Bestand 183 Werner Haack, Dortmund - Bergassessor a. D., Bergwerksdirektor



Laufzeit : 1908 - 1965



Inhalt : Besondere Benutzungsbedingungen
Geboren am 11. April 1895 in Dortmund - gestorben am 6. Juni 1965 in Hemer
Werner Haack, 1895 in Dortmund geboren, stammte mütterlicherseits aus der bekannten Dortmunder Unternehmerfamilie Schulte (Julius Schulte OHG). Nach dem Abitur am Städtischen Realgymnasium in Hörde entschloss er sich, Bergmann zu werden. Dieser Entschluss wurde durch seinen Schwager Adolf Hueck beeinflusst, der 1912 in die Familie Haack eingeheiratet hatte. Werner Haack studierte in Tübingen, München und Aachen und wurde dort 1925 zum Dr.-Ing. mit einer Arbeit über "Die Gänge und das Ganggebiet der Grube Stahlberg bei Müsen" promoviert. Am 25. Oktober 1921 wurde er vom Oberbergamt Dortmund zum Bergreferendar und am 16. Oktober 1923 zum Bergassessor ernannt.

Seine erste berufliche Anstellung fand Haack beim Eschweiler Bergwerks-Verein. Von 1926 bis 1929 war er beim Bergbau-Verein in Essen tätig. Im selben Jahr holte ihn Gustav Knepper, Leiter des Bergbaubereichs der Vereinigte Stahlwerke AG, zur Gelsenkirchener Bergwerks-AG (GBAG). Im Rang eines Betriebsdirektors wurde er zum engsten Mitarbeiter Kneppers. Haacks bergmännische Berufskarriere war durch die Besonderheit gekennzeichnet, dass er nicht auf dem üblichen Weg über die Schachtanlage und die Positionen des Betriebsinspektors und Zechendirektors zum Leiter der Gruppe Dortmund der GBAG aufstieg. 1942 wurde er als ordentliches Mitglied in den Vorstand der GBAG berufen. Er war in seiner Berufslaufbahn bis zum Vorstand überwiegend strategisch im Konzern tätig. Die Tätigkeit als Leiter der Direktion Zollern-Germania von 1940 bis 1942 war eher ein Übergang und hatte hauptsächlich die Zusammenlegung dieser Zechen zur Zentralschachtanlage Germania zum Inhalt.

1953 wurde Werner Haack zum Vorsitzenden des Vorstandes der Dortmunder Bergbau AG und der Hansa Bergbau AG berufen. Damit stand er nach der Entflechtung an der Spitze der Bergbau-GruppeDortmund der GBAG. 1948 übernahm er den Vorstandsvorsitz der Westfälischen Berggewerkschaftskasse in Bochum.

Nach Vollendung des 65. Lebensjahres schied Werner Haack am 1. Juni 1960 aus dem aktiven Dienst. Nach seiner Pensionierung trat er in den Aufsichtsrat der GBAG ein. Er starb 1965 in Hemer.

Der Bestand wurde von seinem Sohn Dr. Richard Haack im Bergbau-Archiv deponiert. Persönliche und berufliche Dokumente 1914-1960 (25)
Persönliche Briefe 1908-1961 (5)
Reiseberichte 1940 (5)
Dienstlicher Schriftwechsel 1950-1957 (1)
Handakten GBAG 1940-1963 (5)
Westfälische Berggewerkschaftskasse 1948-1956 (1)
XIV. Allgemeiner Deutscher Bergmannstag 1933 (1)
Veröffentlichungen/Berichte 1963-1965 (2)
Fotosammlung

Umfang : 36,3 m

Verweis : Ergänzungsüberlieferungen im Bergbau-Archiv: Adolf Hueck (Bestand 9), Dortmunder Bergbau AG (Bestand 47), Gelsenkirchener Bergwerks-AG (Bestand 55)

Literatur : Walter Serlo: Die Preußischen Bergassessoren, 5. Aufl., Essen 1938, S. 421.
Nachruf, in: Glückauf 101, 1965, S. 1566.
Lebensbilder aus dem Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet, Jgg. 1962-1967, Baden-Baden 1977, S. 63 ff.
Richard Haack: In Memoriam Dr. Werner Haack. 1895-1965, Bochum 1995 (Unveröffentlichtes Manuskript im Bestand).
Ders.: Beitrag zur Geschichte der GBAG 1945-1975, Bochum 2000 (Unveröffentlichtes Manuskript im Bestand).
Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken