Bestand 177 Unternehmensverband Eisenerzbergbau, Bonn



Laufzeit : 1936 - 1993



Inhalt : Der Unternehmensverband Eisenerzbergbau (UVE) entstand 1959 durch Umwandlung aus der Fachvereinigung Eisenerzbergbau, die 1950 in Siegen gegründet wurde und 1955 ihren Sitz nach Düsseldorf verlegte. Sitz des UVE war bis 1971 Düsseldorf. Seitdem befindet sich die Geschäftsführung im Hause der Wirtschaftsvereinigung Bergbau in Bonn bzw. seit 1999 in Berlin.

Während die Fachvereinigung Eisenerzbergbau nicht tariffähig war, wurde der UVE als Tarifpartei und Arbeitgeberverband für den gesamten deutschen Eisenerzbergbau tätig. Darüber hinaus war er zuständig für die Vertretung der Interessen des Eisenerzbergbaus in fachlichen, wirtschaftspolitischen und sozialpolitischen Fragen.

Mitgliedsgesellschaften des UVE bei der Gründung 1959:
Barbara Erzbergbau AG, Düsseldorf
Eisenwerk-Gesellschaft Maximilianshütte AG, Sulzbach-Rosenberg
Erzbergbau Porta-Damme AG, Minden
Erzbergbau Salzgitter AG, Salzgitter
Erzbergbau Siegerland AG, Betzdorf (Sieg)
Erzbergbau Stauffenstolln GmbH, Oberhausen
Gewerkschaft Eisensteinzeche Kleiner Johannes, Pegnitz (Oberfranken)
Gewerkschaft Louise, Merlau (Hessen)
Harz-Lahn Erzbergbau AG, Bad Harzburg
Hessische Berg- und Hüttenwerke AG, Wetzlar
Hüttenwerke Ilsede-Peine AG, Peine
Luitpoldhütte AG, Amberg
Mannesmann AG, Düsseldorf

Zum Zeitpunkt der Übernahme des Bestandes durch das Bergbau-Archiv 1995 gab es mit der Barbara Rohstoffbetriebe GmbH und dem Kaolinwerk Otto Schmidt nur noch zwei Mitglieder im UVE.

Der Bestand wurde 1995 vom UVE, Bonn, übernommen. Er wurde 1996 durch Akten aus dem Privatbesitz des langjährigen Geschäftsführers des UVE, Bergassessor a. D. Bergwerksdirektor i. R. Jochen Dietrich, Haan, angereichert. Zusätzlich wurden Akten aus dem Bestand des Verbandes Niedersächsischer Eisenerzbergwerke (VNE, Bestand 82) in den Bestand des UVE eingefügt. Der VNE ging 1959 im UVE auf.

Der Bestand umfasst neben der Aktenführung des UVE bzw. der Fachvereinigung Eisenerzbergbau auch Akten der Stahltreuhändervereinigung zur Neuordnung des Eisenerzbergbaus nach 1945. Sitzungsniederschriften, Tarifverträge und Statistiken aus dem Zeitraum von 1959 bis in die 80er Jahre sind dabei am häufigsten vorhanden. Darüber hinaus ist sowohl die Mechanisierung der Eisenerzgewinnung aber auch die schwere Krise im Eisenerzbergbau in den 60er Jahren, die die Stilllegung der meisten Eisenerzgruben in der Bundesrepublik bedeutete, dokumentiert. Neuordnung des Eisenerzbergbaus/Vorläufer des Unternehmensverbands Eisenerzbergbau bis 1959
Stahltreuhändervereinigung 1938-1959 (5)
Vorläufer des UVE 1946-1959 (3)
Unternehmensverband Eisenerzbergbau ab 1959
Gründung/Organisation 1953-1978 (4)
Mitgliederversammlungen 1959-1988 (10)
Ausschüsse/Zentrale Aufgaben 1957-1968 (9)
Mitgliedsgesellschaften 1957-1993 (21)
Tarifverhandlungen/Tarifverträge 1950-1992 (28)
Statistiken 1952-1989 (13)
Förderung von Aufschluss- und Untersuchungsarbeiten 1958-1967 (6)
Anpassung im Eisenerzbergbau 1958-1975 (10)
Europäische Zusammenarbeit 1967-1979 (3)
Einzelakten zu verschiedenen Sachthemen 1959-1979 (5)
Drucksachen
Technische Berichte von Forschungsvorhaben 1973-1979 (10)
Klagen gegen die Hohe Behörde 1958 (6)
Veröffentlichungen/Vorträge/Berichte 1936-1978 (30)

Umfang : 18,6 m

Verweis : Ergänzungsüberlieferung im Bergbau-Archiv: Verband Niedersächsischer Eisenerzbergwerke (Bestand 82)

Literatur : Alfred Pretor: Die Neuordnung im Eisenerzbergbau, in: Jahrbuch des Deutschen Bergbaus, 1953, S. 43*-47*.
Jahrbuch des Deutschen Bergbaus, Jgg. 1959 ff.