Bestand 134 Eduard Gärtner, Saarbrücken - Bergassessor a. D., Bergwerksdirektor



Laufzeit : 1901 - 1930, 1964



Inhalt : Geboren am 1. März 1880 in Osnabrück - gestorben am 9. Mai 1964 in Saarbrücken
Carl Theodor Eduard Gärtner begann seine berufliche Laufbahn nach Beendigung des Realgymnasiums als Bergbaubeflissener auf den Steinkohlenzechen Monopol (Kamen) und Königsborn (Unna) sowie auf dem Bleierzbergwerk Eisenberg (Velbert). Ab 1902 studierte er an der Universität München und an der Bergakademie Berlin, 1906 wurde er zum Bergreferendar ernannt. Am 6. Juli 1910 schloss er seine Ausbildung mit der Assessorprüfung ab. In den folgenden Jahren war Gärtner als Lehrer an der Bergschule Bochum tätig. 1920 ließ er sich vom Schuldienst beurlauben, um seine ursprüngliche Nebentätigkeit bei der Schlesischen Kohlen- und Kokswerke AG in Gottesberg nun als Vorstandsmitglied und Bergwerksdirektor ausüben zu können, 1921 schied er endgültig aus dem Staatsdienst aus.

Am 14. März 1922 wurde Gärtner in den Grubenvorstand der Gewerkschaften Fuchs, David und Segen-Gottes in Niederschlesien bestellt. Nach dem Kauf dieser Gruben durch die Oberschlesische Kohlen- und Kokswerke AG war er als ordentliches Vorstandsmitglied der sich nun als Bergwerksdirektion Niederschlesien der Oberschlesischen Kohlenwerke und Chemischen Fabriken bezeichnenden neuen Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin tätig. 1926 wurde Gärtner Bergwerksdirektor der Gewerkschaft Carl Alexander in Baesweiler bei Aachen, von 1929 bis 1945 war er Leiter der Niederlassung der Gewerkschaft in Saarbrücken. Gleichzeitig arbeitete er von 1936 bis 1939 als Technischer Leiter der Eisenerzgrube Zollhaus Blumberg bei Donaueschingen für das Projekt Abbau und Verhüttung Fe-armer Eisenerze im Rahmen des nationalsozialistischen Vierjahresplans.

Nach Kriegsende war Gärtner im Zuge der französischen Saarpolitik mit der Liquidation der Niederlassung Saarbrücken der Gewerkschaft Carl Alexander betraut.

Die Akten wurden dem Bergbau-Archiv 1988 von Dr. Gerhard D. Gärtner, dem Sohn von Eduard Gärtner, übergeben. Persönliche Unterlagen (2)

Umfang : 0,3 m

Literatur : Friedrich Schunder: Geschichte des Aachener Steinkohlenbergbaus, Essen 1968.
Patenschaftsarbeitskreis Waldenburger Bergland (Hrsg.): Unvergessene Waldenburger Heimat. Ein Buch der Erinnerung, Liebe und Treue, Dortmund/Norden (Ostfriesland) 1969, S. 233-256.
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