Bestand 26 Theobald Keyser, Essen - Oberbergrat a. D., Hauptgeschäftsführer



Laufzeit : 1919 - 1976



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Geboren am 12. Juli 1901 in Bochum - gestorben am 11. Dezember 1984 in Essen
Theobald Keyser wurde 1901 in Bochum geboren. Nach dem Abitur am Staatlichen Gymnasium begann er auf den Bochumer Zechen Constantin und Präsident seine Ausbildung als Bergbaubeflissener. Das Studium in Freiburg (Breisgau), Berlin und Clausthal endete mit der Ablegung der Prüfung als Dipl.-Bergingenieur. Die Ausbildung als Bergreferendar erfolgte im Oberbergamtsbezirk Dortmund. Nach dem Bergassessorexamen war Keyser von 1928 bis 1936 im Dezernat Kohle und Kali im Reichswirtschaftsministerium und ab 1933 gleichzeitig auch im Preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe tätig, zuletzt als Oberbergrat und Referatsleiter. Im Jahr 1936 erfolgte seine Versetzung als Abteilungsleiter an das Oberbergamt Dortmund. Von hier aus wurde er zum Leiter der Westfälischen Berggewerkschaftskasse (WBK) berufen, eine Stellung, die er formal von 1937 bis zur Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1948 innehatte. Praktisch leitete Keyser die WBK bis zum Jahr 1939, bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst. Während des Krieges war Keyser in verschiedenen Wirtschaftsabteilungen der besetzten Gebiete in Belgien, Rumänien und zuletzt in Jugoslawien als Militärverwaltungschef und Leiter der Wirtschaftsabteilung tätig.

Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft wurde er 1948 von Heinrich Kost in die Deutsche Kohlenbergbau-Leitung (DKBL) berufen. Zusammen mit Dr. Hans Korsch leitete er das Generalsekretariat für die Durchführung des Gesetzes Nr. 27, dem die wichtige Aufgabe zufiel, die Verhandlungen mit den Alliierten über die Entflechtung zu führen. Nach Auflösung der DKBL übernahm Keyser 1953 die Hauptgeschäftsführung der Wirtschaftsvereinigung Bergbau und 1956 auch die des Unternehmensverbands Ruhrbergbau. Er trat 1966 in den Ruhestand.

Keyser, der die Gründung des Bergbau-Archivs außerordentlich gefördert hat, übergab diesem bereits 1971 seinen schriftlichen Nachlass zur dauernden Aufbewahrung. Reichswirtschaftsministerium (Handakten) 1919-1936, 1952-1955 (31)
Oberbergamt Dortmund 1936-1938 (2)
Westfälische Berggewerkschaftskasse 1937-1942 (2)
Militärverwaltung 1940-1952 (5)
Wirtschaftsvereinigung Bergbau e. V. 1952-1966, 1975-1976 (17)
Freiherr vom Stein-Gesellschaft 1951-1957 (3)
Unternehmensverband Ruhrbergbau 1948-1974 (23)
Persönliche Erinnerungen/Private Unterlagen 1931, 1948-1971 (21)

Veröffentlichungen von Theobald Keyser (Auswahl)
Die Bildung von "Einheitsgesellschaften" nach dem Gesetz Nr. 27, in: Jahrbuch des deutschen Bergbaus, 1952, S. 1-13.
Die Bilanz der Entflechtung, Dortmund 1954 (zusammen mit Hermann Schenck).
Die Sozialpolitik im Bergbau in ihren wirtschaftlichen Zusammenhängen, in: Glückauf 92, 1956, S. 1561-1564.
Der westdeutsche Steinkohlenbergbau in wirtschaftspolitischer Sicht, in: Glückauf 93, 1957, S. 1600-1604.

Umfang : 8 m

Verweis : Ergänzungsüberlieferungen im Bergbau-Archiv: Deutsche Kohlenbergbau-Leitung (Bestand 12), Wirtschaftsvereinigung Bergbau (Bestand 83), Westfälische Berggewerkschaftskasse (Bestand 120), Unternehmensverband Ruhrbergbau (Bestand 138)
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