Bestand 61 Hermann Hobrecker, Bochum - Oberbergrat



Laufzeit : 1920 - 1979



Inhalt : Geboren am 26. Oktober 1904 in Straßburg - gestorben 1986 in Bochum
Nach Abschluss des Gymnasiums im Jahr 1923 ging Hobrecker als Bergbaubeflissener an das Oberbergamt Bonn und arbeitete auf der Roteisensteingrube Stillings Eisenzug in Manzenbach, Bergrevier Dillenburg, und auf dem Steinkohlenbergwerk Radbod in Hamm. Von 1924 bis 1927 studierte er in Clausthal-Zellerfeld und an der Bergbau-Abteilung der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg. 1928 wurde Hobrecker zum Bergreferendar ernannt und war auf der Hibernia-Zeche Scholven und der Okerhütte der Unterharzer Berg- und Hüttenwerke der Preussag im Rahmen seiner weiteren Ausbildung tätig. 1929 wurde er in die Salzabteilung der Preussag in Berlin versetzt.

Es folgten Bergreviertätigkeiten in Duisburg und beim Bergamt Bochum-Süd, bis Hobrecker 1931 im Rang eines Bergassessors als Badekommissar und stellvertretender Geschäftsführer der Bad Oeynhausener GmbH nach Bad Oeynhausen versetzt wurde. 1933 folgte eine übergangsweise Versetzung zu den Anhaltinischen Salzwerken der Preussag und eine Stellung als Direktionsassistent für die Kaligrube Klein-Schierstedt und die Steinsalzgrube Friedrichshall. Später fand er Beschäftigung auf der Zeche Julia in Herne, bis er Ende 1933 als Hilfsarbeiter zum Bergamt Recklinghausen 1 ging. Es folgten Versetzungen 1934 zum Bergamt Krefeld und 1935 zum Bergamt Saarbrücken-Ost als Bergrat.

Eine schwere Lungenkrankheit machte mehrere Sanatoriumsaufenthalte und eine Unterbrechung seiner beruflichen Tätigkeit notwendig. Es schlossen sich Tätigkeiten als Sachbearbeiter im Reichswirtschaftsministerium in Berlin und 1937, aus Gesundheitsgründen, im Polizeidezernat des Oberbergamts Dortmund an. Während des Krieges arbeitete er als Gutachter für den Bergbau. Ab 1949 fand Hobrecker als Mitarbeiter am Grubenbeamten-Kalender Beschäftigung und widmete sich der Berechnung und Entwicklung des Begriffs des Tagesdrucks im Stempelausbau unterTage.

1950 wurde er als Bergbau-Sachverständiger der Industrie- und Handelskammer in Dortmund vereidigt und war jahrzehntelang als Repräsentant zahlreicher kleiner bergrechtlicher Gewerken, als Pfleger unbekannter Gewerken und als Gutachter in Bergschadensfällen tätig. Aus diesen Tätigkeitsfeldern resultiert ein Großteil der in seinem Nachlass vorhandenen Unterlagen, vor allem über südliche Randzechen des Ruhrgebiets.

Hermann Hobrecker starb 1986. Den größten Teil seiner Unterlagen hatte er bereits zu seinen Lebzeiten dem Bergbau-Archiv übergeben. Berufliche Tätigkeit/Veröffentlichungen 1939, 1949-1980 (7)
Tätigkeit als Pfleger unbekannter Gewerken
Gewerkschaft Anfang mit Gott 1919-1978 (23)
Verschiedene Gewerken 1951-1979 (5)
Tätigkeit als Gutachter
Bei Bergschäden/Bauvorhaben 1928-1979 (32)
In verschiedenen Rechtsfällen 1963-1978 (8)
Über südliche Kleinzechen 1951-1957 (6)
Fremde Gutachten 1920-1937, 1961, 1970 (5)
Lebenserinnerungen
Karten/Risse/Grubenbildauszüge


Umfang : 1 m
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