Röhren-Verband



Laufzeit : 1916 - 1945


Inhalt : Der Archivbestand V beinhaltet Archivalien der Röhren-Verband GmbH, Düsseldorf, und der Vorläuferorganisation (Kriegs-) Röhren-Vereinigung/Zentralstelle für Ausfuhrbewilligungen.

Zur Geschichte: 1910 wurden die bestehenden Syndikate für Gasröhren und Siederohre aufgelöst. In der Folge existierten Verkaufsgemeinschaften und Produzentenabsprachen, aber es gab zunächst keine dauerhafte Zusammenarbeit. Erst 1925 entstand mit dem Röhren-Verband wieder ein umfassendes und straffes Kartell, das durch Verbände für Präzisrohre, Großrohre, Flanschen, Gasflaschen etc. ergänzt wurde. Alle deutschen Erzeuger waren Mitglieder, und nahezu das gesamte In- und Auslandsgeschäft wurde geregelt. Der Verband verstärkte seinen Einfluss durch Abkommen mit in- und ausländischen Großhandelsorganisationen und mit dem Gußrohr-Verband. Durch Sonderverträge zwischen deutschen, tschechoslowakischen, polnischen, belgischen, französischen und ungarischen Röhrenwerken bzw. Röhrenvereinigungen entstand 1926 das Kontinentale Röhrenkartell, das sich 1928 nach Verkaufsabreden mit Röhrenproduzenten in Nordamerika, Großbritannien, Schweden und Japan zu einem internationalen Kartell entwickelte. Geschäftsstelle auch der internationalen Einrichtungen war die Verwaltung der Röhren-Verband GmbH in Düsseldorf. Die internationalen Verträge verloren Mitte der 1930er Jahre an Wirksamkeit bzw. wurden nicht verlängert. Der Röhren-Verband selbst wurde erst am 1.11.1945 offiziell aufgelöst.


Umfang : ca. 250 lfd. m, z.T noch nicht verzeichnet
Literatur : Nyssen, Robert: Das Röhrensyndikat und seine Entwicklung, Düsseldorf 1949.
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