Archiv der Görresgesellschaft (Depositum)




Inhalt :
8,5 lfm. (1811-1828, v. a. 1876-1938); Findbuch, 258 VE.


Am 100. Geburtstag von Joseph Görres wurde 1876 in Koblenz die „Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft im katholischen Deutschland“ gegründet. Das Schriftgut der Gesellschaft haben in den ersten Jahrzehnten die jeweiligen Funktionsträger aufbewahrt. Erst 1926 kam es zur Bildung eines Vereinsarchivs, das seine Aufbewahrungsstätte zunächst bei der Bibliothek der Gesellschaft in der Universitätsbibliothek München fand, 1931 aber nach Freiburg, dem Sitz des Präsidenten und Generalsekretärs der Gesellschaft, transferiert wurde. In den folgenden Jahren konnte das Archiv versch., z. T. wertvolle Zugänge verzeichnen. Während das laufende Geschäftsschriftgut 1941 anläßlich der Zwangsauflösung der Gesellschaft von der Gestapo beschlagnahmt wurde, überstand der Archivbestand die NS-Zeit und den Zweiten Weltkrieg unbeschadet in den Kellern des Freiburger Erzbischöfl. Ordinariates. Nach der Wiederauffindung des Bestands 1954 verblieb das Archiv zunächst in Freiburg, gelangte 1965 aber in das Landeshauptarchiv Koblenz und schließlich 1968 ins Universitätsarchiv München. Seit 1995 befindet sich das Archiv der Görresgesellschaft als Depositum im AEK.

Der Bestand umfaßt neben dem 1880 der Gesellschaft übergebenen handschriftl. Nachlaßsplitter Friedrich Schlegels v. a. Aktenmaterial der Gesellschaft vor ihrer Auflösung 1941, darunter zahlreiche Korrespondenzen mit Persönlichkeiten des öffentl. Lebens, v. a. aus polit., kirchl. und wiss. Kreisen, u. a. über wiss., theol. und polit. Angelegenheiten. Weiteres Schriftgut aus dem Umkreis der Görresgesellschaft gelangte an den Archivar der Gesellschaft, Hans Elmar Onnau, der daraus die „Sammlung Onnau“ (siehe den entsprechenden Bestand) bildete.


>> zum Findbuch Archiv der Görresgesellschaft
Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken