Bestand 82 Verband Niedersächsischer Eisenerzbergwerke e. V., Goslar



Laufzeit : 1938 - 1978



Inhalt : Der Verein Niedersächsischer Eisenerzbergwerke (VNE) wurde 1945 in Hildesheim gegründet. Für die niedersächsischen Eisenerzunternehmen war er damit Nachfolgeorganisation der Bezirksgruppe Mitteldeutscher Eisenerzbergbau der Wirtschaftsgruppe Bergbau. Der VNE verlegte seinen Sitz im März 1946 nach Goslar, Petersilienstraße 30, und residierte ab 1948 bis zu seiner Auflösung 1959 in der dortigen Tappenstraße 14. Im selben Jahr erfolgte seine Umbenennung in Verband Niedersächsischer Eisenerzbergwerke.

Verzeichnis der Mitgliedswerke und der dazugehörigen Gruben, ca. 1950
Eisenerzbergbau Ilsede AG: Bülten-Adenstedt, Lengede-Broistedt, Dörnten-Liebenburg
Erzbergbau Salzgitter GmbH: Haverlahwiese, Hannoversche Treue, Finkenkuhle, Gitter-Georg, Worthlah-Ohlendorf, Peine
Rohstoffbetriebe der Vereinigte Stahlwerke AG: Konsortium Fortuna, Barbecke, Ernst-August
Sieg-Lahn Bergbau GmbH: Echte, Friederike, Hansa
Gewerkschaft Damme: Damme
Mannesmannröhren-Werke: Marie-Caroline, Steinberg

Der Verband war zuständig für die Betreuung aller Angelegenheiten, die die Produktion, Aufrechterhaltung und Steigerung der Leistungsfähigkeit der angeschlossenen Mitgliedswerke betrafen. Außerdem übernahm er die Beratung bergwirtschaftlicher, bergrechtlicher und technisch-wissenschaftlicher Fragen. Nach § 2 des Tarifvertraggesetzes vom 9. April 1949 war er zugleich auch Tarifpartner für den niedersächsischen Bezirk. Auf diesen Gebieten war der Verband bis 1959 tätig. Im selben Jahr wurde der Unternehmensverband Eisenerzbergbau e. V. (UVE) mit Sitz in Düsseldorf gegründet.

Im UVE wurden auf der Verbandsebene alle Unternehmungen des Eisenerzbergbaus zusammengefasst und zwar sowohl zu gemeinschaftlicher Zusammenarbeit auf allen wirtschaftspolitischen Gebieten wie zur Vertretung seiner Mitglieder als Arbeitgeberverband und Tarifpartner. Damit ging die Geschäftsführung wie auch die Geschichte des VNE im UVE auf.
Der Bestand wurde dem Bergbau-Archiv von der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG, Peine, unter Eigentumsvorbehalt 1980 übergeben. Die Ordnung des Bestandes erfolgte anhand einer mit übergebenen detaillierten Abgabeliste, wobei sich Kassationen in einem erheblichen Umfang als notwendig erwiesen. Gründungsakten des UVE wurden, da sie dort fehlten, in den Bestand Unternehmensverband Eisenerzbergbau eingeordnet.

Für die ersten Jahre des Bestehens des VNE sind die Versorgungs- und Bewirtschaftungsfragen ausgiebig dokumentiert, ab 1949 auch die tarif- und sozialpolitischen Belange. Reichstreuhänder der Arbeit/Bezirksgruppe Mitteldeutscher Eisenerzbergbau der Wirtschaftsgruppe Bergbau 1938-1945 (10)
Verein/Verband Niedersächsischer Eisenerzbergwerke e. V. 1938-1978 (246)
Bergbau-Versorgungsstelle 1946-1959 (17)
Wirtschaftsverbände 1946-1952 (2)

Umfang : 24 m

Verweis : Ergänzungsüberlieferungen im Bergbau-Archiv: Erzbergbau Porta-Damme GmbH (Bestand 6), Unternehmensverband Eisenerzbergbau (Bestand 177), Eisenerzbergwerk Haverlahwiese (Bestand 195)
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