F 28/69 - Dortmunder Konzert- und Theaterbetriebsgesellschaft m.b.H.



Laufzeit : (1930-1939) 1945-1961


Inhalt : Firmensitz: Dortmund
Branche: Unterhaltungsindustrie (Konzert- und Theaterbetriebsgesellschaft)
Die Dortmunder Konzert- und Theaterbetriebsgesellschaft m.b.H. wurde 1921 gegründet, um im Hause Brückstraße 21 einen Konzertsaal zu betreiben. Sie erwarb bald darauf das Gebäude und verpachtete den Konzertsaal an die Ufa, die darin den Ufa-Palast errichtete. Gesellschafter waren die Kaufleute Felix Voos (Geschäftsführer, Dortmund, Westenhellweg 21), Erich Wilhelms (Brückstraße 4/6) und Julius Goldschmidt (Gelsenkirchen, Mehrheitsaktionär der Alsberg AG, Gelsenkirchen) sowie Käthe Riep. Zur Gesellschaft gehörten neben dem Ufa-Palast die "Stadtschänke", die "Klause" sowie das "Großstadt"-Hotel. Wegen der jüdischen Mehrheitsgesellschafter Voos und Goldschmidt wurden die Betriebe seit 1933 zunehmend boykottiert, die Gesellschafter wachsendem Druck ausgesetzt. Goldschmidt und Voos zogen nach Berlin und übertrugen die Gesellschaft 1936/37 einem Konsortium Dortmunder Brauereien. Nach dem Krieg war das Vermögen der Gesellschaft auf Antrag von Voos und Goldschmidt gesperrt, der Betrieb der Gastronomie sowie der Universum-Lichtspiele ging nach Beseitigung der Kriegsschäden 1951/52 weiter. 1961 wurde das Wiedergutmachungsverfahren durch einen Vergleich, bei dem die Gesellschafter DM 2.515.000 an die Erben Voos und Goldschmidt zahlten, abgeschlossen und das Vermögen entsperrt. Nach 1936 lag die Geschäftsführung der DKT beim Verband Dortmunder Bierbrauer.
0,3 m
Protokolle von Gesellschafterversammlungen; Korrespondenz; Inventuren und Inventar; Übernahme durch Dortmunder Brauereien und Wiedergutmachung; Bilanzen.
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