Bestand 102 Alois Hagenkötter, Dortmund - Reviersteiger



Laufzeit : 1916 - 1952



Inhalt : Geboren am 16. März 1902 in Hombruch - gestorben am 14. Oktober 1994 in Dortmund
Alois Hagenkötters Vorfahren väterlicherseits stammen aus dem Münsterland (Hof Hagenkötter in Harsewinkel) und aus dem Sauerland. Die Vorfahren mütterlicherseits sind aus Ostpreußen ins Ruhrgebiet zugewandert. Der Großvater (1852-1946) von Alois Hagenkötter war gelernter Küfer aus Frechenhorst bei Warendorf und arbeitete als Schlosser auf einer Ruhrzeche. Der Vater Josef war Steiger auf der Zeche Glückauf Tiefbau in Dortmund. Von seinen drei Söhnen ging nur Alois in den Bergbau.

Alois Hagenkötter wurde 1902 in (Dortmund-) Hombruch geboren und besuchte die 8-klassige Volksschule. Am 20. März 1916 wurde er auf der Zeche Glückauf Tiefbau der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-AG in (Dortmund-) Barop als jugendlicher Tagesarbeiter angelegt. Als Hagenkötter am 10. Mai 1925 auf der Zeche Dorstfeld als Hauer anlegte, ereignete sich am gleichen Tag ein Grubenunglück mit 35 Toten.

Hagenkötter war katholisch und gehörte bis 1918 dem Gewerkverein Christlicher Bergarbeiter an. Während der Inflation war er nicht organisiert und nach 1945 war er Mitglied der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie. "Wegen der Kindererziehung" - so seine eigene Erzählung - war er auch Mitglied der NSDAP.

Alois Hagenkötter wechselte, nach seinen eigenen Worten, immer dann die Zeche, wenn ein "paar Mark über Tarif" zu verdienen waren. 1924 besuchte er die Bergvorschule in Dortmund und 1928/1929 die Bergschule (Unterklasse) in Bochum. 1929 heiratete Hagenkötter. Von 1936 bis 1962 war er als technischer Angestellter tätig, bis 1952 auf Anlagen der Essener Steinkohlenbergwerke AG und danach, bis zum Eintritt in den Ruhestand 1962, auf Anlagen der Harpener Bergbau-AG.

Hagenkötter war nach 1945 als Reviersteiger auf Dorstfeld 1/4 tätig. Es war nach seinen Angaben das erste mechanisierte Revier auf der Zeche Dorstfeld. Hier wurdeunter seiner Anleitung der Übergang von der Schüttelrutsche zum Panzerförderer vollzogen. In den 50er Jahren war Hagenkötter auch als Zeitstudien-Ingenieur eingesetzt. Nach 1956 war er mit Sonderaufgaben in der Hauptverwaltung der Harpener Bergbau-AG betraut. Arbeits- und Lohnunterlagen 1916-1952 (7)

Umfang : 0,3 m
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