Bestand 67 Franz Ebeling, Berlin - Dr. phil., Bergwerksdirektor



Laufzeit : 1900 - 1937



Inhalt : Geboren am 10. November 1881 - gestorben am 2. Dezember 1941 in Berlin
Die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin bot dem Bergbau-Archiv 1978 einen vom Umfang her schmalen aber inhaltlich recht interessanten Aktenbestand an. Er stammt aus dem Nachlass des ehemaligen Bergwerksdirektors Dr. phil. Franz Ebeling. Wie die Dokumente zur Berliner Universität gelangt sind, ist nicht bekannt.

Ebeling wurde 1881 geboren, bestand 1904 das Referendar- und 1908 das Assessorexamen. Vom Oberbergamt Clausthal wechselte er im gleichen Jahr als Direktor zu den Schlesischen Kohlen- und Kokswerken nach Gottesberg (Niederschlesien). 1911 trat er in gleicher Funktion in die Dienste der Fürstlich Pleß''schen Bergverwaltung für den oberschlesischen Bezirk, hatte seinen Dienstsitz in Mittel-Lazisk, südöstlich von Kattowitz. Dort war er als Betriebsleiter für die Steinkohlenbergwerke Brade (Ober-Lazisk), Heinrichsglück 3 (Wyrow) und Consolidierte Trautscholdsegen-Grube (Lazisk) verantwortlich. Nach 1923 erfolgte seine Ernennung zum Oberbergwerksdirektor. 1941 starb Franz Ebeling in Berlin.

Die Dokumente beziehen sich auf unterschiedliche Reviere, doch dominiert der oberschlesische Steinkohlenbergbau. Ebelings Ausbildung belegen zunächst die Tagebücher aus der Zeit als Bergbaubeflissener, die er von März 1900 bis März 1901 vorwiegend im Schaumburger Steinkohlenrevier und auf Gruben des Zellerfelder Reviers verbrachte. Die erste technische Referendararbeit beschäftigte sich mit der Bekämpfung des Kohlenstaubs auf der Steinkohlengrube Brefeld bei Saarbrücken, während die zweite technische Arbeit die Entwicklung der horizontalen Förderung auf den Gruben der Berginspektion Clausthal beschrieb. Die juristische Relation behandelte einen Bergrechtsfall des Oberbergamts Clausthal. Die Prüfungsarbeiten sind im Konzept erhalten.

Die überwiegende Anzahl der Dokumente beinhaltet wirtschaftlich-technische Gutachten überden Pleß''schen oberschlesischen Bergbau. Die Denkschriften, Memoranden und Grubenbeschreibungen ermöglichen einen detaillierten Einblick in die Leistungsfähigkeit und die Schwierigkeiten des ostoberschlesischen Steinkohlenreviers in den ersten zwei Jahrzehnten dieses Jahrhunderts. Hinzu kommen Ausarbeitungen - teils von Ebeling, teils von anderen Autoren - über neue technische Entwicklungen. Ausbildung und Studium 1900-1908 (5)
Gutachten 1901-1937 (17)
Veröffentlichungen/Manuskripte 1911-1916 (6)
Karte Industriegebiet Ost-Schlesien

Umfang : 0,3 m

Literatur : E. Zivier: Entwicklung des Steinkohlenbergbaues im Fürstenthum Pleß, Kattowitz 1913.
Festschrift zum 12. Allgemeinen Deutschen Bergmannstag in Breslau, 6 Bde., Berlin/Kattowitz/Waldenburg/Breslau 1913/1914.
Alfons Perlick: Oberschlesische Berg- und Hüttenleute, Kitzingen 1953.
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