Bestand 174 Hans Hertel, Zwickau - Dipl.-Bergingenieur



Laufzeit : 1981



Inhalt : Geboren am 11. Februar 1904 in Auerbach (Vogtland) - gestorben am 6. Februar 1982 in Zwickau
Hertel wurde 1904 als Sohn eines Stadtbaumeisters im vogtländischen Auerbach geboren. Nachdem er 1924 dort das Abitur abgelegt hatte, studierte er zunächst an der Bergakademie Freiberg (Sachsen) und danach an der Technischen Hochschule Breslau. Nach Beendigung seines Studiums 1932 begann er beim Erzgebirgischen Steinkohlenverein Zwickau. Von 1938 bis 1950 war er Bergverwalter bei der Gewerkschaft Morgenstern in Zwickau. 1950 wechselte er zum Steinkohlenbergwerk Deutschland in Oelsnitz (Erzgebirge). Bis zu seiner Verhaftung am 19. November 1952 war er dort Technischer Leiter. Nachdem das Oberste Gericht Berlin der DDR Hertel 1953 in einem Schauprozess zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt hatte, verbüßte er acht Jahre in Brandenburg und Torgau. 1960 wurde er aus der Haft entlassen und arbeitete danach bis zu seinem Tod bei der VVB Steinkohle in Zwickau.

Nachdem am 31. Dezember 1977 die VVB Steinkohle aufgelöst worden waren, wurde ihr Zentralarchiv vom Betriebsarchiv des VEB Steinkohlenkokereien August Bebel in Zwickau übernommen. Entsprechend vertraglicher Vereinbarungen war das gesamte Archivgut bis 1945 an das Staatsarchiv Dresden zu übergeben. Der Übergabetermin wurde für das Jahr 1983 festgelegt. Es ergab sich daher die Notwendigkeit, aus dem Inhalt der wesentlichen Akten Auszüge anzufertigen. Die Inhaltsauszüge, die Hertel anfertigte, erhielten den Charakter von Dokumentationen. Die so entstandene Chronik hat die historische Entwicklung der Steinkohlenwerke des Zwickauer und Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers von der Werksgründung bis 1945 zum Inhalt.

Die Unterlagen wurden durch Vermittlung von Prof. Dr. Heinz-Ludwig Horney, Bochum, an das Berbau-Archiv übergeben. Chronik der Zwickauer und Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenbergwerke von ihrer Gründung bis 1945
Teil 1: Werke des Erzgebirgischen Steinkohlen-Aktienvereins (VEB Steinkohlenkokereien August Bebel, Zwickau)
Teil 2: Zwickau-Oberhohndorfer Steinkohlenbau-Verein, Werke der Gewerkschaft Morgenstern - Steinkohlenwerke Morgenstern, Brückenberg und Florentin Kästner (VEB Steinkohlenwerke Martin Hoop und Karl Marx), 1 Textband und 1 Fotoband
Teil 3: Steinkohlenwerke in Lugau-Oelsnitz (VEB Steinkohlenwerke Karl Liebknecht und Deutschland)
Teil 4: Kohleneisenbahnen, Steinkohlenkokereien, Wasserhaltungen, der Planitzer Erdbrand, die Treibegärtnerei auf dem Planitzer Erdbrand, 1 Textband und 1 Fotoband

Umfang : 0,3 m

Verweis : Die Überlieferung des Zwickauer und Oelsnitzer Steinkohlenbergbaus befindet sich im Bergarchiv Freiberg (Sachsen)

Literatur : Steinkohlenbauverein Zwickau e. V. (Hrsg.): Der Steinkohlenbergbau im Zwickauer Revier, Zwickau 2000.
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