Bestand 148 Helmut Weindorf, Gelsenkirchen-Buer - Bergassessor a. D., Bergwerksdirektor



Laufzeit : 1955 - 1982



Inhalt : Geboren am 17. Juli 1914 in Werdohl - gestorben am 26. Juli 2000 in Aachen
Helmut Weindorf wurde 1914 in Werdohl im Kreis Altena geboren. Nach Ablegung des Abiturs in Hagen - sein Vater war dort in der Kohlenhandelsgesellschaft "Kohlenmark" tätig - und der praktischen Lehrzeit als Bergbaubeflissener studierte er ab 1934 an der Technischen Hochschule Berlin das Bergfach. Das Diplom-Examen mit Auszeichnung legte er erst 1943 ab, da er von 1935 bis 1937 seinen Wehrdienst abgeleistet hatte und von 1939 bis 1945 als Soldat im Krieg war. Zwischen 1946 und 1950 folgte neben informatorischen Tätigkeiten bei verschiedenen Bergbaugesellschaften und -organisationen die Ausbildung für den höheren Staatsdienst im Bergfach beim Oberbergamt Dortmund.

Nach der Ernennung zum Bergassessor und dem Ausscheiden aus dem Staatsdienst 1950 arbeitete Weindorf zunächst als Sachbearbeiter für Abbautechnik und -planung und ab 1952 als technischer Hilfsarbeiter der Direktion bei der Harpener Bergbau AG Gruppendirektion Gneisenau. 1953 wechselte er als Betriebsdirektor zur Zeche Consolidation, die während seiner Tätigkeit bis 1968 zur Essener Steinkohlenbergwerke AG und danach zur Ruhrkohle AG gehörte.

1956 wurde Weindorf zum Bergwerksdirektor bestellt. Unter seiner Führung wurde das Bergwerk Consolidation zu einer der modernsten und leistungsfähigsten Zechen ausgebaut. 1975 endete das Dienstverhältnis als Werksdirektor der Zechengruppe Consolidation. Danach war Weindorf im Range eines Ministerialdirektors noch vier Jahre beim Bundesbeauftragten für den Steinkohlenbergbau und die Steinkohlenbergbaugebiete in Bonn tätig.

Weindorf übernahm verantwortliche Aufgaben in Gemeinschaftsorganisationen des Bergbaus und war jahrelang Vorsitzender des Verbandes der Führungskräfte im Bergbau, Minaralölindustrie und Kraftwirtschaft e. V. Er war wissenschaftlich auf dem Gebiet der Bewetterung und Klimatisierung tiefer Gruben tätig und hielt zahlreiche Patente auf diesem Sektor. Unterlagen aus der Tätigkeit als Bergwerksdirektor auf der Zeche Consolidation 1956-1982 (23)
Unterlagen aus der Mitarbeit in Ausschüssen des Steinkohlenbergbauvereins 1943-1980 (24)
Leitung des Verbands der Führungskräfte 1955, 1973-1977 (7)
Tätigkeit beim Bundesbeauftragten für den Steinkohlenbergbau und die Steinkohlengebiete 1968-1977 (37)
Tätigkeit im Sachverständigenkreis des Bundesministeriums für Forschung und Technologie "Erstinnovation Steinkohle - Bergtechnik, Aufbereitung, Kokereien" 1974-1980 (18)

Veröffentlichungen von Helmut Weindorf (Auswahl)
Maßnahmen und Einrichtung zur Klimatisierung des Abbaus in großer Teufe, in: Glückauf 103, 1967, S.72-79.
Betriebszusammenfassung und Mechanisierung beim Abbau halbsteil gelagerter Steinkohlenflöze, in: Bergfreiheit 6, 1966, S. 141-152.

Umfang : 3,6 m (und unverzeichneter Nachtrag)
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