Bestand 216 REVAG Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung e. V., Essen



Laufzeit : 1947 - 1999



Inhalt : Keimzelle der REVAG Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung ist die 1948 gegründete "Fachstelle für kulturelle Betreuung der Bergleute" mit Sitz in Bottrop. Initiatoren waren das nordrhein-westfälische Kultusministerium, der Industrieverband Bergbau, der Landesverband der Volkshochschulen und die damalige Bergbau-AG Neue Hoffnung in Oberhausen. Die Deutsche Kohlenbergbau-Leitung und das Kultusministerium stellten die ersten Mittel für die kulturelle Bergarbeiterbetreuung zur Verfügung. Angesprochen werden sollten die zahlreichen aus allen deutschen Landesteilen in den Ruhrbergbau strömenden Neubergleute.

1949 wurden erstmals hauptamtliche Dozenten für die Bergarbeiterbetreuung eingestellt. 1951 erfolgte die Namensgebung "Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung". 1953 organisierte die REVAG das erste Reviersportfest. Ein Jahr später betreute sie bereits 178 Heime: 92 für Neubergleute, 74 Berglehrlingsheime, sieben Pestalozzidörfer des Jugendheimstättenwerks, neun Werksfürsorgen und fünf Bergmannssiedlungen. 1958 betreute die REVAG mit acht hauptamtlichen und 200 nebenamtlichen Dozenten 211 Heime mit 21 000 Bewohnern.

Ab 1960 wurde die Betreuung ausländischer Arbeitskräfte zu einem neuen Arbeitsschwerpunkt. In die Bergarbeiterwohnheime und Pestalozzidörfer zogen zunehmend ausländische Belegschaftsangehörige. Die größte Gruppe bildeten Griechen, gefolgt von Türken, Spaniern und Italienern. Die 1967 einsetzende Bergbaukrise führte zu ersten finanziellen Kürzungen, vor allem durch den Unternehmensverband Ruhrbergbau, der sich 1969 als finanzieller Träger ganz zurückzog. An seine Stelle trat die neu gegründete Ruhrkohle AG. Ab 1975 richtete die REVAG spezielle Seniorenangebote ein. In den beiden nächsten Jahrzehnten rückten Sprach- und Freizeitangebote für türkische Arbeitnehmer immer mehr in den Vordergrund. 1993 erfolgte die Anerkennung als gemeinnütziger Verein,die REVAG wird zugleich freier Träger der Jugendhilfe. Zugleich werden zunehmend Geschichtsprojekte in den Bergarbeitersiedlungen ins Leben gerufen. Satzungen 1988-1998 (2)
Jahresberichte 1953-1996 (20)
Beirat 1959-1967, 1979-1992 (5)
Interne Verwaltung/Finanzwesen 1949-1952, 1979-1991 (3)
Personal- und Sozialwesen 1982-1992, 1998 (4)
Aus- und Weiterbildung 1971-1992 (6)
Kulturarbeit/Veranstaltungen 1984-1998 (13)
Korporationen 1992-1996 (1)
Geschichtskreise 1990-1999 (25)
Pressemeldungen 1947-1997 (4)
Fotosammlung

Umfang : 3 m

Literatur : REVAG Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung e. V. (Hrsg.): 50 Jahre Miteinander, 1948-1998, Essen 1998.
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