Bestand 207 Erich Nagel, Bad Ems - Fahrsteiger



Laufzeit : 1939 - 1968



Inhalt : Besondere Benutzungsbedingungen
Geboren am 27. April 1905 in Nikolai (Oberschlesien) - gestorben am 14. August 1984 in Herdecke
Erich Nagel wurde 1905 in Nikolai, Kreis Pließ (Oberschlesien) geboren. Von 1911 bis 1919 besuchte er die Volksschule in Kattowitz. Seine zwei Jahre später begonnene Ausbildung zum Hauer und Schießhauer absolvierte er in Steinkohlen- und Erzgruben in Oberschlesien. Anschließend besuchte er von 1929 bis 1932 die Oberschlesische Bergschule Peiskretscham. Nach Beendigung der Bergschule war er zunächst auf Steinkohlen-, Erz- und Kaligruben als Steiger und Obersteiger tätig. Von August 1938 an stand Erich Nagel bei der Wolfram-Zinngrube Gottesberg als bergamtlich anerkannter Grubenaufseher und Hilfssteiger in Diensten, bis er am 30. September 1939 auf eigenen Wunsch ausschied, da er die Möglichkeit erhielt, sich bei der Sachsenerz Bergwerksgesellschaft mbH beruflich zu verbessern: Auf der Vereinigt Feld Fundgrube in Ehrenfriedersdorf (Erzgebirge) wurde er als Reviersteiger eingestellt. Schon zum 1. Dezember 1940 wechselte er erneut den Arbeitsplatz. Bis Ende Januar 1945 war er auf dem Blei- und Zinkerzbergwerk Neue Helenegrube in Scharley (Oberschlesien) als Abteilungssteiger tätig.

In der Nachkriegszeit war er kurzfristig, von März bis November 1947, bei der Wismut AG in Aue (Erzgebirge) als Schachtleiter beschäftigt. Die im Juni 1948 vom Block der Antifa-Parteien ausgestellte Unbedenklichkeitsbescheinigung hinsichtlich der Beschäftigung in der Sowjetischen Besatzungszone ermöglichte es Nagel, seine im März desselben Jahres bei der Oberbarnimer Bergbau GmbH aufgenommene Tätigkeit als Geschäftsführer und Technischer Betriebsleiter fortzuführen. Jedoch erfolgte schon zum 31. März 1950 die Kündigung seitens der Gesellschaft aufgrund der ungeklärten Zukunft der Grube Wilhelmschacht.

Im Mai des Jahres 1950 trat Nagel als Grubenbetriebsleiter der Grube Stahlberg (Eisenmanganerzbergwerke Schmalkalden) in den Dienst der Vereinigung Volkseigener Betriebe Mineral und Erz des Landes Thüringen, schied jedoch schon nach Ablauf der dreimonatigen Probezeit auf eigenen Wunsch wieder aus. Am 20. August 1950 wurde er von der Staatlichen Aktiengesellschaft für Kali-Düngemittel als Obersteiger für Aus- und Vorrichtungsarbeiten und Leiter der Regulierung beim Werk Sachsen-Weimar in Unterbreizbach (Rhön) eingestellt. Ein Jahr später wechselte er zum VEB Schachtbau, Verfestigungen und Abdichtungen der Staatlichen Geologischen Kommission Leipzig; auf der Schachtanlage Schleiz-Pörmitz war er bis zum 28. Juli 1952 als Obersteiger tätig.

Ende Januar des darauffolgenden Jahres wurde er von der C. Deilmann Bergbau GmbH in den Dienst übernommen und als schichtführender Steiger zur Betriebsstelle Auguste Victoria 3 der Gewerkschaft Auguste Victoria in Marl-Hüls verlegt, wo er bis zum 2. März 1953 verblieb. Anschließend wurde er zur Betriebsstelle auf der Zeche Adolf von Hansemann der Gelsenkirchener Bergwerks-AG in Dortmund-Mengede verlegt. Am 1. Oktober 1953 erfolgte seine Beförderung zum Abteilungssteiger bei der Deilmann-Betriebsstelle Kaiserstuhl 1. Im selben Jahr bewarb Nagel sich mit Erfolg bei der Erzbergbau Siegerland AG: Zu Beginn des Jahres 1954 wurde er auf der Grube Pfannenberger Einigkeit als Reviersteiger eingestellt. Am 1. Juli 1957 erfolgte seine Ernennung zum Fahrsteiger, verbunden mit der Versetzung zur Bergwerksgruppe West als Sicherheitsbeauftragter. Infolge der Stilllegungsmaßnahmen im Siegerländer Spateisensteinbergbau wurde das Dienstverhältnis am 30. September 1962 beendet. Arbeitsbuch
Arbeitsverträge/Schriftwechsel
Arbeitszeugnisse
Gehalts- und Vergütungsmitteilungen
Führungszeugnis
Wehrpassnotiz
Dienstlicher Schriftwechsel
Politische Unbedenklichkeitsbescheinigung hinsichtlich der Beschäftigung in der Sowjetischen Besatzungszone
Ärztliche Bescheinigungen

Umfang : 0,3 m
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