KDSE - Katholische Deutsche Studenten-Einigung (Depositum)




Inhalt :
93 lfm., KDSE und Arbeitsgemeinschaft der katholischen Studenten- und Hochschulgemeinden (AGG), 1946-1973; Kartei, 1.994 VE.


Die „Katholische Deutsche Studenten-Einigung“ (KDSE) entstand 1947. Grundlage für die Arbeit und innere Entwicklung blieb über die Zeiten das sog. Hardehauser Grundgesetz der kath. deutschen Studentenschaft von 1946, welches die Einheit der deutschen Studentenschaft, die religiöse, wiss. und gesellschaftl. Lebensgestaltung aus christl. Geist fordert und den Wunsch bekundet, zusammen mit den evangelischen Studenten am Wiederaufbau der christl. Erneuerung zu arbeiten. Als Zusammenschluß und Bewegung der kath. Studierenden Deutschlands hatte die KDSE den Auftrag, über der Vielfalt der Formen des studentischen Lebens die Einigung und geistig-religiöse Belebung aller kath. deutschen Studierenden herbeizuführen. Bis 1973 war sie die vom deutschen Episkopat anerkannte Vertretung der kath. deutschen Studenten. Verantwortl. Glieder der KDSE waren alle kath. Studierenden, also die sog. Studentengemeinden, aber auch die alt- und neustudentischen Gruppen, welche ihrerseits in eigenen Verbänden formiert waren (nämlich der jeweilige Hochschulring bzw. -gemeinschaft von Bund Neudeutschland (ND), Quickborn-Jugend, Ackermanngemeinde, Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), ferner Cartellverband der kath. deutschen Studentenverbindungen (CV), Christophorus, Kartellverband kath. deutscher Studentenvereine (KV), Ring kath. Deutscher Burschenschaften (RKDB), Verband der wiss. kath. Studentenvereine (UV), Heliand Studentinnenkreis und Overseas Students Coordination (OSCO)). Die ständig wachsenden Hörerzahlen und andere strukturelle Veränderungen bewirkten in den sechziger Jahren eine Neuorientierung: die jeweiligen Gemeinden begannen, zu Hochschulgemeinden zu werden; diese erreichten z. B. 1962 ca. 110 000 Studenten, d. h. etwa ein Drittel aller kath. Studenten. Die immer noch vergleichsweise stärker Partikularinteressen anhängenden Verbände gerieten dabei als konstitutives Element der KDSE aus dem Blickfeld; man sprach primär von der Studenten- bzw. Hochschulgemeinde an einer Hochschule, weniger von Studentengemeinschaft. Zwischen den schließlich 1969 ausscheidenden Verbänden und den sich formierenden Studenten- bzw. Hochschulgemeinden kam es zu Strukturdebatten um das Selbstverständnis der KDSE als Zusammenfassung der Studentengemeinden; hinzu kam Kritik an der polit. Ausrichtung. Im März 1973 wurde der KDSE seitens der DBK die Anerkennung als Vertretung der kath. Studentenschaft und als Stelle zur Wahrnehmung pastoraler Aufgaben entzogen. An die Stelle der KDSE trat Ende 1973 die „Arbeitsgemeinschaft der katholischen Studenten- und Hochschulgemeinden“ (AGG). Auch die AGG wurde, so wie zuvor die KDSE, Mitglied der Internationalen Studentenbewegung Pax Romana Miec mit Sitz in Fribourg. Personen, deren Wirken sich in dem Bestand stark niederschlägt, sind u. a.: Prälat Dr. Steinberg (1948–1957 Finanz- u. Auslandsreferent, 1954–1956 Erster KDSE-Studentenpfarrer, Bonner Studentenpfarrer), Auslandsstudentenpfarrer P. Haas, P. Mariaux S. J. (1954–1963 Beiratsvorsitzender, Leiter des Kernkreisreferats u. Referats für Bildungsarbeit, seit 1953 Leiter des Nationalsekretariats der Marian. Kongregation in München) und P. Romanus Lawetzki (1962–1969 Studentenpfarrer beim KDSE-Vorstand).
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