Bestand 68 Friedrich Benthaus, Essen - Bergassessor a. D. Dr.-Ing., Bergwerksdirektor



Laufzeit : 1897 - 1971



Inhalt : Geboren am 4. Juni 1884 in Gelsenkirchen - gestorben am 22. Dezember 1978 in Hagen
Friedrich Benthaus, Sohn eines Bergwerksunternehmers aus Gelsenkirchen, entschied sich erst nach einem bereits begonnenen Jurastudium für das Bergfach. Seine praktische bergbauliche Ausbildung erhielt er 1904 bis 1905 auf verschiedenen Ruhrzechen, u. a. auf der Erzgrube Sellbeck bei Mülheim (Ruhr). Nach dem Studium 1905 bis 1908 in Marburg, Berlin und Aachen bestand er 1908 das Bergreferendarexamen, 1914 das Bergassessorexamen. Zwischenzeitlich hatte er 1908 bis 1909 auf der Grube Camphausen, Saarbrücken, und der Okerhütte, Goslar, Kenntnisse in der Grubenleitung und kaufmännische Fertigkeiten erworben.

1919 bis 1931 arbeitete er als Bergwerksdirektor in der Verwaltung der Fried. Krupp Bergwerke in (Bochum-) Hordel (Zechen Hannover und Hannibal, seit 1929 auch Zeche Ver. Constantin der Große). 1932 wurde Benthaus, der 1927 zum Dr.-Ing. promoviert hatte, zum stellvertretenden Direktionsmitglied der Fried. Krupp AG berufen. Seit 1939 bis zu seiner Pensionierung 1947 war er Vollmitglied des Direktoriums und verantwortlich für den gesamten Krupp''schen Steinkohlenbergbau.

Der Nachlass wurde 1978 von seinem Sohn, Bergassessor Dr.-Ing. Friedrich Benthaus, dem Bergbau-Archiv übergeben. Von besonderem Wert sind Informationen über die Durchführung von geschäftlichen Transaktionen zwischen den Bergwerksgesellschaften Rheinland, Rossenray und Rheinberg, über Schäden an den Zechen und die wirtschaftliche Lage im Ruhrgebiet 1942 bis 1946 sowie über den Nürnberger Krupp-Prozess 1948 bis 1950. Persönliche Unterlagen 1908-1971 (5)
Tätigkeit für Fried. Krupp Bergwerke AG 1919-1971 (8)
Tätigkeit für andere Bergwerksgesellschaften 1936-1956, 1964-1969 (6)
Reiseberichte 1942-1969 (9)
Sonstige Schriftstücke 1897-1969 (9)

Umfang : 0,6 m
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