Baudri, Friedrich (1808-1874)




Inhalt :
Maler und Stadtrat in Köln; Protagonist der Neugotik Kölner Prägung: 1 lfm.


Geb. 20. 4. 1808 in Elberfeld; Bruder des Kölner Generalvikars u. Weihbischofs Baudri; Kunstmaler, lernte zunächst das Polstererhandwerk; 1831–1836 Kunstakademie München; 1836–1840 Reisen nach Österreich u. Südungarn; 1842 Kunstakademie Düsseldorf, Ausbildung zum Portraitmaler; seit 1848 in Köln wohnhaft; dort Werkstatt für Glasmalerei. Zusammen mit seinem Bruder, Weihbischof Johann Baudri, und dem Architekten Vinzenz Statz gehört er zu den Protagonisten der Kölner Neugotik (1851 Gründung des „Organ(s) für Christliche Kunst“); aktiv im kath. Vereinswesen (Katholikentage seit 1848, Christl. Kunstverein seit 1851/54), in der Publizistik u. Politik (1856–1871 Stadtrat, 1873–1874 Preuß. Abgeordnetenhaus, 1874 Reichstag); gest. 6. 10. 1874 in Köln. Aus dem Nachlaß F. Baudris gelangten die Tagebücher an seinen Freund, Jaime Müller (gest. 1878), sowie über die Familie Müllers an dessen Urenkel Ludwig Gierse, Köln (geb. 1913, Studium der Theologie, Geschichte u. Kunstgeschichte in Bonn u. Wien), der sich nach seiner Pensionierung u. a. mit Forschungen über Friedrich Baudri beschäftigt und mehrere der Baudri-Tagebücher ediert hat. Der Teilnachlaß gelangte 1997 zusammen mit diesbezügl. Unterlagen durch Schenkung von L. Gierse ins AEK.
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