Bestand 192 Allgemeiner Knappenverein Glück Auf Dorstfeld 1867, Dortmund-Dorstfeld



Laufzeit : 1868 - 1999



Inhalt : Der 1867 gegründete Knappenverein ist der älteste freie, d. h. konfessionell nicht gebundene Knappenverein in Deutschland. Er war eng mit dem in der Dortmunder Gemeinde Dorstfeld gelegenen, 1849 in Betrieb genommenen Bergwerk gleichen Namens verbunden. Bis 1880 war dem Verein ein Gesangverein angegliedert. Mit seinen Mitgliedern Siegel, Bunte und Schröder, den späteren so genannten Kaiserdelegierten, war der Dorstfelder Knappenverein an der Gründung des Alten Verbandes, der ersten Bergarbeitergewerkschaft, beteiligt. Ende der 1880er Jahre zählte er rund 400 Mitglieder. 1892 und 1920 wurden in Dorstfeld zwei weitere Knappenvereine gegründet.

Die Gemeinde wurde am 16. Mai 1925 von einem schweren Grubenunglück betroffen, als auf Dorstfeld bei einer Kohlenstaubexplosion, ausgelöst durch die Explosion eines untertägigen Sprengmittellagers, 45 Bergleute zu Tode kamen und mehr als 20 verletzt wurden.

Die Schachtanlage Dorstfeld wurde Ende 1963 stillgelegt.

1992 feierte der Knappenverein sein 125-jähriges Bestehen und gab aus diesem Anlass eine Chronik heraus. Protokollbücher 1868-1999 (8)
Statuten 1970-1993 (2)
Diverse Einzeldokumente

Umfang : 0,3 m

Literatur : Evelyn und Werner Kroker (Hrsg.): Solidarität aus Tradition. Die Knappenvereine im Ruhrgebiet, München 1988.
Chronik des Allgemeinen Knappenvereins Glück Auf Dorstfeld 1867, Dortmund 1992.
Evelyn Kroker/Michael Farrenkopf: Grubenunglücke im deutschsprachigen Raum. Katalog der Bergwerke, Opfer, Ursachen und Quellen, 2. Aufl., Bochum 1999, S. 370 (= Schriften des Bergbau-Archivs. 8).
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