Erzbistum Köln, Urkunden (Mischbestand):




Inhalt :
884 Urkunden, (1067), 1230-1910. Fortsetzung: Moderne Urkunden (lebender Mischbestand): ca. 450 Urkunden, 1820-1997; Bestandsverzeichnis.

Bei diesem Bestand handelt es sich um einen Mischfonds, der aus einem Haupt- und zwei Nebenfonds besteht. Ursprünglich gliederte sich der Hauptfonds in 15 durchgezählte Gruppen, die teils nach Provenienz-, teils nach Pertinenzprinzip gebildet waren. 1965 wurden die Urkunden bis 1581 aus diesen Gruppen in einer Urkundenserie zusammengeführt. Daneben gibt es eine weitere, mit „Varia“ bezeichnete Urkundenreihe, bei der die zeitliche Reihenfolge nicht beachtet ist und viele Nummern nicht belegt sind. Eine weitere Anzahl von Urkunden bildet den „Unverzeichneten Rest“, der keiner der genannten Gruppen oder Serien zugewiesen wurde. Schließlich bestehen die beiden Nebenfonds „Privaturkunden Groß St. Martin“ und „Jüngere Papsturkunden“.

Der Bestand enthält eine große Zahl von z. T. bedeutenden Originalurkunden mit sehr weit gestreuten und disparaten Betreffen, daneben aber (teilw. auch sehr junge) Kopien von Urkunden und sogar Aktenmaterial im engeren Sinne. In vielen Fällen ist die Provenienz auch unter Beachtung der Dorsalvermerke nicht oder nur sehr schwer zu bestimmen. Relativ eindeutig sind die Provenienzen bei vielen Stücken der entsprechenden Gruppen Köln, St. Gereon u. St. Christoph, St. Maria im Kapitol u. Klein St. Martin, Widdersdorf, Kornelimünster, Köln, St. Andreas, bei den entsprechenden Urkunden der ersten Serie sowie bei dem Nebenfonds „Privaturkunden Groß St. Martin“; auch hier wurden z. T. Urkunden nach Pertinenzgesichtspunkten eingefügt. Für weitere Stücke sind als Provenienz das Archiv des alten Kölner Generalvikariates — daher auch die Einordnung in diese Archivabteilung — oder einzelne Pfarrarchive zu bestimmen.

Nach Ortsalphabet und Betreff abgelegt sind die Urkunden in den Gruppen Altenberg–Bonn usw.

Mit der Pflege des Bestands "Moderne Urkunden", dieses lebenden und wachsenden Bestandes, welcher der Sicherung von Rechtsverhältnissen und der Dokumentation von Amtshandlungen dient, erfüllt das Histor. Archiv des Erzbistums Köln eine der wichtigsten und ältesten Aufgaben von Archiven. Die Benutzung für wiss. Zwecke kommt hier i. a. nicht in Betracht. Der Wortlaut vieler Stücke findet sich auch in den einschlägigen Sachakten oder in Amtsdrucksachen (Kirchl. Anzeiger/Amtsblatt usw.).
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