgabe des Maschinenbaus, statt dessen seit 1939 Herstellung von Deutz-Motoren)
1939 Gewinnabführungsvertrag (Isselburger Reingewinn geht an Klöckner-Humboldt-Deutz AG); 700 Arbeiter und Angestellte
1945 schwere Bechädigung der Werksanlagen und Bürogebäude
1.7.1946 Lösung des Vertrages, man firmiert wieder als Isselburger Hütte AG, aber Klöckner-Humboldt-Deutz AG bleibt Hauptkunde
1953 500 Beschäftigte
1969 Schließung der Betriebskrankenkasse (1837 gegr.) und Verpachtung des "Minerva-Konsums"; rd. 700 Beschäftigte
30.6.1972 Umwandlung der Isselburger Hütte AG auf die Klöckner-Humboldt-Deutz AG
Sept. 1988 Verkauf des Werks Isselburg an die niederländische Gießereigruppe VGN (Verenigde gieterijen Nederland BV); Firma "Isselburger Hütte GmbH"; 316 Beschäftigte; Produkte: kernarme Gußteile, v.a. für Motoren- und Traktorenproduktion; Bremstrommeln und Bremsscheiben
1998 Isselguß GmbH Gießereierzeugnisse, rd. 250 Beschäftigte, Spezialisierung auf hochwertige Grau- und Sphärogußteile, Belieferung des Maschinen- und Anlagenbaus sowie von Nutz- und Schienenfahrzeugherstellern mit Schwungrädern, Bremsen- und Achsenteilen, Ölwannen, Kupplungs- und Getriebegehäusen.
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Der Bestand enthält vor allem:
Mutungskonzession 1794; Satzungen; Geschäftsberichte 1915-1963; Hauptbücher, Tagebücher und Memoriale 1899-1953; Aufsichtsrat (u.a. Protokollbücher 1865-1941); Hauptversammlungen 1944-1972; Bilanzen und Jahresabschlüsse (einschließlich Revisionsberichte) 1886-1955; Investitionen 1948-1984; Gebäude- und Inventar-Taxen 1919-1930; Demontage und Wiederaufbau; Arbeiterwohnungsbau 1898-1978; Konsumgenossenschaft 1901-1903 und 1967-1979; Grundstückssachen; Eisenbahngleisanschluß 1873-1949; technische Zeichnungen bzw. Karten und Pläne (Fabrikanlagen, Fördermaschinen, Dampfmaschinen, Leuchtturm Helgoland, Leuchtturm Arngast) 1886-1941; St. Michaelis-Hütte 1832-1875; Lohn und Gehalt 1929-1978; Musterbücher ca. 1890-1931; Materialsammlungen zu Produkten (Leuchttürme, Briefkästen, sonstige Gießereierzeugnisse); Presseausschnitt-Sammlung 1886-1989; Fotos (Produkte, Beschäftigte, Feiern, Maschinen, Fabrikansichten); Berufsausbildung 1937-1986; Energieversorgung 1932-1934 und 1973-1974; werksärztlicher Dienst und Betriebskrankenkasse 1960-1978; Steuern 1948-1983; Kunden 1967-1978; Betriebsanlagen; Zugehörigkeit zu Klöckner-Humboldt-Deutz 1939-1988; Direktoren Ewald, Schellenberg, Weyde und Schultz-Balluff; Deutscher Gießereiverband 1972-1981; Unfallschadenverband für Werksbeamte (Werksangestellte) e.V. 1935-1962.
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